Bluthochdruck: Lässt Gehirn schrumpfen
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Die normalen Alterungsprozesse im Gehirn werden durch Bluthochdruck beschleunigt. Das geht aus einer Langzeitstudie eines deutschamerikanischen Forscherteams hervor, an der auch Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin beteiligt waren.
Die Forscher hatten 72 Erwachsene im Alter zwischen 20 und 77 Jahren im Abstand von 5 Jahren per Kernspintomographie untersucht. Das Ergebnis: Bereits ab Mitte 40 beginnt das Gehirn unabhängig von seiner ursprünglichen Größe bei Männern und Frauen zu schrumpfen. Kommt Bluthochdruck hinzu, wird dieser Prozess beschleunigt – und zwar erstaunlicherweise unabhängig davon, ob der Hochdruck behandelt wird oder nicht.
Besonders betroffen von dem hochdruckbedingten Schrumpfeffekt waren die Gehirnregionen, die für das Gedächtnis zuständig sind, z. B. der Hippocampus, erläuterte Dr. Ulman Lindenberger, einer der Berliner CoAutoren der Studie, im Februar 2005 im Fachjournal Cerebral Cortex. Je länger die Patienten bereits unter Bluthochdruck litten, desto stärker war der Gehirnabbau.
Unser Rat: Kaum ein Volksleiden lässt sich so gut mit natürlichen Maßnahmen in den Griff bekommen wie Bluthochdruck. Neben dem Abbau von Übergewicht, dem Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie einer abwechslungsreichen Frischkost können Ihnen auch Entspannungsverfahren, z. B. Qi Gong, hervorragend helfen, stressbedingten Bluthochdruck zu vermeiden.