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Bluthochdruck durch Ernährung natürlich senken

Immer mehr Menschen leiden an Bluthochdruck. Mittlerweile erklärte die WHO das Volksleiden Hypertonie zu einer der größten Gefahren für die Gesundheit. Problematisch ist, dass Bluthochdruck symptomlos verlaufen kann und man ihn in vielen Fällen nur zufällig diagnostiziert. Erst wenn gefährliche Folgeerkrankungen vorliegen, entdeckt man Bluthochdruck als eigentliche Ursache.

Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Erkrankten: Bei den Übersechzigjährigen weist lediglich jeder Vierte einen Blutdruck innerhalb der Normwerte auf. Blutdruckmedikamente gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten in Deutschland. Immerhin geht es um Ihr Herz – und das soll gesund bleiben! Das funktioniert aber nur, wenn Ihr Blutdruck niedrig genug ist. Ist er das nicht, müssen Medikamente her. Dabei ginge es auch ganz einfach und lecker ohne sie. Sie können Ihren Blutdruck nämlich auf den richtigen Wert„herunteressen“.

Bluthochdruck ist in einigen wenigen Fällen vererbbar. Die meisten Menschen machen sich ihre Probleme mit einem hohen Blutdruck selbst. Fehlende Bewegung stellt einen großen Risikofaktor für hohe Werte dar. Noch schlimmer jedoch ist die falsche Ernährung. Je nachdem, wie niedrig Ihr Magnesiumspiegel im Blut ist, müssen Sie eventuell zusätzliches Magnesium zu sich nehmen.

Was ist Bluthochdruck?

Der Blutdruck ist der Druck des Herzens, um das Blut durch alle Blutgefäße zu pumpen. Den höchsten Wert erreicht das Herz beim Zusammenziehen. Das ist der systolische (obere) Wert. Im Anschluss erschlafft das Herz. Das ergibt den diastolischen (unteren) Wert. Daraus folgt, dass man bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte angibt. Man misst den Ruhewert, denn in Phasen von Aufregung und Anstrengung ist der Blutdruck naturgemäß erhöht.

Diese grobe Einteilung ermöglicht eine Einordnung der Werte:

  • 120/80: optimaler Wert
  • bis 139/89: normaler, akzeptabler Wert
  • bis 159/99: leichter Bluthochdruck
  • bis 179/109: mittelschwerer Bluthochdruck
  • über 180/110: schwerer Bluthochdruck

Man unterscheidet zwischen dem primären und sekundären Bluthochdruck. Die primäre Form ist besonders häufig, die sekundäre folgt auf Erkrankungen sowie besondere Lebensumstände, Belastungen oder bestimmte Medikamente.

Die Ursachen für Bluthochdruck

Der Lebensstil hat einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung des Bluthochdrucks. Laut der Deutschen Hochdruckliga sind in Deutschland 35 Millionen Menschen von erhöhtem Blutdruck betroffen. Nicht alle Ursachen sind bekannt. Das liegt daran, dass die erblich bedingte Anfälligkeit eine Rolle spielt. Personen, deren nahe Verwandte unter Hypertonie leiden, sollten ihren Blutdruck regelmäßig überprüfen. Für sie ist besonders wichtig, verstärkende Faktoren auszuschließen, um das Risiko nicht zu erhöhen.

Die bekannten Auslöser:

  • Übergewicht
  • zu wenig Bewegung
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Stress

Liegt bereits die Neigung zu erhöhtem Blutdruck vor, verstärken diese Faktoren die Symptome verstärken und erhöhen die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Des Weiteren droht Diabetes bei solchen Risiken.

Ein Teufelskreis entsteht

Man kann nicht davon ausgehen, dass ein einzelner Risikofaktor die Gefahr für Bluthochdruck deutlich erhöht. Vielmehr sorgt die Summe aller Faktoren für Probleme. Übergewicht stellt nicht zwingend einen Auslöser dar. Tatsächlich ist die Fettverteilung entscheidend. Das höchste Risiko besteht bei einer Fettansammlung am Bauch und an den Hüften. Laut Expertenmeinung ist dieses Risiko leicht messbar.

Der Taillenumfang sollte bei Männern nicht über 102 cm und bei Frauen nicht über 88 cm liegen. Andernfalls besteht ein erhöhtes Risiko für Blutdruckprobleme sowie für einen Herzinfarkt. Dies gilt unabhängig von der Körpergröße. Ein Grund dafür ist, dass das viele Bauchfett einen starken Einfluss auf den Stoffwechsel hat. Des Weiteren ist der Insulinbedarf höher als bei anderen Fettansammlungen wie am Gesäß oder an den Beinen. Eine Umstellung der Ernährung ist in diesem Fall zwingend notwendig.

Hintergrundwissen ist für Patienten wichtig

Die Problematik besteht darin, dass die Faktoren Übergewicht, Mangel an Bewegung, Rauchen, Alkohol und Stress häufig in einer Wechselbeziehung zueinander stehen und sich gegenseitig verstärken. Wer nicht auf die Ernährung achtet, hat in der Regel weniger Lust auf Sport. Rauchen und Sport wirken ebenfalls gegensätzlich. Je mehr Schadstoffe wie Nikotin und Teer der Körper aufnimmt, desto geringer die körperliche Belastbarkeit. Rauchen belastet darüber hinaus die Gefäße, was den Blutdruck erhöht. Alkohol als Mittel gegen Stress löst keine Probleme, senkt aber die Bereitschaft zur Bewegung, verstärkt den Hunger und belastet den Kreislauf. Von allen Faktoren ist die Umstellung der Ernährung am leichtesten umzusetzen. Daher ist das wichtigste Thema für Patienten mit Hypertonie eine gesunde Ernährung.

Auch wenn die Betroffenen Medikamente gegen den Bluthochdruck einnehmen, sollte dieUmstellung der Ernährung ein Thema sein. Für gewöhnlich spricht der Arzt diesen Punkt an und gibt entsprechende Tipps. Probleme können sich ergeben, wenn die Patienten sich ihrer Fehler bei der Ernährung nicht bewusst sind.

Ernährung und Bewegung bei Hypertonie

Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und eine allgemein schlechte Gesundheit stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit Übergewicht. Der BMI gilt als einer der Indikatoren für Übergewicht und weist darauf hin, dass eine gesunde Lebensweise vorzuziehen ist. Der BMI ist jedoch nur ein grober Richtwert, da seine Berechnung weder das Geschlecht noch das Alter oder die Statur einschließt. Männer haben in der Regel einen höheren Anteil an Muskelmasse, weswegen ihr Normalgewicht zwischen 20 und 25 kg/m² liegt. Bei Frauen liegt der Wert für das Normalgewicht zwischen 19 und 24 kg/m². Auch das Alter und die Statur wirken sich auf den körpereigenen Anteil der Muskelmasse aus.

Es ist zum Abnehmen nicht sinnvoll, die Ernährung drastisch einzuschränken. Wer sich schlecht von Gewohnheiten lösen kann, findet einfacher bei einer Selbsthilfegruppe Anschluss, in der eine ausgewogene Ernährung Thema ist. Ziel ist es, die Gesundheit möglichst zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Umstellung der Ernährung beginnt im Kopf und der erste Schritt ist die Entscheidung für eine bessere Gesundheit. Dazu ist gesunde Ernährung die Voraussetzung.

Die Wahl der Lebensmittel

Das grundsätzliche Thema ist die Wahl der Lebensmittel. Salz gehört in geringen Mengen auf den Speiseplan. Alkohol gilt es möglichst zu meiden. Stattdessen ist ein ausgewogenes Verhältnis von Mineralien und Vitaminen wichtig, denn ein Missverhältnis von Kalium und Magnesium beeinflusst den Blutdruck nachteilig.

Viele Menschen leiden unter Mangelsituationen durch die Wahl der falschen Lebensmittel. Bevor Sie Mineralien wie Kalium in hochdosierten Präparaten einnehmen, holen Sie die Meinung eines Arztes ein. Im Zweifel ist es gesünder, Nahrungsmittel mit besonders viel Kalium und Magnesium wie Bananen zu konsumieren.

Gemüse statt Industriefertigkost

Erinnern Sie sich noch an die Ermahnungen aus Kindertagen: „Iss schön dein Gemüse, das ist so gesund!“ Auch wenn Sie es damals nicht hören wollten, dieser Satz stimmt zu 100 Prozent. Wenn Sie auch heute „schön Ihr Gemüse“ essen würden, hätten Sie vermutlich keine Probleme mit dem Blutdruck.

Leider aber sieht unsere Ernährung heute anders aus. Industrie-Fertignahrung, wohin man blickt. Es gibt keine frischen Möhren, Kohlrabi und Salate mehr, dafür Tiefkühl- und Tütenkost. Diese hat viele Inhaltsstoffe, vor allem Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel. Wirklicher Herzschutz und echte Blutdrucksenker sehen anders aus!

Schützen Sie Ihre Familie!

Wenn der Blutdruck ein bekanntes Risiko innerhalb der Familie ist, empfiehlt sich die kritische Betrachtung der Ernährung aller Familienmitglieder. Bei Erkrankung eines Elternteils sind auch die Kinder gefährdet. Sie müssen lernen, dass gesunde Lebensmittel wichtig für die Gesundheit sind und dass Bewegung zum Alltag gehört. Unsichere Eltern bekommen die nötigen Informationen beim Kinderarzt.

Ist die Ernährung in der Schule ein Thema, können Familien das zum Anlass nehmen, mehr für die eigene Gesundheit zu unternehmen. Gemeinsame Aktionen helfen dabei. Um eine bestehende Hypertonie in den Griff zu bekommen, sollte neben der strikten Einnahme der verordneten Medikamente die Einschätzung der gewohnten Speisen auf der Tagesordnung stehen. Auf den Speiseplan gehören vor allem Obst und Gemüse, die positiven Einfluss auf die Blutfette nehmen und Vitamine und Mineralien enthalten.

Lebensmittel zur Umstellung der Ernährung

  • Blumenkohl
  • Äpfel
  • Bananen
  • Birnen
  • Zucchini

Dabei handelt es sich um weißfleischiges Obst und Gemüse, dem man eine besonders positive Wirkung auf das Herz nachsagt. Einseitige Ernährung ist in jedem Fall zu vermeiden. Berücksichtigen Sie Vorlieben, besonders wenn die Umstellung auf gesunde Lebensmittel für die Betroffenen neu ist. Erlauben Sie sich Ausnahmen zur Vermeidung von Resignation, falls sie die Kalorienzufuhr nicht zu deutlich erhöhen. Dazu gehört unter anderem der Verzicht auf Zucker. Die meisten Menschen besitzen eine Vorliebe für eine bestimmte Geschmacksrichtung. Diese besteht in einem Hang zu süßen, salzigen, scharfen oder würzigen Gerichten. Es ist durchaus möglich, Lebensmittel gesund zu würzen und einen überzeugenden Geschmack zu erhalten. Mit der Zeit kehrt das gesunde Empfinden zurück.

Wissenschaftler des Imperial College in London fanden heraus, dass sich pflanzliche Eiweiße (Proteine) positiv auf den Blutdruck auswirken. Wie das American Journal of Epidemiology 2005 berichtete, werteten die Forscher die Daten von 5.000 Menschen aus, die sich weltweit in China, Japan, Europa und den USA an der Studie beteiligten. Danach hatten diejenigen mit vielen pflanzlichen Proteinen einen um durchschnittlich 4 mmHg niedrigeren Blutdruck (bezogen auf den „oberen“ systolischen Wert) als diejenigen, die wenig Gemüse verzehrten. Reich an pflanzlichen Eiweißen sind vor allem Hülsenfrüchte wie Bohnen, Soja, Erbsen, Linsen oder Erdnüsse.

Wie kann man das Risiko einschränken?

Bei vorliegenden Erkrankungen ist des Weiteren der Arzt gefordert, die Suche nach den Ursachen für den Bluthochdruck zu forcieren, um die Gefahr von Folgeerkrankungen zu reduzieren.

Die ersten Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos:

  • wenig Fleisch und Wurst essen
  • ausreichend Wasser trinken
  • Alkohol und Nikotin meiden
  • Obst und Gemüse bei jeder Mahlzeit einbauen
  • Kochsalz stark reduzieren
  • Werte regelmäßig kontrollieren

Bei der Ernährung auf Fleisch, Süßigkeiten und fettige Snacks zu verzichten, fällt den meisten Menschen besonders schwer. Dazu gehören weiterhin Gerichte, die viel Cholesterin enthalten und die Gefäße schädigen können. Einige Ärzte erklären, dass der erste Kommentar vieler Patienten auf diese Maßgaben ernüchternd ausfällt. Sie trauen sich eine Umstellung für ein gesünderes Leben nicht zu. Gesünder zu kochen und zu essen empfinden sie als Einschränkung ihrer persönlichen Lebensweise. In solchen Fällen hilft die Krankenkasse. Der Arzt übermittelt die Daten und empfiehlt die Teilnahme an Ernährungskursen oder Kuren.

Warum eigenes Kochen bei Bluthochdruck so wichtig ist

Die falsche Ernährung gilt als eine der wichtigsten Ursachen für Bluthochdruck. Das beweisen Erhebungen, aus denen dieser Zusammenhang hervorgeht. Statt frisch zubereiteter Mahlzeiten mit bewusst ausgewählten Zutaten steht bei vielen Familien Fertigessen auf dem Tisch. Darüber hinaus erfreut sich Fast Food großer Beliebtheit.

Dass diese Lebensmittel zu viel Fett enthalten und mit zu viel Salz gewürzt sind, muss Betroffenen mit hohem Blutdruck bewusst sein. Des Weiteren fällt die Menge der Vitalstoffe in industriell hergestellter Nahrung oftmals zu niedrig aus. Im Ergebnis fehlt es den Konsumenten ausgerechnet an Magnesium und Kalium, die für die Herzgesundheit unverzichtbar sind. Der mineralische Gegenspieler Kalium hält die unerwünschten Wirkungen des Kochsalzes in Schach. Würzen Sie am Tisch lieber mit Kräutern und salzarmen Gewürzmischungen.

In industrieller Fertignahrung, Wurst, Käse und fertigen Würzmixen versteckt sich viel Salz, deshalb kochen Sie selbst mit frischen Zutaten. Meiden Sie gepökelte, gesalzene und geräucherte Fisch- und Fleischwaren. Essen Sie statt Salzgebäck und Salznüssen lieber Obst- oder Gemüseschnitze.

Zwei Stoffe halten den Blutdruck auf niedrigem Niveau

Der heute so beliebten Fertigkost fehlt nämlich etwas sehr Entscheidendes: Sie enthält kaum oder gar keine Vitalstoffe. Und damit geht genau das verloren, was Sie für Ihren niedrigen Blutdruck benötigen:

  • Magnesium: Es entspannt Ihre Blutgefäße. Durch diese Tatsache steigt der Blutdurchfluss und der Blutdruck sinkt effektiv. Darüber hinaus könnte es die Pharma-Industrie arm machen. Sie wissen als Hochdruckpatient, dass Sie einen Kalziumblocker einnehmen müssen. Diese Blocker sind seit 20 Jahren Standard in der Bluthochdruckbehandlung. Magnesium wirkt wie ein natürlicher Kalziumblocker. Das Schöne: Es hat keine Nebenwirkungen. Bluthochdruckbehandlung ohne Risiko!
  • Kalium: Die Kaliumaufnahme führt dazu, dass Sie vermehrt Wasser ausscheiden und sich Ihre Gefäße weiten. Auf die Weise reguliert es ebenfalls deutlich den Blutdruck. Ein weiterer Grund, warum Vegetarier mit einer automatisch kaliumreichen Ernährung kaum hohe Blutdruckwerte aufweisen.

Abwechslungsreich ernähren und viel bewegen!

Forscher stellten fest, dass eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Magnesium mit der Ernährung eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Es geht dabei weniger um speziell blutdrucksenkende Lebensmittel als vielmehr um das Zusammenspiel vieler günstiger Lebensmittel, die für eine Ernährung bei Bluthochdruck eine Rolle spielen. Eine Bluthochdruck-Ernährung enthält im besten Fall viel Obst und Gemüse. Damit sorgen Sie für eine ausreichende Zufuhr an Magnesium, Kalium und Kalzium. Günstiger Begleiteffekt bei dieser Bluthochdruck-Ernährung ist, dass sie automatisch salz- und kalorienarm ist.

Neuere Studien zeigten, dass es effektiver ist, die gesamte Ernährung danach auszurichten, als isoliert einzelne blutdrucksenkende Lebensmittel oder Nährstoffe zu sich zu nehmen. Zu einer Ernährung bei Blutdruck gehören unbedingt ein aktives Bewegungsprofil sowie eine ausgeglichene psychische Verfassung. Weiter fand man heraus, dass eine zu geringe Kaliumaufnahme mit der Nahrung sowie exzessiver Alkoholgenuss weitaus häufiger den Blutdruck in die Höhe treibt als ein zu hoher Salzkonsum.

Welche Speisen meiden Sie besser mit Bluthochdruck?

Wer gesund leben möchte, muss sich mit der Ernährung auseinandersetzen. Möglicherweise empfindet man das in der Übergangsphase als unbequem. Folgende Nahrungsmittel und Zusätze sollten Patienten mit Bluthochdruck nicht konsumieren:

  • Geschmacksverstärker
  • gezuckerte Getränke
  • gewürzte und fettige Snacks
  • natriumreiches Wasser
  • fettreiche Soßen

Zu einer gesunden Ernährung gehört das eigene Würzen der Gerichte. Bei der Zubereitung lässt sich darüber hinaus einiges für ein gesundes Herz leisten. Statt das Essen in Fett oder Öl anzubraten, gelingen zahlreiche Rezepte im Backofen sehr gut.

Soßen enthalten meist viel Fett. Wer nicht auf sie verzichten will, kann sich mit einer Gemüsebrühe behelfen, die Sie möglichst selbst kochen. Gesundes Essen mit wenig Cholesterin gehört zu den klassischen Ernährungstipps bei Hypertonie. Wer gerne isst, sollte sich die Zeit für die Zubereitung und das Essen nehmen. In der Umgewöhnungszeit fällt das etwas schwer, verbessert sich jedoch mit zunehmender Routine.

Die Tatsache, dass Vegetarier im Durchschnitt einen um 4 mmHG niedrigeren Blutdruck haben als überzeugte Fleischesser, ist ein Anreiz zur Reduzierung von Fleisch. Stattdessen gehört fettarmer Fisch auf den Speiseplan. Lachs, Makrele und Kabeljau helfen sogar bei der Senkung des Cholesterins. Als Beilage passen Kartoffeln, die ebenfalls als natürliche Blutdrucksenker gelten. Reichlich frisches Obst gilt darüber hinaus als wichtiges Lebensmittel bei Hypertonie. Mit seiner Hilfe reduzieren Sie bestehendes Übergewicht leichter, was wiederum der latenten Gefahr des Diabetes entgegenwirkt.

Wirkung von Salz im Körper

Eine Reduktion der Salzzufuhr wirkt sich positiv auf Ihren Blutdruck aus. Weil Natrium (ein Bestandteil des Kochsalzes) die Eigenschaft besitzt, Wasser an sich zu binden, steigt mit höherem Natriumgehalt des Körpers das Blutvolumen und gleichzeitig der Druck in den Blutgefäßen. Die Nieren vieler Hypertoniker scheiden Salz nicht mehr richtig aus, wodurch der Körper zu viel Flüssigkeit speichert. Bekannt ist inzwischen auch, dass manche Menschen aufgrund ihrer genetischen Disposition empfindlich auf Salz reagieren. Dazu zählen auch Menschen mit normalem Blutdruck.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt sechs Gramm täglich als maximalen Richtwert für die Salzaufnahme. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Dieses Tagesquantum erreichen Sie bereits, wenn Sie Ihr selbst gekochtes Essen mit einem bis zwei Gramm salzen.

Salz und Übergewicht als Ursachen?

Früher machte man das Salz im Essen allein für die Erhöhung des Blutdruckes verantwortlich. In der Folge verordneten die Ärzte als Therapie grundsätzlich eine streng natriumarme Bluthochdruck-Ernährung. Heute weiß man, dass lediglich ein Teil der an Bluthochdruck leidenden Menschen salzsensitiv sind. Das bedeutet, sie reagieren bei hohem Salzkonsum mit einem Anstieg des Blutdrucks. Bei dem Rest der Bluthochdruckpatienten nimmt man kaum oder sehr geringe Veränderungen wahr.

In der Regel ist der Körper erfolgreich bestrebt, den Natriumspiegel im Blut stets innerhalb enger Toleranzgrenzen konstant zu halten. Nimmt man zu viel Salz auf, geht es gleich über den Urin aus dem Körper hinaus. Auf diese Weise wirkt eine natriumarme Bluthochdruck-Ernährung nur für einen Teil der Erkrankten lindernd. In Fällen von starkem Übergewicht empfiehlt sich eine gewichtsreduzierende Ernährung bei Bluthochdruck. Bevor es jedoch an eine gezielte Ernährung bei Bluthochdruck geht, sollten Sie auf jeden Fall zuvor die Ursache ärztlich abklären.

Warum auf Salz verzichten?

Bluthochdruck bezeichnet man als „silent killer“ (stiller Mörder). Der schleichende Verlauf bringt Menschen in lebensbedrohliche Situationen, denen mit einer angepassten Ernährung gut auszuweichen ist. Der vielfach geforderte Verzicht auf Salz bedeutet nicht, dass sich Hypertoniepatienten ohne Kochsalz ernähren sollen. Im Gegenteil: Salz ist lebensnotwendig und in geringen Mengen nicht gefährlich. Es ist in vielen Nahrungsmitteln natürlicherweise vorhanden. Zu vermeiden ist aus diesem Grund das Nachsalzen. Ein gesunder Organismus scheidet das Salz über die Nieren aus. Das ist bei Herzpatienten nicht immer der Fall.

Das Max-Planck-Institut identifizierte im Zuge eines Forschungsprojekts zu hohem Blutdruck bei den Betroffenen einen Gendefekt, der die normale Salz- und Wasserausscheidung behindert. Im Ergebnis führt das zu einem Blutdruckanstieg. Weniger Salz in der Ernährung gilt aus dem Grund als unbedingt zu beachtender Tipp für Patienten mit Bluthochdruck. Die Umstellung fällt nicht allzu schwer: Der Geschmacksinn passt sich in der Regel schnell an.

Mit einer Umstellung der Ernährung reagiert der Gaumen auf weniger gesalzene Speisen bald sensibler. Dieser Umstand hilft darüber hinaus beim Abnehmen. Eine einseitige Diät stellt für die meisten Herzpatienten keine Lösung dar. Eine grundlegende und dauerhafte Ernährungsumstellung gilt als eigentliches Ziel für ein gesundes Leben.

Sport für Menschen mit hohem Blutdruck

Mit den richtigen Lebensmitteln fällt das Abnehmen leicht. Wenn die Pfunde purzeln, kehrt die Freude an der Bewegung zurück. Dann scheint der Aufzug weniger attraktiv, denn über die Treppe geht es schneller und ist eine gesunde Entscheidung für Ihr Herz. Bewegung sollte genauso Teil der Freizeit sein. Ob Fitnessstudio, Sportverein oder zusammen mit Freunden oder Familie: wichtig ist nur, dass Sport einen Teil des Lebens darstellt. Die Gesundheit dankt es und die Gefahr der Hypertonie lässt sich auf diese Weise auch bei noch nicht erkrankten, aber gefährdeten Personen bannen.

Wer ernsthaft mit Bluthochdruck zu kämpfen hat, spricht den Sport in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt ab. Er stellt die Informationen zusammen, die für die Wahl der Bewegungsform wichtig sind. Dazu gehören die Dauer der Belastung und eventuell der Aufbau des Trainings.

Bei vorliegenden Schädigungen von Herz und Kreislauf bleibt die Bewegung unter fachlicher Betreuung, wie sie Kliniken oder physiotherapeutische Praxen bieten. Während des Trainings überwacht man hier den Patienten zur Minimierung des Risikos. Eine weitere Möglichkeit sind Herzsportgruppen, wie sie viele Vereine anbieten. Der Trainer verfügt über eine entsprechende Ausbildung und stellt die Übungen so zusammen, dass eine Überlastung trotz Hypertonie ausgeschlossen ist. Natürlich sorgen weiterhin Spaziergänge an der frischen Luft dafür, dass sich die Gesundheit weiter verbessert.

Einfacher Einstieg über die Kur

Professionelle Unterstützung erhalten Patienten mit Bluthochdruck und Problemen bei der Ernährung darüber hinaus in Kuren. Viele Kuren kombiniert man mit Kursen, in denen die Teilnehmer mehr über gesunde Lebensmittel erfahren und Informationen über mögliche Medikamente bekommen.

Bei den zusätzlichen Angeboten gibt es Tipps gegen das Rauchen, den Genuss von Alkohol und zur Stressvermeidung. Entspannungsübungen gehören zum Tagesprogramm und wechseln sich mit Sport ab.

Des Weiteren ergibt sich die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Patienten, die an Bluthochdruck erkrankt sind. Die Krankenkassen bezuschussen solche Kuren im Bedarfsfall. Sie können sie jedoch genauso als Halbtagsangebote in vielen Kurorten mit dem Urlaub kombinieren. Ist der gesunde Blutdruck das wichtigste Ziel, ist der Ansporn größer, die neuen Gewohnheiten beizubehalten.

Unterstützende Ernährung: Tagesbeispiel

  • Frühstück: Vollkornbrot mit Hüttenkäse, Tomaten, Knoblauchscheibchen und Basilikum belegt; dazu einen Milchkaffee, grünen Tee oder ein Glas Milch
  • Mittagessen: Blumenkohl-Kartoffelgratin und als Beilage ein frischer Blattsalat mit Joghurt-Knoblauch-Dressing
  • Abendessen: kurz gebratener Seelachs mit Walnusskruste und gebackene Kürbisspalten; zum Nachtisch ein Schälchen frische Erdbeeren

Einige Nahrungsmittel sollen wohl blutdrucksenkend sein. Bestimmt schadet es aus dem Grund nicht, blutdrucksenkende Lebensmittel regelmäßig in den Ernährungsplan einzubauen. Dazu gehören zum Beispiel Knoblauch, Zimt, Bohnen, Kürbis, Papaya, Erdbeeren und Pflaumen.

Eine betont pflanzenreiche Kost mit wertvollen Fetten senkt unter Umständen den Bluthochdruck mit der Zeit. Die Empfehlung für eine Ernährung bei Bluthochdruck ähnelt der köstlichen und gesunden Mittelmeer-Diät.

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