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Ernährung bei Bluthochdruck: Das sollten Sie beachten

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit und ein echter Risikofaktor für die Entstehung von Schlaganfall und Herzinfarkt. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Erkrankten: Bei den Übersechzigjährigen weist lediglich jeder Vierte einen Blutdruck innerhalb der Normwerte auf. Die Ursachen fallen vielfältig aus und die Vererbung spielt eine große Rolle.

Blutdruckmedikamente gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten in Deutschland. Immerhin geht es um Ihr Herz – und das soll gesund bleiben! Das funktioniert aber nur, wenn Ihr Blutdruck niedrig genug ist. Ist er das nicht, müssen Medikamente her. Dabei ginge es auch ganz einfach und lecker ohne sie. Sie können Ihren Blutdruck nämlich auf den richtigen Wert „herunteressen“.

Bluthochdruck ist in einigen wenigen Fällen vererbbar. Die meisten Menschen machen sich ihre Probleme mit einem hohen Blutdruck selbst. Fehlende Bewegung stellt einen großen Risikofaktor für hohe Werte dar. Noch schlimmer jedoch ist die falsche Ernährung. Je nachdem, wie niedrig Ihr Magnesiumspiegel im Blut ist, müssen Sie eventuell zusätzliches Magnesium zu sich nehmen.

Salz und Übergewicht als Ursachen?

Früher machte man das Salz im Essen für die Erhöhung des Blutdruckes verantwortlich. In der Folge verordneten die Ärzte als Therapie grundsätzlich eine streng natriumarme Bluthochdruck-Ernährung. Heute weiß man, dass lediglich ein Teil der an Bluthochdruck leidenden Menschen salzsensitiv sind.

Das bedeutet, sie reagieren bei hohem Salzkonsum mit einem Anstieg des Blutdrucks. Bei dem Rest der Bluthochdruckpatienten nimmt man kaum oder sehr geringe Veränderungen wahr.

In der Regel ist der Körper erfolgreich bestrebt, den Natriumspiegel im Blut stets innerhalb enger Toleranzgrenzen konstant zu halten. Nimmt man zu viel Salz auf, geht es gleich über den Urin aus dem Körper hinaus. Auf diese Weise wirkt eine natriumarme Bluthochdruck-Ernährung nur für einen Teil der Erkrankten lindernd. In Fällen von starkem Übergewicht empfiehlt sich eine gewichtsreduzierende Ernährung bei Bluthochdruck. Bevor es jedoch an eine gezielte Ernährung bei Bluthochdruck geht, sollten Sie auf jeden Fall zuvor die Ursache ärztlich abklären.

Generell jedoch sollten Sie als Hypertoniker es sich angewöhnen, bei Tisch nicht nachzusalzen. Würzen Sie stattdessen lieber mit Kräutern und salzarmen Gewürzmischungen. In industrieller Fertignahrung, Wurst, Käse und fertigen Würzmixen versteckt sich meist viel Salz, deshalb kochen Sie selbst mit frischen Zutaten. Meiden Sie gepökelte, gesalzene und geräucherte Fisch- und Fleischwaren. Essen Sie statt Salzgebäck und Salznüssen lieber Obst- oder Gemüseschnitze.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt sechs Gramm täglich als maximalen Richtwert für die Salzaufnahme. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Dieses Tagesquantum erreichen Sie bereits, wenn Sie sich darauf beschränken, Ihr selbst gekochtes Essen mit einem bis zwei Gramm zu salzen.

Abwechslungsreich ernähren und viel bewegen

Forscher stellten fest, dass eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Magnesium mit der Ernährung eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Es geht dabei weniger um speziell blutdrucksenkende Lebensmittel als vielmehr um das Zusammenspiel vieler günstiger Lebensmittel, die für eine Ernährung bei Bluthochdruck eine Rolle spielen.

Eine Bluthochdruck-Ernährung enthält im besten Fall viel Obst und Gemüse. Damit sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr an Magnesium, Kalium und Kalzium. Günstiger Begleiteffekt bei dieser Bluthochdruck-Ernährung ist, dass sie automatisch salz- und kalorienarm ist.

Neuere Studien zeigten, dass es effektiver ist, die gesamte Ernährung danach auszurichten, als isoliert einzelne blutdrucksenkende Lebensmittel oder Nährstoffe zu sich zu nehmen. Zu einer Ernährung bei Blutdruck gehören unbedingt ein aktives Bewegungsprofil sowie eine ausgeglichene psychische Verfassung. Weiter fand man heraus, dass eine zu geringe Kaliumaufnahme mit der Nahrung sowie exzessiver Alkoholgenuss weitaus häufiger den Blutdruck in die Höhe treibt als ein zu hoher Salzkonsum.

Gemüse statt Industriefertigkost

Erinnern Sie sich noch an die Ermahnungen aus Kindertagen: „Iss schön dein Gemüse, das ist so gesund!“ Auch wenn Sie es damals nicht hören wollten, dieser Satz stimmt zu 100 Prozent. Wenn Sie auch heute „schön Ihr Gemüse“ essen würden, hätten Sie vermutlich keine Probleme mit dem Blutdruck.

Leider aber sieht unsere Ernährung heute anders aus. Industrie-Fertignahrung, wohin man blickt. Es gibt keine frischen Möhren, Kohlrabi und Salate mehr, dafür Tiefkühl- und Tütenkost. Diese hat viele Inhaltsstoffe, vor allem Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Wirklicher Herzschutz und echte Blutdrucksenker sehen anders aus!

Zwei Stoffe halten den Blutdruck auf niedrigem Niveau

Der heute so beliebten Fertigkost fehlt nämlich etwas sehr Entscheidendes: Sie enthält kaum oder gar keine Vitalstoffe. Und damit geht genau das verloren, was Sie für Ihren niedrigen Blutdruck benötigen:

  • Magnesium: Es entspannt Ihre Blutgefäße. Durch diese Tatsache steigt der Blutdurchfluss und der Blutdruck sinkt effektiv. Darüber hinaus könnte es die Pharma-Industrie arm machen. Sie wissen als Hochdruckpatient, dass Sie einen Kalziumblocker einnehmen müssen. Diese Blocker sind seit 20 Jahren Standard in der Bluthochdruckbehandlung. Magnesium wirkt wie ein natürlicher Kalziumblocker. Das Schöne: Es hat keine Nebenwirkungen. Bluthochdruckbehandlung ohne Risiko!
  • Kalium: Die Kaliumaufnahme führt dazu, dass Sie vermehrt Wasser ausscheiden und sich Ihre Gefäße weiten. Auf die Weise reguliert es ebenfalls deutlich den Blutdruck. Ein Grund übrigens, warum Vegetarier mit einer automatisch kaliumreichen Ernährung kaum hohe Blutdruckwerte aufweisen.

Unterstützende Ernährung: Tagesbeispiel

  • Frühstück: Vollkornbrot mit Hüttenkäse, Tomaten, Knoblauchscheibchen und Basilikum belegt; dazu einen Milchkaffee, grünen Tee oder ein Glas Milch
  • Mittagessen: Blumenkohl-Kartoffelgratin und als Beilage ein frischer Blattsalat mit Joghurt-Knoblauch-Dressing
  • Abendessen: kurz gebratener Seelachs mit Walnusskruste und gebackene Kürbisspalten; zum Nachtisch ein Schälchen frische Erdbeeren

Einige Nahrungsmittel sollen wohl blutdrucksenkend sein. Bestimmt schadet es aus dem Grund nicht, blutdrucksenkende Lebensmittel regelmäßig in den Ernährungsplan einzubauen. Dazu gehören zum Beispiel Knoblauch, Zimt, Bohnen, Kürbis, Papaya, Erdbeeren und Pflaumen. Eine betont pflanzenreiche Kost mit wertvollen Fetten senkt unter Umständen den Bluthochdruck mit der Zeit. Die Empfehlung für eine Ernährung bei Bluthochdruck ähnelt der köstlichen und gesunden Mittelmeer-Diät.

Tee schützt vor Bluthochdruck

Bereits zwei bis vier Tassen pro Tag senken das Risiko um 45 Prozent. Wer mehr trinkt, kommt sogar auf 65 Prozent. Diese Studienergebnisse beziehen sich auf Grüntee und Oolong-Tee.

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