Bluthochdruck: Natürliche Blutdrucksenker
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Aber wie nehmen Sie nun reichlich Kalium und Magnesium zu sich? Sie brauchen viel Obst und Gemüse. Die Formel „5 am Tag“ sollten Sie gerade als Bluthochdruckpatient wörtlich nehmen. Natürlich fällt die Umstellung auf so viel „Gesundes“ erst einmal schwer. „Herr Doktor, wann soll ich das denn alles essen“– diese Frage wird mir oft in Seminaren und auch von Ihnen am Telefon gestellt. Dabei ist eine solche Ernährung gar nicht so schwer, wie es den Anschein hat. Sie müssen nur ein kleines bisschen umdisponieren:
Fangen Sie am Morgen an. Trinken Sie zum Frühstück ein großes Glas Frucht- oder Gemüsesaft. Vielleicht schnibbeln Sie sich einige frische Früchte in Ihr Müsli oder in einen Magermilchjogurt?
Gegen 10 oder 11 Uhr ist Zeit für eine Zwischenmahlzeit, z. B. einen Apfel, eine Birne oder Banane, Orangen oder Mandarinen – erlaubt ist, was Ihnen schmeckt.
Zu Mittag empfehle ich Ihnen einen großen Salatteller. Wenn Sie in einer Kantine essen, können Sie auch einmal schauen, ob vegetarisches Essen angeboten wird. Vielleicht schmecken Ihnen ja der Auberginenauflauf oder die Wirsingtaschen.
Am Nachmittag tauschen Sie das Kuchenstück zum Kaffee (auch wenn es Obstkuchen ist) gegen frisches Obst. Kleiner Tipp für den Sommer, den es hoffentlich auch in diesem Jahr wieder geben wird: Obstsalat aus Pfirsichen, Ananas, Birnen, Äpfeln und Trauben erfrischt und schmeckt lecker. Geben Sie einen Spritzer Zitronensaft drüber, dann wird das Obst nicht braun.
Abends können Sie einen kleinen Salat essen, vielleicht aber auch nur ein paar Gurken- und Tomatenscheiben, eventuell noch einmal ein groDf;e Glas Saft. Sie sehen, so einfach decken Sie Ihren täglichen Obst- und Gemüsebedarf – ohne große Anstrengung nehmen Sie blutdrucksenkende Vitalstoffe zu sich.
In nur 2 Wochen können Sie die ersten Erfolge sehen
Die spannende Frage ist natürlich, wie sehr sich Ihr Blutdruck verändert, wenn Sie auf diese natürlichen Blutdrucksenker setzen. Das haben Wissenschaftler in der so genannten DASH-Studie getestet. DASH bedeutet „Dietary Approaches to Stop Hypertension“ (Ernährungsansätze zum Stoppen des Bluthochdrucks). Die neuesten Studienergebnisse wurden im Jahr 2004 veröffentlicht.
Im Rahmen der DASH-Studie wurden 460 Teilnehmern acht Wochen lang bestimmte Mahlzeiten frei Haus geliefert. Eine Gruppe erhielt die typische Nahrung, wie man sie heute eben überwiegend isst, mit viel Fertigprodukten, wenig Obst und Gemüse, aber viel Fett, Wurst und Käse. Die andere Gruppe bekam viel Obst und Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und magere Milchprodukte. Dadurch nahmen diese Teilnehmer viele Biostoffe zu sich.
Das Ergebnis: In der ersten Gruppe tat sich überhaupt nichts. Die Blutdruckwerte blieben konstant zu hoch. In der zweiten Gruppe dagegen wurde der Blutdruck nach nur 14 Tagen deutlich gesenkt und fiel fast in den Normbereich. In der DASH-Studie wurde eine Blutdrucksenkung um 11,4 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch beobachtet.
Eine solche Ernährung wirkt sich aber nicht nur auf Ihren Blutdruck aus. Auf lange Sicht gesehen schützen Sie sich damit vor weiteren Erkrankungen. So ist mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen, dass Sie Ihr Schlaganfallrisiko um bis zu 67 % senken können, wenn Sie ausreichend Kalium zu sich nehmen.