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Bluthochdruck: So senken Sie den Blutdruck auf natürliche Weise

Es gibt einige Wege, um Bluthochdruck auf natürlichem Wege zu bekämpfen. Einer davon ist die Aufnahme von Kalium und Magnesium. Doch wie können Sie reichlich Kalium und Magnesium zu sich nehmen? Dafür benötigen Sie viel Obst und Gemüse. Die Formel „5 am Tag“ sollten Sie gerade als Bluthochdruckpatient wörtlich nehmen. Natürlich fällt die Umstellung auf so viel Gesundes zunächst schwer. Dabei ist eine solche Ernährung nicht so schwer, wie es den Anschein hat. Sie müssen lediglich ein bisschen umdisponieren.

Bluthochdruck natürlich senken© Adobe Stock – anaumenko

Nehmen Sie Bluthochdruck ernst!

Leiden Sie hin und wieder unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel oder Kurzatmigkeit? Dann ist möglicherweise Ihr Blutdruck erhöht. Lassen Sie sich unbedingt von Ihrem Hausarzt untersuchen. Von einer Hypertonie sprechen Ärzte, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, also wenn in mehreren Messungen Ihr systolischer Wert über 140 mmHg und der diastolische Wert über 90 mmHg liegt.

Auf Dauer kann der erhöhte Druck Ihren Gefäßen, Nieren und sogar Ihrem Gehirn schaden. Werden Sie bei Bluthochdruck also aktiv. Mit nur einigen bewusst ausgewählten Lebensmitteln können Sie Ihre Gefäße entlasten.

Tipps für den Tagesablauf

  • Fangen Sie am Morgen an. Trinken Sie zum Frühstück ein großes Glas Frucht- oder Gemüsesaft. Schneiden Sie sich unter Umständen einige frische Früchte in Ihr Müsli oder in einen Magermilchjogurt.
  • Gegen 11 Uhr ist Zeit für eine Zwischenmahlzeit wie einen Apfel, eine Birne oder Banane, Orangen oder Mandarinen. Erlaubt ist alles, was Ihnen schmeckt.
  • Zu Mittag empfiehlt sich ein großer Salatteller. Wenn Sie in einer Kantine essen, schauen Sie einmal, ob diese vegetarisches Essen anbietet. Möglicherweise schmecken Ihnen ja der Auberginenauflauf oder die Wirsingtaschen.
  • Am Nachmittag tauschen Sie das Kuchenstück zum Kaffee (auch wenn es Obstkuchen ist) gegen frisches Obst. Kleiner Tipp für den Sommer: Obstsalat aus Pfirsichen, Ananas, Birnen, Äpfeln und Trauben erfrischt und schmeckt lecker. Geben Sie einen Spritzer Zitronensaft drüber, dann verfärbt sich das Obst nicht braun.
  • Abends essen Sie einen kleinen Salat oder ein paar Gurken- und Tomatenscheiben und unter Umständen ein weiteres Glas Saft.

Sie sehen: So einfach decken Sie Ihren täglichen Obst- und Gemüsebedarf. Ohne große Anstrengung nehmen Sie blutdrucksenkende Vitalstoffe zu sich.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

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Erste Erfolge in zwei Wochen

Aber wie sehr verändert sich Ihr Blutdruck, wenn Sie auf diese natürlichen Blutdrucksenker setzen? Das testeten Wissenschaftler in der DASH-Studie. DASH steht für „Dietary Approaches to Stop Hypertension“ (Ernährungsansätze zum Stoppen des Bluthochdrucks). Die neuesten Studienergebnisse veröffentlichten Forscher im Jahr 2004. Im Rahmen der DASH-Studie lieferte man 460 Teilnehmern acht Wochen lang bestimmte Mahlzeiten frei Haus. Eine Gruppe erhielt die typische heutige Nahrung mit viel Fertigprodukten, wenig Obst und Gemüse, aber viel Fett, Wurst und Käse. Die andere Gruppe bekam Obst und Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und magere Milchprodukte. Dadurch nahmen diese Teilnehmer viele Biostoffe zu sich.

Das Ergebnis: In der ersten Gruppe veränderte sich überhaupt nichts. Die Blutdruckwerte blieben konstant zu hoch. In der zweiten Gruppe sank der Blutdruck nach 14 Tagen deutlich und fiel fast in den Normbereich. In der DASH-Studie beobachtete man eine Blutdrucksenkung um 11,4 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch. Eine solche Ernährung wirkt sich aber nicht nur auf Ihren Blutdruck aus. Auf lange Sicht gesehen schützen Sie sich damit vor weiteren Erkrankungen. So bewiesen mittlerweile zahlreiche Studien, dass Sie Ihr Schlaganfallrisiko mit einer ausreichenden Kaliumversorgung um bis zu 67 Prozent senken.

Natürliche Gegenmittel bei Bluthochdruck

  • Grüner Tee zur Vorbeugung: Mit drei Tassen am Tag senken Sie das Risiko für Bluthochdruck. Darüber hinaus können Sie ihn im akuten Stadium anwenden. Er enthält ein Enzym, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck positiv beeinflusst.
  • Misteltee bewährte sich als natürlicher Blutdrucksenker. Im Gegensatz zu grünem Tee, den Sie in jedem Teeladen erhalten, kaufen Sie Misteltee in der Apotheke.
  • Amerikanische Studien ergaben, dass 500 mg Vitamin C bei einem schwach erhöhten Blutdruck helfen. Der obere Wert fiel um durchschnittlich 13 mmHg.
  • Präparate mit Schlangenwurz, Olivenblätter und Rhododendrenblättern senken des Weiteren den Blutdruck. Hier müssen Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen, denn nur in Einzelfällen empfehlen sich solche Präparate.

Rotwurzsalbei

Seit Jahrhunderten gilt die Wurzel des Rotwurzsalbei (Salvia miltiorrhiza) in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als probates Mittel gegen Bluthochdruck. Unter der chinesischen Bezeichnung Danshen ist sich dieses Mittel seit einigen Jahren im Westen und findet über den Versandhandel reißenden Absatz. Forscher der Medizinischen Hochschule von Newark in New Jersey sahen sich die Inhaltsstoffe des Rotwurzsalbei genauer an.

Dabei befanden sie das Tanshinon IIA, das zur Gruppe der Pflanzenenzyme zählt, als wirksam – zumindest in einer Studie mit hochdruckkranken Hamstern. Im Dezember 2006 fassten die Forscher ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift American Journal of Physiology zusammen. Danach senkte das Tanshinon IIA die erhöhten Blutdruckwerte deutlich von 161 (erster Wert) auf durchschnittlich 139 mmHg. Der Wirkstoff erweiterte den Durchmesser der Blutgefäße um bis zu 20 Prozent. Auch wenn diese Tierstudie die uralten praktischen Erfahrungen der TCM bestätigt: TCM-Mittel eignen sich nicht für die Selbstmedikation. Die Präparate sollten genau auf Ihren individuellen Gesundheitszustand zugeschnitten sein. Wenden Sie sich aus diesem Grund immer an einen TCM-Spezialisten.

Greifen Sie zu blauen Kartoffeln

Wissenschaftler der Universität Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania haben 2011 herausgefunden, wie effektiv blaue Kartoffeln sind: Die Forscher untersuchten 18 Bluthochdruckpatienten, deren Speiseplan um blaue Kartoffeln ergänzt wurde. Die Probanden aßen zweimal täglich sechs bis acht Knollen in der Größe von Golfbällen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Innerhalb eines Monats fiel der diastolisch Blutdruck durchschnittlich um 4,3 Prozent und der systolische Wert um 3,5 Prozent. Die Wissenschaftler erklären den Erfolg mit dem besonders hohen Gehalt an Sekundären Pflanzenstoffen in der blauen Knolle; dazu gehören beispielsweise Carotinoide und Flavonoide.


Essen ohne Kohlenhydrate?

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Sekundäre Pflanzenstoffe unterstützen die Gefäßerweiterung und schützen außerdem vor Gefäßablagerungen. Sie wirken zudem stark antioxidativ. Das heißt, sie fangen schädliche Sauerstoffradikale in Ihrem Körper ab. Diese Sauerstoffradikale sind unter anderem für Alterungsvorgänge mitverantwortlich, auch an und in Ihren Blutbahnen. Verdickungen und Verhärtungen und als Folge Bluthochdruck sind möglich. Mit blauen Kartoffeln, aber auch mit anderen Nahrungsmitteln, die reich an sekundären Pflanzenstoffen sind, lässt sich einem Bluthochdruck also entgegenwirken. Blaue Kartoffeln erhalten Sie in gut sortierten Supermärkten, in Bio-Märkten oder auch bei Gemüsehändlern (z. B. die Sorten „Blaue Elise“, „Herrmanns Blaue“, „Blaue St. Galler“; 1 Kilogramm kostet etwa 3 €).

Ballaststoffe gegen Bluthochdruck

Aber auch helle Kartoffeln sind nützliche Helfer: Die darin enthaltenen Ballaststoffe nämlich reduzieren ebenfalls Ihr Risiko für Bluthochdruck. Das konnten unter anderem Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen zeigen. Die Forscher werteten die Daten von 1404 Bluthochdruckpatienten aus. Insgesamt 24 wissenschaftliche Studien, die zwischen 1966 und 2003 entstanden waren, wurden dafür unter die Lupe genommen.

Untersucht wurde jeweils der Einfluss der Ballaststoffaufnahme auf den Blutdruck. Das Ergebnis überzeugt: Pro etwa 10 Gramm Ballaststoffe täglich konnte der diastolische Blutdruck durchschnittlich um 1,26 mmHg und der systolische Blutdruck um 1,13 mmHg gesenkt werden. Der Grund: Ballaststoffe lassen Ihren Cholesterinspiegel sinken. Damit reduziert sich auch das Risiko für Gefäßablagerungen und das wirkt sich letztendlich positiv auf Ihren Blutdruck aus. Nehmen Sie täglich idealerweise 30 Gramm Ballaststoffe mit der Nahrung zu sich.

Besonders ballaststoffreiche Lebensmittel

  • Früchtemüsli (ohne Zucker): 7,7 g pro 100 g
  • Grünkern, Dinkel: 8,8 g pro 100 g
  • Haferflocken (Vollkorn): 10 g pro 100 g
  • Pumpernickel: 9,3 g pro 100 g
  • Roggenbrot: 6,5 g pro 100 g
  • Weizenkleie: 45,1 g pro 100 g
  • Artischocke: 10,8 g pro 100 g
  • Grünkohl: 4,2 g pro 100 g
  • Rosenkohl: 4,4 g pro 100 g
  • Schwarzwurzel: 18,3 g pro 100 g
  • Kartoffel: 3,1 g pro 100 g
  • Pfirsich, getrocknet: 11,7 g pro 100 g
  • Pflaumen, getrocknet: 18,8 g pro 100 g
  • Bohnen, weiß, reif: 23,2 g pro 100 g
  • Erbsen, reif: 6,6 g pro 100 g
  • Kichererbsen: 15,5 g pro 100 g
  • Erdnusskerne: 11,7 g pro 100 g
  • Haselnusskerne: 8,2 g pro 100 g
  • Kürbiskerne: 8,8 g pro 100 g
  • Linsen: 17 g pro 100 g
  • Pistazienkerne: 10,6 g pro 100 g

Homöopathische Mittel

Mit der Homöopathie bekämpfen Sie die Begleiterscheinungen des Bluthochdrucks. Hier stellt der Therapeut Ihnen genaue Fragen nach Ihrem Befinden, um das richtige Mittel zu wählen. In Frage kommen:

  • Lycopodium D12 bis C6: Sie wirken älter, als Sie sind, haben eine graue Gesichtsfarbe und Ihre Stimmung schwankt schnell. Meistens stellt Ihr Bluthochdruck lediglich einen Teil Ihrer Krankengeschichte dar. Sie leiden zusätzlich unter Gicht, Rheuma oder Leber- und Gallenerkrankungen.
  • Phosphorus: Sie fühlen sich bereits nach einer kleinen Belastung erschöpft, aber körperlich und geistig eigentlich sehr lebhaft. Sie haben Herzklopfen verbunden mit Angstgefühlen, leiden unter Schwindel und Ohnmacht und tendieren zur Herzinsuffizienz.
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