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Sport: Auch nach Bypass-Operation kein Problem

Viele Menschen, die früher sehr sportlich waren, fragen sich nach einer gut überstandenen und schon etwas zurückliegenden Bypass-Operation, ob – und wenn ja, wann – sie wieder wie gewohnt ihren Sport ausüben dürfen; wenngleich natürlich nicht in der alten Intensität und insgesamt etwas seltener.

Sport nach überstandene Bypass-Operation stellt kein Problem dar

Es ist überhaupt kein Problem, wenn Sie langsam wieder mit dem Sport anfangen; ganz im Gegenteil. Allerdings kann ich keine Ferndiagnose stellen, was den Umfang des Trainings betrifft. Sie sollten mit Ihrem Kardiologen sprechen, in wie weit Sie trainieren dürfen.

Nach einer Bypass-Operation ist übrigens Brustschwimmen ideal (normalerweise empfiehlt man ja immer Kraulschwimmen). Die Bewegungen beim Brustschwimmen sind sehr symmetrisch, so wird das Brustbein zusammengehalten.

Verzichten sollten sie aber noch eine Weile auf Rückenschwimmen. Hier entstehen nämlich sogenannte Scherkräfte. Diese können sich negativ auf Sie auswirken.

Sehr zu empfehlen sind übrigens auch spezielle Herzsport-Gruppen. Hier haben Sie ein Training unter ärztlicher Aufsicht. Der Vorteil: Es ist auf Herzkranke zugeschnitten und überfordert sie daher nicht.

Ausdauersport schützt

In Deutschland werden pro Jahr rund 73.000 Bypässe gelegt. Dabei wären solche Operationen vermeidbar, denn Ihr Herz ist selbst in der Lage, sich einen Bypass zu schaffen. Wenn Sie sich regelmäßig bewegen, dann bilden sich nämlich um Ihr Herz neue Kapillargefäße, die sich wie Umgehungsstraßen rund um die großen Gefäße ziehen. Zudem weitet der Sport Ihre Herzgefäße.

Mein Kollege Dr. Michael Spitzbart sagt dazu: „So werden Sie zu Ihrem eigenen Herzchirurgen.“ Dieses Potenzial sollten Sie auf alle Fälle nutzen – etwa mit ausreichendem Cardiotraining.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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