Bypass-Operation: So geht die OP vonstatten
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Die koronare Bypass-Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 3 bis 6 Stunden. Meistens werden 3 Bypässe angelegt; es können aber auch nur 2 oder sogar noch mehrer sein.
Die Mehrheit der koronaren Bypass- Operationen wird bisher konventionell durchgeführt. Dabei wird der Brustkorb geöffnet, um das Herz freizulegen.
Meist wird eine Herz-Lungen-Maschine (Kreislaufpumpe mit künstlicher Lunge) benutzt. Die Maschine hält die Kreislauffunktion sowie den Austausch der Atemgase wie Kohlendoxid und Sauerstoff aufrecht. Sie ermöglicht dem Chirurgen, Ersatzblutgefäße (Gefäßtransplantate) am ruhenden Herzen einzusetzen, die die Basis für den umgeleiteten Blutstrom bilden.
Die Gefäßtransplantate werden aus anderen Arterien und Venen des Körpers entnommen. Oft wird eine bereits im Brustkorb vorhandene Arterie benutzt, die Arteria thoracica interna oder Arteria mammaria. Sie wird von der Brustwand umgeleitet, und ein Ende wird an eine erkrankte Koronararterie unterhalb der Blockade angenäht.
Gefäßtransplantatabschnitte werden auch aus der langen Beinvene, der Vena saphena magna, gebildet. Diese Vene verläuft nahe der Oberfläche des Beins. Die Venentransplantate werden an einem Ende mit der Hauptschlagader des Körpers (Aorta) verbunden, am anderen Ende unterhalb der Blockade mit der verstopften Koronararterie. Gelegentlich wird die Pulsader (Arteria radialis) als Bypass-Transplantat benutzt.
Wenn die Transplantate eingesetzt sind, wird das Herz wieder mit Blut durchströmt und die Herz-Lungen- Maschine abgeschaltet.