Candida albicans: Allgemeines
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Candida albicans
GNL5356
Billionen von Mikroorganismen leben in Ihrem Darm: die Darmflora. Auch der gefürchtete Hefepilz Candida albicans ist darunter. Er stellt normalerweise kein Problem dar, wenn Ihr Immunsystem stark genug ist. Erst wenn sich der Pilz durch ein zu schwaches Immunsystem im Darm und im Extremfall dann im ganzen Körper ausbreiten kann, sollten Sie ihn durch eine gezielte Pilzdiät bekämpfen.
Schon im Alter von 6 Monaten ist der Darm fast aller Kleinkinder mit dem Hefepilz befallen. Dort bleibt er das ganze Leben lang – es sei denn, Immunsystem oder Darmflora sind nicht stark genug, um den Hefepilz in Schach zu halten. Dann breitet sich der Pilz im ganzen Körper aus und wird so zum Krankheitsherd. Viele Faktoren schwächen Darm und Immunsystem, oft ohne dass Sie es merken. Dazu gehören
Antibiotika: Diese Medikamente vernichten einen großen Teil der Darmflora, so dass nicht mehr genügend „gute“ Mikroorganismen in Ihrem Darm leben, die ein Ausbreiten von Candida verhindern können. Wissenschaftler vermuten außerdem, dass das gesteigerte Aufkommen von Candida-Erkrankungen darauf zurückzuführenist, dass wir heute durch unsere Nahrung oft Antibiotika zu uns nehmen und dadurch, ohne es zu wollen und zu merken, unsere gesunde Darmflora zerstören. Unnötig verwendet werden Antibiotika zum Beispiel in der Tierzucht; sie kommen daher in den Endprodukten Fleisch, Eier oder Milch oft vor.
Kortison und andere Medikamente blockieren das Immunsystem und ermöglichen dem Pilz wegen der Schwächung der Körperabwehr seine Ausbreitung.
Durch die Nahrung aufgenommene Schwermetalle wie Blei oder Cadmium schwächen ebenfalls das Immunsystem.
Stress im Alltag ist ein weiterer Faktor für ein zu schwaches Immunsystem.
Eine falsche Ernährung kann schließlich auch der Grund für eine Candida-Erkrankung sein: Wenn Sie viel Zucker und Kohlenhydrate essen, liefern Sie dem Pilz ideale Wachstumsbedingungen, da er sich von diesen beiden Stoffen ernährt.
Der Pilzbefall hat viele Gesichter
Die Beschwerden, die der Hefepilz auslösen kann, sind sehr unterschiedlich und manchmal auch schwer sofort dem Darmpilz zuzuordnen. Mögliche Beschwerden sind
- Müdigkeit,
- Blähungen, Verstopfung oder Durchfall,
- Brennen oder Jucken im Anal- oder Vaginalbereich,
- starker Harndrang,
- häufige Blasenentzündungen,
- verstopfte Nase,
- Heiserkeit,
- Hautprobleme,
- Bläschen im Mund,
- Gelenkbeschwerden oder
- Nervenschmerzen.
Was tun bei den Symptomen?
Wenn Sie unter einem oder mehreren der genannten Symptome leiden und nicht wissen, was der Auslöser ist, sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt sehr genau untersuchen, woher diese unklaren Symptome kommen. Sie sollten, wenn andere Ursachen ausscheiden, auch anregen, dass Ihr Arzt eine Untersuchung auf Candida albicans vornimmt. Dazu braucht er eine Stuhlprobe von Ihnen, die er dann in ein Spezial-Labor schickt, wo sie auf Keime getestet wird. Bei einer Belastung von 1.000 Keimen und mehr pro Gramm Stuhl gehen Experten von einem übermäßigen Candida-Befall aus. In diesem Fall ist eine Kombinationstherapie die richtige Behandlung.