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Diese Hausmittel senken den Blutdruck

Bereits, wenn Sie die ersten Anzeichen von hohem Blutdruck verspüren, sollten Sie aktiv werden und diesen versuchen, zu senken. Dabei müssen Sie zum Blutdruck senken nicht gleich zu Medikamenten greifen.

Hausmittel, die den Blutdruck senken

Es gibt viele Hausmittel, die Ihnen dabei helfen können:

  • Trinken Sie viel, nicht nur Wasser. Greifen Sie zu Tees wie Kamille oder Pfefferminze. Beide sind bekannt dafür, eine blutdrucksenkende Wirkung zu haben.
  • Kochen Sie kleingeschnittene Knoblauchzehen, Zwiebeln und Saft von ganzen Zitronen im Verhältnis 1:1:1 auf. In dunkle Flaschen abfüllen, dunkel und kühl lagern. Hiervon nehmen Sie pro Tag zwei bis drei Esslöffel zu sich.
  • Bekannt als Blutdrucksenker ist auch die Mistel. Allerdings muss diese Heilpflanze richtig dosiert werden – das kann nur ein Arzt. Fragen Sie ihn nach entsprechenden Mistelpräparaten.
  • Gönnen Sie sich Ruhepausen. Auch wenn Sie berufstätig sind, sollten Sie jeden Tag genügend Zeit zur Entspannung einplanen. So verhindern Sie, dass Stress Ihren Blutdruck erhöhen kann.
  • Treiben Sie Ausdauersport. Werden Sie dreimal pro Woche dreißig Minuten lang aktiv, kann dies Ihren Blutdruck deutlich reduzieren.

Beruhigen Sie Puls und Blutdruck durch Biofeedback

Biofeedback ist eine inzwischen bewährte Behandlungsform, die im Körper unwillkürlich ablaufende Prozesse sichtbar, hörbar und fühlbar macht – zu diesen gehört zum Beispiel, dass Sie automatisch atmen oder dass Ihr Herz pausenlos Blut durch den Körper pumpt. Die Idee dahinter: Wenn das gelingt, können Sie diese Tausende von Prozessen mit Ihrem eigenen Willen bis zu einem gewissen Grad steuern.

Beeinflussen könnten Sie mit Hilfe des Biofeedbacks unter anderem Ihre Herzfrequenz, den Blutdruck, die Atemfrequenz, die Temperatur, die Muskelspannung und die elektrischen Ströme im Gehirn. Bei Stress ist Biofeedback besonders hilfreich. Dadurch können bei Gelingen die Mengen der Stresshormone reduziert werden, die eine Reihe ungünstiger Auswirkungen im Körper entfalten können.

So funktioniert das Biofeedback: Ihr Gehirn sendet für alle Prozesse, die im Körper ablaufen, elektrische Signale aus, die über einen Monitor sichtbar oder einen Lautsprecher hörbar gemacht werden können. Der Patient sieht oder hört also seine Körpersignale. In mehreren Sitzungen lernt er, diese Funktionen mit seinem Willen zu beeinflussen. Die wissenschaftliche Datenlage ist äußerst positiv. Eingesetzt wird das Verfahren von Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und anderen Behandlern.

Der Effekt scheint auch von langer Dauer zu sein. Und natürlich ist diese Methode völlig nebenwirkungsarm und kostenungünstig. Für Ungeduldige ist diese Behandlung allerdings nichts, denn es dauert eine Weile, bis Sie diese beherrschen.

Blutdrucksenker: Nächtliche Einnahme verringert Nebenwirkungen

Sie nehmen ein blutdruckregulierendes Medikament ein, vielleicht dazu noch in einer hohen Dosierung – dann hatten Sie sicherlich schon einmal zusammen mit Ihrem Arzt bei einer Medikamentenumstellung oder Dosierungsanpassung mit Nebenwirkungen Ihres Blutdruck-Medikaments zu kämpfen. Eine kürzlich durchgeführte Studie mit dem Arzneistoff Nifedipin (Adalat®, u. a.), einem Kalziumkanalblocker mit verzögerter Wirkstofffreisetzung, kam zu folgendem Ergebnis: Wenn Sie dieses Mittel zu einem anderen Zeitpunkt einnehmen, können Sie die Nebenwirkungen reduzieren.

Die vor kurzem in der Fachzeitschrift „American Journal of Hypertension“ veröffentlichte Studie wies 180 zufällig ausgewählte Teilnehmer an, Nifedipin entweder abends vor dem Schlafengehen oder morgens einzunehmen. Hierbei traten Nebenwirkungen wie Schwellungen der Beine (Ödeme), Kopfschmerzen und Hautausschläge auf.

13% der Studienteilnehmer, die Nifedipin am Morgen einnahmen, klagten über Ödeme. Jedoch war nur 1% der Studienteilnehmer von diesen Nebenwirkungen betroffen, die das Medikament abends einnahmen. Insgesamt gesehen verzeichneten 17,5% der Teilnehmer mit morgendlicher Einnahme Nebenwirkungen, wogegen sich der Prozentsatz bei der Gruppe mit abendlicher Medikamenteneinnahme auf nur 4% belief. Was die Wirksamkeit des Medikaments hinsichtlich der Blutdrucksenkung angeht, so wurden in beiden Gruppen ähnliche Ergebnisse erzielt.

Experten der Mayo Clinic bewerten diese Studie als positiv, auch wenn nur wenige Patienten von diesen neuen Erkenntnissen profitieren werden. Zahlreiche andere blutdruckregulierende Medikamente gehen mit unterschiedlichen Nebenwirkungen einher. Die meisten verursachen jedoch – wenn überhaupt – nur geringfügige Beschwerden, und sind normalerweise gut verträglich.

Solange keine neuen Erkenntnisse vorliegen, sollten Sie bei auftretenden Nebenwirkungen beim Einsatz von Nifedipin Ihren Arzt fragen, ob er eine andere Tageszeit hinsichtlich der Einnahme für sinnvoll hält. Sicherlich werden auch weitere blutdruckregulierende Medikamente in absehbarer Zeit auf ähnliche Effekte hin überprüft werden. Sobald es neue Forschungsergebnisse dazu gibt, werden wir Sie im Mayo Clinic Gesundheits-Brief darüber informieren.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
Über den AutorDr. Martina Hahn-Hübner

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