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Bluthochdruck und scharfes Essen

Wegen Bluthochdrucks hat Ihnen Ihr Hausarzt empfohlen, beim Essen auf nachträgliches Salzen zu verzichten. Doch gilt diese Empfehlung auch für schärfere Gewürze wie zum Beispiel Pfeffer? Dass eine salzarme Kost bei Bluthochdruck dringend geboten ist, gilt als bekannt. Aber beim Umgang mit Pfeffer herrscht unter Menschen mit Bluthochdruck noch Unsicherheit.

Dabei hat gerade Pfeffer in solchen Fällen durchaus eine vorteilhafte Wirkung. Echter Pfeffer enthält fast kein Natrium – jedenfalls solange es sich um reinen Pfeffer und nicht um pfefferhaltige Gewürzmischungen handelt.

Pfeffer kann bei Bluthochdruck helfen

Das Pfefferkorn ist die Frucht der Pfefferpflanze (Piper nigrum), die in tropischen Gebieten angebaut wird. Echter Pfeffer kommt in Form von schwarzen, weißen oder grünen Körnern auf den Markt. Es gibt auch rosa Pfeffer, der aber aus einer andere Pflanze (Schinus terebinthifolius) gewonnen wird und nichts mit dem echten Pfeffer zu tun hat.

In Bezug auf den Nährwert ergeben ein paar Pfefferkrümel zwar keine nennenswerten Mengen, aber immerhin sind darin Spuren von Ballaststoffen, Eisen, Kalzium und Magnesium enthalten, ebenso wie Vitamine und Antioxidantien. Und bei Menschen mit einem verminderten Geschmacksvermögen steigern Pfeffer und andere Gewürze wieder den Appetit und die Lust am Essen.

Wie Obst und Gemüse Ihren Blutdruck dauerhaft verringern können

Bluthochdruck ist vererbbar – in einigen ganz wenigen Fällen. Die meisten Menschen aber machen sich ihre Probleme mit einem hohen Blutdruck selbst. Fehlende Bewegung ist ein großer Risikofaktor für hohe Werte. Noch schlimmer aber ist die falsche Ernährung. Je nachdem, wie niedrig Ihr Magnesiumspiegel im Blut ist, müssen Sie eventuell zusätzliches Magnesium zu sich nehmen.

Erinnern Sie sich noch an die Ermahnungen aus Kindertagen: „Iss schön dein Gemüse, das ist so gesund!“ Auch wenn Sie es damals nicht hören wollten, dieser Satz ist 100 % richtig. Und wenn Sie auch heute „schön Ihr Gemüse“ essen würden, dann hätten Sie vermutlich keine Probleme mit dem Blutdruck. Leider aber sieht unsere Ernährung heute anders aus. Industrie-Fertignahrung, wohin man blickt, keine frischen Möhren, Kohlrabi und Salate mehr, dafür Tiefkühl- und Tütenkost. Diese hat viele Inhaltsstoffe, vor allem Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Wirklicher Herzschutz, echte Blutdrucksenker sehen anders aus.

2 Stoffe halten Ihren Blutdruck auf niedrigem Niveau

Der heute so beliebten Fertigkost fehlt nämlich meist etwas sehr Entscheidendes: Sie enthält kaum oder gar keine Vitalstoffe. Und damit geht genau das verloren, was Sie für Ihren niedrigen Blutdruck brauchen:

  • Magnesium. Es entspannt Ihre Blutgefäße. So wird der Blutdurchfluss gesteigert, der Blutdruck effektiv gesenkt. Zudem könnte es die Pharma-Industrie arm machen. Sie wissen als Hochdruckpatient, dass Sie einen Kalziumblocker einnehmen müssen. Diese Blocker sind seit 20 Jahren Standard in der Bluthochdruckbehandlung. Magnesium wirkt wie ein natürlicher Kalziumblocker und das Schöne: Es hat keine Nebenwirkungen. Bluthochdruckbehandlung ohne Risiko.
  • Kalium. Eine Kaliumaufnahme führt dazu, dass Sie vermehrt Wasser ausscheiden und sich Ihre Gefäße weiten. So reguliert es ebenfalls deutlich den Blutdruck. Ein Grund übrigens, warum Vegetarier, die viel Kalium zu sich nehmen, kaum hohe Blutdruckwerte aufweisen.

So bauen Sie Ihre natürlichen Blutdrucksenker in Ihren Tagesablauf ein

Aber wie nehmen Sie nun reichlich Kalium und Magnesium zu sich? Sie brauchen viel Obst und Gemüse. Die Formel „5 am Tag“ sollten Sie gerade als Bluthochdruckpatient wörtlich nehmen. Natürlich fällt die Umstellung auf so viel „Gesundes“ erst einmal schwer. „Herr Doktor, wann soll ich das denn alles essen“ – diese Frage wird mir oft in Seminaren gestellt. Dabei ist eine solche Ernährung gar nicht so schwer, wie es den Anschein hat. Sie müssen nur ein kleines bisschen umdisponieren:

  • Fangen Sie am Morgen an. Trinken Sie zum Frühstück ein großes Glas Frucht- oder Gemüsesaft. Vielleicht schnibbeln Sie sich einige frische Früchte in Ihr Müsli oder in einen Magermilchjogurt?
  • Gegen 10 oder 11 Uhr ist Zeit für eine Zwischenmahlzeit, z. B. einen Apfel, eine Birne oder Banane, Orangen oder Mandarinen – erlaubt ist, was Ihnen schmeckt.
  • Zu Mittag empfehle ich Ihnen einen großen Salatteller. Wenn Sie in einer Kantine essen, können Sie auch einmal schauen, ob vegetarisches Essen angeboten wird. Vielleicht schmecken Ihnen ja der Auberginenauflauf oder die Wirsingtaschen.
  • Am Nachmittag tauschen Sie das Kuchenstück zum Kaffee (auch wenn es Obstkuchen ist) gegen frisches Obst. Kleiner Tipp für den Sommer: Obstsalat aus Pfirsichen, Ananas, Birnen, Äpfeln und Trauben erfrischt und schmeckt lecker. Geben Sie einen Spritzer Zitronensaft drüber, dann wird das Obst nicht braun.
  • Abends können Sie einen kleinen Salat essen, vielleicht aber auch nur ein paar Gurken- und Tomatenscheiben, eventuell noch einmal ein großes Glas Saft. Sie sehen, so einfach decken Sie Ihren täglichen Obst- und Gemüsebedarf – ohne große Anstrengung nehmen Sie blutdrucksenkende Vitalstoffe zu sich.

In nur 2 Wochen können Sie die ersten Erfolge sehen

Die spannende Frage ist natürlich, wie sehr sich Ihr Blutdruck verändert, wenn Sie auf diese natürlichen Blutdrucksenker setzen. Das haben Wissenschaftler in der so genannten DASH-Studie getestet. DASH bedeutet „Dietary Approaches to Stop Hypertension“ (Ernährungsansätze zum Stoppen des Bluthochdrucks). Diese Studienergebnisse wurden im Jahr 2004 veröffentlicht. Im Rahmen der DASH-Studie wurden 460 Teilnehmern acht Wochen lang bestimmte Mahlzeiten frei Haus geliefert.

Eine Gruppe erhielt die typische Nahrung, wie man sie heute eben überwiegend isst, mit viel Fertigprodukten, wenig Obst und Gemüse, aber viel Fett, Wurst und Käse. Die andere Gruppe bekam viel Obst und Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und magere Milchprodukte. Dadurch nahmen diese Teilnehmer viele Biostoffe zu sich.

Das Ergebnis: In der ersten Gruppe tat sich überhaupt nichts. Die Blutdruckwerte blieben konstant zu hoch. In der zweiten Gruppe dagegen wurde der Blutdruck nach nur 14 Tagen deutlich gesenkt und fiel fast in den Normbereich. In der DASH-Studie wurde eine Blutdrucksenkung um 11,4 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch beobachtet.

Eine solche Ernährung wirkt sich aber nicht nur auf Ihren Blutdruck aus. Auf lange Sicht gesehen schützen Sie sich damit vor weiteren Erkrankungen. So ist mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen, dass Sie Ihr Schlaganfallrisiko um bis zu 67 % senken können, wenn Sie ausreichend Kalium zu sich nehmen.

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