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Niedriger Blutdruck: Natürliche Verfahren sind Trumpf!

„Schnell, das Riechsalz!“ In vielen alten Melodramen brach die Hauptakteurin mindestens einmal effektvoll zusammen – doch keiner nahm das sonderlich ernst. Dieses Schicksal trifft auch heute noch viele Menschen, die wie früher die Damen der Gesellschaft im Film an zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie) leiden.

Zwar stimmt es, dass niedriger Blutdruck an sich nicht gefährlich ist. Trotzdem wird er im Alltag lästig, wenn er unsere Leistungsfähigkeit einschränkt. Wie Sie mit durch und durch natürlichen Maßnahmen Ihrem Kreislauf auf die Sprünge helfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Niedriger Blutdruck: Frauen sind besonders häufig betroffen

Als niedrigen Blutdruck bezeichnet die Medizin systolische Blutdruckwerte (1. Wert) von unter 110 mmHg. Bei diesen Werten wird häufig das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet. Der diastolische Blutdruckwert (2. Wert) liegt bei einer Hypotonie meist unter 65 mmHg und ist v. a. für das Versacken des Blutes in den Beinen bei längerem Stehen verantwortlich. Die Neigung zu niedrigem Blutdruck gilt als angeboren.

Diese Menschen leiden besonders häufig daran:

  • Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren (Pubertät)
  • schlanke Frauen
  • Menschen nach starkem Gewichtsverlust
  • Schwangere und Stillende
  • sehr schlanke Senioren
  • Menschen, die zu wenig trinken
  • Menschen mit ausgeprägten Krampfadern

Auch Schlaf-, Beruhigungs- und Entwässerungsmittel sowie Antidepressiva können den Blutdruck so stark senken, dass eine so genannte sekundäre Hypotonie (Folgehypotonie) entsteht.

Diese Beschwerden weisen auf einen zu niedrigen Blutdruck hin

  • Sehstörungen (silberne Sternchen, Schwarzwerden)
  • pulsierende Kopfschmerzen
  • Ohrensausen und Schwindel
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Kollaps (Ohnmacht)
  • Herzrasen
  • Frieren und kalter Schweiß
  • ständig kalte Hände und Füße

Wenn diese Beschwerden bei einer Änderung der Körperhaltung, z. B. beim schnellen Aufstehen aus dem Sitzen, auftreten, spricht die Medizin von einem Orthostase-Syndrom. Auch nach längerem Stehen kann es zu einem solchen Orthostase-Syndrom kommen, das bis zum Kollaps führen kann. Menschen mit zu niedrigem Blutdruck leiden zudem häufiger an Antriebsschwäche und Schlaflosigkeit trotz ständiger Müdigkeit, was gerade bei älteren Patienten zur Fehldiagnose einer Depression führen kann!

Unser Tipp:Versuchen Sie es bei Schlaflosigkeit einmal mit einer Tasse dünnem Kaffee, grünem oder schwarzem Tee am Abend. Das regt den Blutdruck so an, dass das Schlafzentrum im Gehirn wieder funktioniert.

Medikamente? Nur wenn nichts anderes hilft

Nur wenn Ihre niedrigen Blutdruckwerte wirklich Beschwerden verursachen, sollten Sie eingreifen. Das empfiehlt sogar die Schulmedizin. An erster Stelle stehen hier nicht medikamentöse Maßnahmen, um das Versacken des Blutes in den Beinen zu verhindern und die Kontraktionsfähigkeit der Blutgefäße zu verbessern. Erst wenn Sie mit den dort genannten Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg erzielen, sollten Sie zu Medikamenten greifen.

Das kann notwendig sein, wenn Sie aufgrund einer längeren Erkrankung, z. B. einer Virusgrippe oder einer Operation, viel an Gewicht verloren haben oder stark geschwächt sind. Die Schulmedizin verordnet dann meist Mutterkornabkömmlinge (Ergotamine) oder Sympathomimetika (Mittel zur Anregung des sympathischen Nervensystems, z. B. Ephedrin). Doch diese Medikamente können schwere Nebenwirkungen haben wie z. B. migräneartige Kopfschmerzen. Bitten Sie Ihren Arzt daher besser um natürliche Alternativen. Da sich viele Ärzte in diesem Bereich nicht so gut auskennen, haben wir Ihnen einige pflanzliche Mittel zusammengestellt.

Ein Trost zum Schluss: Niedriger Blutdruck ist eine gute „Lebensversicherung“. Denn im Gegensatz zum Bluthochdruck (Hypertonie) schädigt er weder Ihre Blutgefäße, z. B. durch Förderung der Arteriosklerose, noch überlastet er Ihr Herz.

Zwischen diesen Pflanzenpräparaten können Sie wählen

  • Korodin® Herz-Kreislauf-Tropfen mit Kampfer und Weißdorn (40 ml 11,40 €)
  • Spartiol® Tropfen aus Besenginsterkraut (50 ml 9,72 €)
  • Angioton® S Lösung mit Weißdorn, Maiglöckchen, Adoniskraut, Baldrian, Kaktus und Lobelie (30 ml 10,25 €)
  • Conva-cyl Kreislauf-Complex Ho-Len-Complex® Tropfen mit Kampfer, Weißdorn, Maiglöckchen, Fingerhut und Eisen (50 ml 9,80 €)
  • Hypotonie-Gastreu® R44 Tropfen mit Weißdorn und Besenginster (50 ml 11,63 €)

Unser Rat: Obwohl diese Mittel allesamt rezeptfrei erhältlich sind, sollten Sie die Anwendung und Dosierung zur Vermeidung von überschießenden Reaktionen stets mit Ihrem Therapeuten absprechen. Nehmen Sie kampferhaltige Mittel stets auf einem Stückchen Zucker ein, da in Wasser die Wirkung von Kampfer verfliegt

7 natürliche Alternativen zu Pillen und Tropfen

  1. Machen Sie tägliche Wechselduschen. Im Notfall hilft es, wenn Sie kaltes Wasser über Ihre Unterarme laufen lassen.
  2. Kneippsche Bürstenmassagen auf trockener Haut regen ebenfalls die Durchblutung an: Streichen Sie immer zum Herzen hin!
  3. Bewegen Sie sich täglich mindestens 1/2 Stunde an der frischen Luft und treiben Sie regelmäßig Sport wie z. B. Radfahren, Wandern, Tanzen, Gymnastik oder Schwimmen.
  4. Falls Sie unter Krampfadern leiden: Tragen Sie Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfe, um das Versacken des Blutes in den Beinen zu verhindern.
  5. Treten Sie bei längerem Stehen von einem Fuß auf den anderen und krallen Sie dabei Ihre Zehen ein, um die Muskelpumpe in Ihren Beinen zu aktivieren.
  6. Trinken Sie eine Tasse heiße salzige Bouillon, wenn Ihnen „schummrig“ ist, um Ihren Salz- und Flüssigkeitshaushalt zu verbessern.
  7. Achten Sie unbedingt auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr! Bei niedrigem Blutdruck brauchen Sie gut 2,5 l.
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