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Bluthochdruck: Natürliche Blutdrucksenkerr

Wie können Sie reichlich Kalium und Magnesium zu sich nehmen? Dafür benötigen Sie viel Obst und Gemüse. Die Formel „5 am Tag“ sollten Sie gerade als Bluthochdruckpatient wörtlich nehmen. Natürlich fällt die Umstellung auf so viel Gesundes zunächst schwer. Dabei ist eine solche Ernährung nicht so schwer, wie es den Anschein hat. Sie müssen lediglich ein bisschen umdisponieren.

Fünf Tipps für den Tagesablauf

  1. Fangen Sie am Morgen an. Trinken Sie zum Frühstück ein großes Glas Frucht- oder Gemüsesaft. Schneiden Sie sich unter Umständen einige frische Früchte in Ihr Müsli oder in einen Magermilchjogurt.
  2. Gegen 11 Uhr ist Zeit für eine Zwischenmahlzeit wie einen Apfel, eine Birne oder Banane, Orangen oder Mandarinen. Erlaubt ist alles, was Ihnen schmeckt.
  3. Zu Mittag empfiehlt sich ein großer Salatteller. Wenn Sie in einer Kantine essen, schauen Sie einmal, ob diese vegetarisches Essen anbietet. Möglicherweise schmecken Ihnen ja der Auberginenauflauf oder die Wirsingtaschen.
  4. Am Nachmittag tauschen Sie das Kuchenstück zum Kaffee (auch wenn es Obstkuchen ist) gegen frisches Obst. Kleiner Tipp für den Sommer: Obstsalat aus Pfirsichen, Ananas, Birnen, Äpfeln und Trauben erfrischt und schmeckt lecker. Geben Sie einen Spritzer Zitronensaft drüber, dann verfärbt sich das Obst nicht braun.
  5. Abends essen Sie einen kleinen Salat oder ein paar Gurken- und Tomatenscheiben und unter Umständen ein weiteres Glas Saft.

Sie sehen: So einfach decken Sie Ihren täglichen Obst- und Gemüsebedarf. Ohne große Anstrengung nehmen Sie blutdrucksenkende Vitalstoffe zu sich.

Erste Erfolge in zwei Wochen

Aber wie sehr verändert sich Ihr Blutdruck, wenn Sie auf diese natürlichen Blutdrucksenker setzen? Das testeten Wissenschaftler in der DASH-Studie. DASH steht für „Dietary Approaches to Stop Hypertension“ (Ernährungsansätze zum Stoppen des Bluthochdrucks). Die neuesten Studienergebnisse veröffentlichten Forscher im Jahr 2004. Im Rahmen der DASH-Studie lieferte man 460 Teilnehmern acht Wochen lang bestimmte Mahlzeiten frei Haus. Eine Gruppe erhielt die typische heutige Nahrung mit viel Fertigprodukten, wenig Obst und Gemüse, aber viel Fett, Wurst und Käse. Die andere Gruppe bekam Obst und Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und magere Milchprodukte. Dadurch nahmen diese Teilnehmer viele Biostoffe zu sich.

Das Ergebnis: In der ersten Gruppe veränderte sich überhaupt nichts. Die Blutdruckwerte blieben konstant zu hoch. In der zweiten Gruppe sank der Blutdruck nach 14 Tagen deutlich und fiel fast in den Normbereich. In der DASH-Studie beobachtete man eine Blutdrucksenkung um 11,4 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch. Eine solche Ernährung wirkt sich aber nicht nur auf Ihren Blutdruck aus. Auf lange Sicht gesehen schützen Sie sich damit vor weiteren Erkrankungen. So bewiesen mittlerweile zahlreiche Studien, dass Sie Ihr Schlaganfallrisiko mit einer ausreichenden Kaliumversorgung um bis zu 67 Prozent senken.

Natürliche Gegenmittel bei Bluthochdruck

  • Grüner Teezur Vorbeugung: Mit drei Tassen am Tag senken Sie das Risiko für Bluthochdruck. Darüber hinaus können Sie ihn im akuten Stadium anwenden. Er enthält ein Enzym, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck positiv beeinflusst.
  • Misteltee bewährte sich als natürlicher Blutdrucksenker. Im Gegensatz zu grünem Tee, den Sie in jedem Teeladen erhalten, kaufen Sie Misteltee in der Apotheke.
  • Amerikanische Studien ergaben, dass 500 mg Vitamin C bei einem schwach erhöhten Blutdruck helfen. Der obere Wert fiel um durchschnittlich 13 mmHg.
  • Präparate mit Schlangenwurz, Olivenblätter und Rhododendrenblätter senken des Weiteren den Blutdruck. Hier müssen Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen, denn nur in Einzelfällen empfehlen sich solche Präparate.

Homöopathische Mittel

Mit der Homöopathie bekämpfen Sie die Begleiterscheinungen des Bluthochdrucks. Hier stellt der Therapeut Ihnen genaue Fragen nach Ihrem Befinden, um das richtige Mittel zu wählen. In Frage kommen:

  • Lycopodium D12 bis C6: Sie wirken älter, als Sie sind, haben eine graue Gesichtsfarbe und Ihre Stimmung schwankt schnell. Meistens stellt Ihr Bluthochdruck lediglich einen Teil Ihrer Krankengeschichte dar. Sie leiden zusätzlich unter Gicht, Rheuma oder Leber- und Gallenerkrankungen.
  • Phosphorus: Sie fühlen sich bereits nach einer kleinen Belastung erschöpft, aber körperlich und geistig eigentlich sehr lebhaft. Sie haben Herzklopfen verbunden mit Angstgefühlen, leiden unter Schwindel und Ohnmacht und tendieren zur Herzinsuffizienz.

Rotwurzsalbei hilft!

Seit Jahrhunderten gilt die Wurzel des Rotwurzsalbei (Salvia miltiorrhiza) in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als probates Mittel gegen Bluthochdruck. Unter der chinesischen Bezeichnung Danshen ist sich dieses Mittel seit einigen Jahren im Westen und findet über den Versandhandel reißenden Absatz. Forscher der Medizinischen Hochschule von Newark in New Jersey sahen sich die Inhaltsstoffe des Rotwurzsalbei genauer an. Dabei befanden sie das Tanshinon IIA, das zur Gruppe der Pflanzenenzyme zählt, als wirksam – zumindest in einer Studie mit hochdruckkranken Hamstern. Im Dezember 2006 fassten die Forscher ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift American Journal of Physiology zusammen. Danach senkte das Tanshinon IIA die erhöhten Blutdruckwerte deutlich von 161 (erster Wert) auf durchschnittlich 139 mmHg. Der Wirkstoff erweiterte den Durchmesser der Blutgefäße um bis zu 20 Prozent.

Tipp: Auch wenn diese Tierstudie die uralten praktischen Erfahrungen der TCM bestätigt: TCM-Mittel eignen sich nicht für die Selbstmedikation. Die Präparate sollten genau auf Ihren individuellen Gesundheitszustand zugeschnitten sein. Wenden Sie sich aus diesem Grund immer an einen TCM-Spezialisten.

 

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