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Wissenswertes zum Thema Bluthochdruck

Inhaltsverzeichnis:

  1. Definition Bluthochdruck
  2. Blutdruckmessung und Normwerte
  3. Symptome und Folgen
  4. Stress als Gefahrenquelle
  5. Wie viel Kaffee können Sie bei Bluthochdruck trinken?
  6. 5 Ammenmärchen über Bluthochdruck
  7. Ausleitungsverfahren helfen gegen Bluthochdruck
  8. Verbessern Sie Ihren Blutdruck im Schlaf
  9. Strategien gegen einen hohen Blutdruck
  10. Blutdruckmedikamente: Gesunder Lebensstil nötig
  11. Messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig

Der Blutdruck ist die Kraft, mit der das fließende Blut gegen die Arterienwände drückt. Die Stärke hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie von der Schlagfolge des Herzens und der Größe des Schlagvolumens.

Der andere wichtige Faktor ist der Widerstand, der dem Blutfluss entgegen steht. Je dicker die Gefäßwände oder je verengter die Arterien sind, umso höher ist der Widerstand.

Darüber hinaus spielt die Elastizität Ihrer Arterien eine Rolle. Je geringer die Dehnbarkeit, also je starrer und fester die Gefäße, desto höher ist der Widerstand. Beim Bluthochdruck steigt der Druck auf die Arterienwände.

Dadurch können diese Risse bekommen, vernarben, versteifen und an Elastizität verlieren.

Blutdruck messen - Nahaufnahme© Richard Villalon – Fotolia

Definition Bluthochdruck

Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie, Hypertonie, Hypertonus, Hypertension) beschreibt eine chronische Erhöhung des arteriellen Blutdrucks. Die WHO definiert einen systolischen Blutdruck von mindestens 140 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) oder einen diastolischen Blutdruck von mindestens 90 mmHg als Bluthochdruck.

Eine vorrübergehende Erhöhung des Blutdrucks, beispielsweise durch Schwangerschaft, eine akute Erkrankung oder Medikamentengabe, wertet die WHO nicht als Bluthochdruck.

Wenn Sie unter Diabetes oder einer Nierenerkrankung leiden, können auch andere Referenzwerte für Bluthochdruck herangezogen werden. Er tritt in den meisten Fällen als primäre Hypertonie auf, das bedeutet, dass er nicht die Folge einer anderen Grunderkrankung ist.

Etwa zehn Prozent aller Patienten leiden an sekundärer Hypertonie, die bestimmte Erkrankungen der Niere oder Schilddrüse verursachen. Behandelt man in diesem Falle die vorliegende Erkrankung, reguliert sich der Blutdruck meist von selbst.

Blutdruckmessung und Normwerte

Man misst den Blutdruck mit einem Sphygmomanometer (Blutdruckmessgerät), der aus einer Blutdruckmanschette und einem Druckventil besteht. Der Blutdruck drückt sich in Millimeter Quecksilbersäule aus.

Das gibt an, wie viel Millimeter der Blutdruck eine Säule Quecksilber anheben würde. Eine Messung besteht aus zwei Werten: Beim ersten Wert misst man den Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht (systolischer Blutdruck).

Beim zweiten misst man den Druck zwischen den Herzschlägen bzw. wenn das Herz sich entspannt und Blut in die Herzkammern strömt (diastolischer Blutdruck). Ein typischer Normalbefund ist 120/80 mmHg.

Die Definition der Normalwerte geschieht in Deutschland in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein systolischer Druck unterhalb von 120 mm Hg und ein diastolischer Wert unter 80 mm Hg gelten als normal.

Erhöhter Blutdruck liegt zwischen den Normalwerten und der Hypertonie, also bei einem systolischen Druck von 120 bis 139 mm Hg und einem diastolischen Druck von 80 bis 89 mm Hg.

Obwohl dieser Zustand streng genommen kein Bluthochdruck ist, gilt er dennoch als nicht wünschenswert. Je höher Ihre systolischen oder diastolischen Werte innerhalb dieser Vorstufe von Bluthochdruck sind, desto höher sind Ihre Risiken für Herz- und Kreislaufkrankheiten.

Das gilt besonders, wenn Sie an Diabetes oder chronischer Niereninsuffizienz leiden. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts in Berlin hat jeder zweite Erwachsene zwischen 35 und 64 Jahren Blutdruckwerte über 140 zu 90, die als Schwelle für eine Behandlung gelten.

Überblick: Verschiedene Stadien des Bluthochdrucks

ZustandSystolisch (höchster Wert)Diastolisch (niedrigster Wert)Was ist zu tun?
NormalNiedriger als 130Niedriger als 85Erneute Überprüfung in zwei Jahren
Leicht erhöht130 bis 13985 bis 89Erneute Überprüfung in einem Jahr
Hypertonie
Stufe 1140 bis 15990 bis 99Innerhalb von zwei Monaten Kontrolle durch Arzt
Stufe 2160 bis 179100 bis 109Innerhalb von einem Monat Kontrolle durch Arzt
Stufe 3180 bis 209110 bis 119Innerhalb von einer Woche Arzt aufsuchen
Stufe 4210 oder höher120 oder höherSofort Arzt aufsuchen

Man ermittelt den Blutdruck anhand der Durchschnittswerte von zwei oder mehreren Messungen, die man bei zwei Arztbesuchen und zusätzlich zur Erstuntersuchung durchführte (Quelle: Fünfter Bericht des Joint National Committee zur Feststellung, Auswertung und Behandlung von Hochdruck, Archives of Internal Medicine, 25. Januar 1993).

Symptome und Folgen

Bluthochdruck verursacht zu Beginn kaum Beschwerden, die Folgen für den Körper können jedoch verheerend sein. Er belastet das Herz, verengt die Gefäße, steigert das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden und kann die Augen schädigen.

Hinweis auf Bluthochdruck können Schwindel, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nervosität und ein unruhiger Schlaf sein. Die Diagnose stellt der Arzt durch wiederholtes Messen des Blutdrucks. Zur Therapie stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung.

Ergänzend sollte der Patient auf eine gesunde Lebensweise achten: eine ausgewogene, salzarme Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Gewicht sowie der maßvolle Umgang mit Alkohol und Nikotin.

Frauen sind deutlich stärker gefährdet

Bluthochdruck schadet gleichermaßen den Herzen von Männern und Frauen. Allerdings kommt es bei Frauen schneller und zu schwerwiegenderen Folgen als bei Männern. Erkennbar ist dies zum Beispiel daran, dass Herzinfarkte inzwischen eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen ist. Bei Männern dagegen verringern sich die Sterbefälle durch Herzinfarkt in den letzten 30 Jahren immer weiter.

Wissenschaftler der amerikanischen Herzgesellschaft haben sich nun damit befasst, wie gefährlich Bluthochdruck für Frauen ist. Dazu untersuchten sie mehrere hundert Männer und Frauen, die zwar weitgehend gesund waren bis auf die Tatsache, dass sie unter unbehandeltem Bluthochdruck litten.

Die Forscher führten Tests durch, um bestimmte Werte, die mit dem hohen Blutdruck zusammenhängen, zu kontrollieren. So befassten sie sich auch mit Gefäß- und Herzgesundheit.

Dabei entdeckten sie, dass hoher Blutdruck bei Frauen deutlich häufiger zu schweren Folgen führt als bei Männern. So kommt es zu bis zu 40 Prozent mehr Schäden am Herz und an den Gefäßen. Die Forscher weisen aus diesem Grund darauf hin, dass die eigentliche Lehrmeinung, Bluthochdruck müsse bei Männern und Frauen gleich behandelt werden, nicht mehr gelten darf.

Vielmehr müsse bei Frauen ein zu hoher Blutdruck schneller und nachhaltiger gesenkt werden, um schwere Schäden zu vermeiden.

Arzt misst Blutdruck bei Patient© Gina Sanders – Fotolia

Bluthochdruck schwächt das Gedächtnis

Bluthochdruck ist eine der führenden Ursachen für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und für einen vorzeitigen Tod. Viele Bundesbürger kennen ihre Blutdruckwerte nicht.

Wissenschaftler der Indiana University School of Medicine haben herausgefunden, dass Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, oft auch mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen haben.

Die Forscher hatten medizinische Daten von 24.000 Menschen analysiert, die an der Reasons for Geographic and Racial Differences in Stroke (REGARDS)-Studie teilgenommen hatten. Keiner von ihnen litt zu Beginn der Studie unter Gedächtnisproblemen.

Den Wissenschaftlern lagen die Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risikofaktoren der Teilnehmer vor, also zum Beispiel, ob sie unter einer Diabetes-Erkrankung oder erhöhtem Blutdruck litten. Zudem wurden die Gedächtnisfähigkeiten immer wieder untersucht.

Im Studienzeitraum verschlechterte sich bei über 1900 Teilnehmern die Gedächtnisleistung. Zunächst fiel den Forschern auf, dass diese bei vielen der Betroffenen im Zusammenhang mit einer Vergrößerung des Herzmuskels stand.

Es zeigte sich, dass sie zudem einen erhöhten Blutdruck aufwiesen: Ein Anstieg des systolischen, also des maximalen Wertes, um 10 mmHg hatte eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung um 4 Prozent zur Folge. Schon aus diesem Grund, so empfehlen die Forscher, sollte hoher Blutdruck frühzeitig behandelt bzw. verhindert werden.

Stress als Gefahrenquelle

Auf einer Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim wurde eine Studie vorgestellt, die einen Zusammenhang zwischen traumatischen Erlebnissen und Bluthochdruck aufdeckte.

Die Forscher hatten bei der Untersuchung von Bluthochdruckpatienten festgestellt, dass ein erheblich höherer Prozentsatz von ihnen eine traumatische Belastungsstörung aufwies als die Allgemeinbevölkerung.

Eine solche Belastung entsteht nach schlimmen Erlebnissen wie einem schweren Unfall, einer Trennung oder dem Tod eines geliebten Menschen. Die Forscher meinen nun, dass durch die schwere seelische Belastung der aktivierende Teil des nicht vom Willen beeinflussbaren Nervensystems (Sympathikus) chronisch überaktiv ist, was zu Dauerstress führt und dadurch den hohen Blutdruck auslöst.

Da Stress auch von der Deutschen Hochdruckliga als einer der größten Risikofaktoren für Bluthochdruck gewertet wird, sollten Sie unbedingt gegensteuern, falls Sie auch davon betroffen sind.

Haben Sie zum Beispiel ein schmerzliches Erlebnis wie eine etwa Scheidung nicht verarbeitet, sollten Sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Häufig reichen schon ein paar Stunden Gesprächstherapie aus, um die stressauslösende Belastung zu reduzieren.

Dem ganz normalen Stress, der im oftmals zu hektischen Alltags- und Berufsleben entsteht, kann man nicht immer aus dem Weg gehen. Sorgen Sie jedoch unbedingt für ein entspannendes Gleichgewicht.

Am besten ist es hier natürlich, wenn Sie ein Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung beherrschen. Falls nicht, sind auch schon kleine Ruheinseln wie ein entspannendes Vollbad, ein Viertelstündchen Auszeit in einem Park oder ein genüsslicher Capuccino in einem Straßencafé ein guter Ausgleich.

Sekundäre Hypertonie

Normalerweise hat Bluthochdruck keine nachweisbare Ursache. Dann nennen ihn Mediziner essentiellen oder primären Bluthochdruck. Diese Erkrankungsform entwickelt sich normalerweise über mehrere Jahre hinweg.

Sekundärer Bluthochdruck wird im Gegensatz dazu durch eine organische Ursache hervorgerufen. Er ist weitaus weniger verbreitet und betrifft nur eine geringe Prozentzahl von Menschen. Er entwickelt sich normalerweise ziemlich schnell und die Blutdruckwerte liegen bei dieser Erkrankungsform häufig höher als beim essentiellen Bluthochdruck.

Bei beiden Arten von Bluthochdruck ist es wichtig, die Blutdruckwerte zu kontrollieren, damit keine weiteren Gesundheitsprobleme entstehen.

Manchmal wird sekundärer Bluthochdruck durch bestimmte Medikamente oder pflanzliche Nahrungsmittelzusätze verursacht. Frei verkäufliche Erkältungsmedikamente, abschwellende Mittel für die Nasenschleimhäute oder Appetithemmer, die den Wirkstoff Pseudoephedrin enthalten, können die Blutdruckwerte verschlechtern.

Auch verschreibungspflichtige Arzneien wie beispielsweise der Wirkstoff Sibutramin, Steroide und andere Medikamente erhöhen möglicherweise den Blutdruck.

Zudem tragen Schmerzen, akuter Stress sowie Alkohol-, Tabak- oder Koffeingenuss zu einer Blutdruckerhöhung bei. Als weitere Ursache kommt außerdem eine zugrunde liegende Erkrankung in Frage.

Gutartige Tumore häufig schuld

Schuld können dann zum Beispiel das Cushing-Syndrom sein, bei dem ein gutartige Tumor vorliegt, der unter anderem in Hirnanhangsdrüse oder Niebenniere beheimatet sind.

Doch auch das Conn-Syndrom, bei dem ebenfalls ein Tumor in den Nebennieren vorliegt, lässt die Werte ansteigen. Der Vorteil: Werden diese primären, ursächlichen Erkrankungen geheilt, dann verschwindet auch der Bluthochdruck wieder und normalisiert sich.

Den organischen Ursachen auf der Spur

Eine plötzliche Erhöhung des Blutdrucks kann durch eine Reihe von Erkrankungen hervorgerufen werden. Dazu zählen auch die Schlafapnoe und Nierenleiden. Eine der häufigsten Ursache für die sekundäre Hypertonie ist eine verminderte Nierenfunktion.

Zu den normalen Aufgaben der Nieren gehört es, den Blutdruck zu kontrollieren. Sie können jedoch sowohl durch primären Bluthochdruck als auch durch eine Nierenerkrankung derart geschädigt werden, dass dadurch der Blutdruck noch mehr ansteigt.

Die renovaskuläre Hypertonie

Bei dieser Erkrankung ist die Nierenarterie verengt; das große Gefäß, das die Nieren mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Dadurch wird die betroffene Niere schlechter durchblutet. Bei älteren Erwachsenen ist die renovaskuläre Hypertonie normalerweise mit der Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Arterien verknüpft.

Mediziner nennen diesen Zustand Arteriosklerose. Die Verengung der Nierenarterie kann zu einer chronischen Niereninsuffizienz und Bluthochdruck führen.

Letzterer hat normalerweise keine Symptome. In schwerwiegenden Fällen fühlen sich die Betroffenen müde, verwirrt, ihnen wird übel und sie müssen erbrechen oder sie haben Schmerzen im Brustkorb, sind kurzatmig und haben Probleme mit dem Sehen.

Ein Arzt kann Bluthochdruck unter anderem durch eine engmaschige Kontrolle sowie verschiedene Medikamente behandeln. Unter Umständen wird eine Ballonkatheterangioplastie durchgeführt, bei der die Gefäße mittels eines aufblasbaren Ballons aufgedehnt werden.

Dabei kann gleichzeitig ein Stent (netz- oder spiralförmiges Metallstück) in die Arterie eingesetzt werden, um sie dauerhaft offen zu halten. Operationen, bei denen die zerstörte oder verengte Arterie entfernt oder mit einem Bypass umgangen wird, sind weniger häufig.

Renovaskuläre Hypertonie kann auch durch fibromuskuläre Dysplasie hervorgerufen werden, insbesondere bei jungen Frauen. Bei dieser Krankheit verdicken sich die Wände der Arterien, auch die der Nierenarterie, aus unbekannten Gründen.

Das Phäochromozytom

Dabei handelt es sich um einen seltenen, normalerweise gutartigen Tumor, der sich im Inneren der Nebennieren in deren Mark bildet. Er kann eine ernst zu nehmende Blutdruckerhöhung auslösen, indem er die Produktion bestimmter Nebennierenhormone (Catecholamine) erhöht.

Zu den plötzlich auftretenden Symptomen gehören Herzklopfen, heftiges Schwitzen, starke Kopfschmerzen und extreme Furcht oder Angstgefühle.

Eine plötzliche Freisetzung des Hormons Adrenalin (Epinephrin) und des nah verwandten Catecholamins (spontan, durch eine Verletzung, bei einer OP oder unter Narkose) kann lebensbedrohlich sein, wenn sie nicht erkannt wird.

Dieser Effekt kann medikamentös unterdrückt werden. Mediziner behandeln ein Phäochromozytom, indem sie die Produktion des Nebennierenhormons Catecholamin medikamentös unterdrücken. Falls möglich, werden sie versuchen, den Tumor zu entfernen.

Anderenfalls werden sie zusätzlich zur Chemotherapie, Bestrahlungen und der Verordnung von Medikamenten, die den Blutdruck kontrollieren, Methoden anwenden, die das Tumorwachstum hemmen

Hyperaldosteronismus (primärer Aldosteronismus)

Bei dieser Erkrankung schütten eine oder beide Nebennieren das Hormon Aldosteron im Übermaß aus. Die Krankheit kann durch einen Tumor in der äußeren Rinde der Nebenniere verursacht werden oder durch eine Überaktivität der Drüse infolge vonvermehrtem Zellwachstum (Hyperplasie).

Wird zu viel Aldosteron ausgeschüttet, so werden Natrium und Wasser im Körper zurückgehalten. Überdies kommt es zu einem Kaliumverlust. Das Herz und andere Blutgefäße können geschädigt werden.

Hyperaldosteronismus kann zu Muskelschwäche oder Krämpfen und sehr hohen Blutdruckwerten führen, die der herkömmlichen Bluthochdrucktherapie widerstehen. Er kann familiär gehäuft auftreten.

Ärzte können die Wirkung des Aldosterons durch Medikamente wie Spironolacton (z. B. Aldactone®) oder Eplerenon blockieren. Falls ein Tumor vorhanden ist, kann dieser eventuell operativ entfernt werden.

Bluthochdruck: Auf keinen Fall zu stark senken

Eine Untersuchung am Kaiser Permanente Los Angeles Medical Center, bei der fast 400.000 Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck untersucht wurden, hat ergeben, dass eine zu starke Senkung um jeden Preis ebenso schädlich für die Gefäße und vor allem für die Nieren sein kann.

Die Forscher hatten vor allem auf den Zusammenhang zwischen Bluthochdruck, Nierenproblemen und Tod aufgrund von Nierenversagen geachtet.

Bei der Untersuchung zeigte sich, dass es für die Patienten optimal war, wenn die überhöhten Werte auf 130 bis 139:71 mmHG gesenkt wurden. Wurden die systolischen, also die ersten Werte, auf die bisher immer angestrebten 120 mmHg verringert, erhöhte dies das Risiko für tödliches Nierenversagen um rund 10 Prozent.

Bei Diabetikern gelten etwas andere Werte; der optimale Wert, auf den überhöhter Blutdruck gesenkt werden soll, liegt hier bei 131:69 mmHg.

Wie viel Kaffee können Sie bei Bluthochdruck trinken?

Häufig zweifeln Personen mit Bluthochdruck daran, wie viel Kaffee sie trinken können. Vier bis fünf Tassen Kaffee oder Tee können Sie, auf zwei- bis dreimal am Tag verteilt, ohne Bedenken trinken.

Kaffee und Tee (sowohl schwarzer als auch grüner Tee) führen durch ihren Gehalt an Koffein bzw. Theobromin lediglich zu einer kurzfristigen Blutdruckerhöhung.

Jeder Mensch reagiert hier unterschiedlich. Anfänglich (wenn man an Kaffee oder Tee noch nicht gewöhnt ist) steigt der Blutdruck für etwa 20 bis 30 Minuten um 10 bis 20 mmHg. Wichtig ist es daher, dass Sie vor einer Blutdruckmessung keinen koffeinhaltigen Kaffee oder Tee trinken.

Bei regelmäßigem Kaffee- oder Teekonsum kommt es zu einem Gewöhnungseffekt: Nach zwei bis drei Wochen zeigt sich kein Blutdruckanstieg mehr oder er fällt geringer aus.

Entkoffeinierter Kaffee steigert Ihren Blutdruck übrigens nicht. Wer unter Herzrhythmusstörungen leidet, sollte allerdings beobachten, ob seine Beschwerden durch Kaffee- oder Teekonsum verstärkt auftreten. Dann verzichten Sie besser darauf oder trinken entkoffeinierten Kaffee.

5 Ammenmärchen über Bluthochdruck

Hand aufs Herz: Sind Sie diesen fünf Ammenmärchen über Bluthochdruck bislang auch auf den Leim gegangen?

  1. Wer einen zu hohen Blutdruck hat aber ansonsten gesund ist, ist „fit wie ein Turnschuh“ und leistungsfähig. Müssen Sie sich einer kurzfristigen Herausforderung stellen, schnellt Ihr Blutdruck zwar in die Höhe und bereitet Sie auf Höchstleistungen vor. Doch chronischer Bluthochdruck beeinträchtigt Ihre geistige Leistung negativ und schwächt Ihren Körper.
  2. Bluthochdruck ist eine Krankheit des Alters, Jüngere bekommen sie nicht. Zwar nimmt das Risiko für Bluthochdruck mit dem Alter zu, doch bereits Kinder und Jugendliche können an Bluthochdruck erkranken. Ein Drittel aller 35- bis 44-jährigen Männer weist zu hohe Werte auf.
  3. Wenn jemand einen zu hohen Blutdruck hat, läuft er ständig mit einem roten Kopf durch die Gegend. Zwar können die Wangen etwas röter sein als bei anderen Menschen, doch auch Blasse und Dünne leiden unter Bluthochdruck.
  4. Ältere Menschen profitieren vom Hochdruck, denn ihre Gefäße und Organe werden dadurch besser durchblutet. Zwar hat man eine Zeit lang geglaubt, das sei so, tatsächlich gilt aber, dass der Blutdruck auch bei älteren Menschen nicht dauerhaft über 140 zu 90 mm Hg liegen sollte.
  5. Wer einen zu hohen Blutdruck hat, merkt das auch. Bluthochdruck tut nicht weh und breitet sich schleichend aus. Die ersten Symptome machen sich meist bemerkbar, wenn es schon zu Schädigungen gekommen ist.

Ausleitungsverfahren helfen gegen Bluthochdruck

Dass ein Aderlass den Blutdruck wirkungsvoll senkt, hat eine Studie der Berliner Charité ergeben. Wenn Ihnen das jedoch zu blutig ist, hat die Naturheilkunde noch weitere, weniger drastische Ausleitungsverfahren im Angebot. Als besonders wirkungsvoll zur Blutdrucksenkung haben sich Schröpfbehandlungen erwiesen.

Dabei ritzt der Arzt Ihre Haut im Bereich der Lendenwirbelsäule leicht an und setzt anschließend einen Schröpfkopf auf diese Stelle auf.

Durch den dabei entstehenden Unterdruck werden dann zwischen 10 und 100 ml Blut aus dem Gewebe gezogen. Das lässt Ihren Blutdruck um etwa 20 mmHg sinken.

Eine solche Behandlung kostet etwa 50 Euro, die leider von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden. Häufig reicht jedoch schon eine einzige Behandlung aus, um den Blutdruck für längere Zeit in Schach zu halten. Die gleiche Arbeit wie die Schröpfköpfe können auch Blutegel leisten.

Die ebenfalls zu den Ausleitungsverfahren zählende Blutegeltherapie wird gerade in der jüngsten Zeit wieder zur Behandlung von Bluthochdruck neu entdeckt.

Zusätzlich dazu, dass der Biss der kleinen Tierchen Ihrem Gewebe Blut entzieht, kann diese Therapie jedoch noch mehr: Die im Speichel der Egel enthaltenen Substanzen wirken blutverdünnend und können daher auch die Fließeigenschaften des Bluts verbessern. Auch diese Behandlung müssen Sie allerdings mit etwa 40 Euro selbst bezahlen.

Blutegel auf menschlichem Körper© kreativwerden – Fotolia

Verbessern Sie Ihren Blutdruck im Schlaf

Wenn Ihr Körper sich nachts im Ruhezustand befindet, sinkt Ihr Blutdruck in dem Maße, in dem die Produktion des Hormons Melatonin ansteigt. Italienischen Wissenschaftlern zufolge hängen diese beiden Funktionen zusammen.

Die Forscher führten eine Studie mit 18 Frauen durch. Die Hälfte von ihnen war gesund, die anderen nahmen blutdrucksenkende Medikamente ein. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Frauen in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen erhielten Melatonin als Präparat, die anderen ein Scheinmedikament über drei Wochen hinweg. Nach dieser Zeit wurde getauscht, wiederum für drei Wochen.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Nacht-Blutdruck bei Melatonineinnahme abnahm, während das Verhältnis zwischen Tag- und Nacht-Blutdruck zunahm. Studien zeigten, dass ein geringes Tag-Nacht-Blutdruckverhältnis mit erhöhtem Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden kann.

In den USA gibt es Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel, Sie können es aber auch über natürliche Quellen zuführen. Zu den melatoninreichen Lebensmittel gehören Bananen, Kirschen, Ingwer, Tomaten, Vollkorn, Curry und Reis. Und schalten Sie immer das Licht komplett aus, wenn Sie schlafen. Schlafen Sie bei noch so schwachem Licht, hemmen Sie die natürliche Melatoninproduktion Ihres Körpers.

Mittagsschlaf senkt den Blutdruck

Ein regelmäßiger Mittagsschlaf wirkt sich günstig auf den Langzeitblutdruck aus. Das ist da Ergebnis einer Studie. Für die Studie untersuchte ein Forscherteam aus Athen 386 Bluthochdruckpatienten.

Wer sich einen Mittagsschlaf gönnte, hatte einen um5 Prozent (6 mmHg) niedrigeren mittleren 24-Stunden-Blutdruckwert als die Kontrollgruppe ohne Mittagsschlaf.

Der erzielte Effekt ist beträchtlich, da bereits eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 2 mmHg das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall um 10 Prozent reduzieren kann. Ideal ist es, wenn ihr Mittagsschlaf nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauert, damit Sie nicht in eine Tiefschlafperiode geraten.

Dann verliert das Nickerchen seine erfrischende Wirkung und es fällt Ihnen schwer, wieder in Schwung zu kommen. Also stellen Sie sich für Ihren Mittagsschlaf am besten einen Wecker.

Vermeiden Sie den gefährlichen Morgenhochdruck

Ärztliche Befragungen von über 60.000 Bluthochdruckpatienten im Rahmen der Aktion Morgenhochdruck haben ergeben: Nur 24 Prozent haben morgens früh einen normalen Blutdruck, auch wenn sie mit Blutdrucksenkern behandelt werden. Denn die Wirkung einer Tablette gegen Bluthochdruck lässt nach 12 bis 16 Stunden nach.

Das bedeutet: Wenn Sie abends um 18 Uhr die letzte Tablette eingenommen haben, lässt deren Wirkung um 6 Uhr am nächsten Morgen nach.

Die Folge: Sie werden wach und Ihr Blutdruck ist zu hoch. Das ist für viele Menschen lebensgefährlich. Immerhin 40 Prozent aller Herzinfarkte ereignen sich morgens zwischen 6 und 11 Uhr. Schuld sind die dann nicht mehr wirkenden Medikamente.

Rundumschutz mit Medikamenten noch nicht in Sicht

Natürlich wäre es praktisch, wenn die Herztabletten einen 24-Stunden-Rundumschutz bieten würden. Daran wird eifrig geforscht. Schon in naher Zukunft soll der neue Angiotensin-II-Antagonist Telmisartan einen Rundumschutz bieten.

Im Moment befindet sich der Wirkstoff in der Erprobungsphase, Studien dazu laufen weltweit.

Strategien gegen einen hohen Blutdruck

Bei einem Wert von langfristig 140:90 mmHg wird Ihnen oft schon ein Blutdrucksenker verschrieben. Natürlich sollten Sie das Mittel erst einmal nehmen.

Es empfehlen sich aber zusätzlich folgende Strategien, mit denen Sie Ihren Blutdruck natürlich senken können und zwar dauerhaft und ganz ohne Medikamente. Das geht ganz einfach:

  • Nehmen Sie Magnesium. Schon lange haben Wissenschaftler es vermutet, jetzt ist es bewiesen: Magnesium ist ein potenter Blutdrucksenker. Forscher der John Hopkins University aus Baltimore haben in einer Meta-Analyse zahlreiche Studien ausgewertet, in denen Bluthochdruckpatienten Magnesium gegeben wurde. Sie entdeckten: Magnesium senkt tatsächlich den Blutdruck. Pro 240 mg Magnesium, täglich eingenommen, reduzieren Sie Ihren Blutdruck dauerhaft um 4,3 mm Hg.
  • Runter mit den Pfunden. Übergewicht setzt das Herz-Kreislauf-System enorm unter Druck und ist der Risikofaktor Nummer 1 für zu hohen Blutdruck. Wenn Sie abnehmen, werden Sie sehr schnell merken, wie stark Sie damit Ihren Blutdruck beeinflussen. Pro Kilogramm, das Sie verlieren, sinkt Ihr Blutdruck um bis zu 2 mmHg.
  • Entspannen Sie sich regelmäßig. Stress lässt Ihren Blutdruck nach oben schnellen. In Stresssituationen legt er ganz schnell 20 bis 30 mmHg zu. Passiert dies ab und zu, ist es nicht weiter schlimm. Dann sinkt Ihr Blutdruck auch wieder ab, wenn die stressige oder aufregende Situation vorbei ist. Stehen Sie aber ständig unter Dauerstress, dann bleibt auch Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht. Meditation kann Ihnen helfen, dem entgegenzuwirken. Nehmen Sie sich regelmäßig eine kleine Auszeit, in der Sie sich entspannen. So kann Ihr Blutdruck um rund 12 mmHg sinken.
  • Verzichten Sie auf Alkohol. Alkohol ist ein Magnesiumräuber. Er entzieht Ihrem Körper ausgerechnet den Mineralstoff, der Ihren Blutdruck deutlich senken kann.
  • Essen Sie kaliumreich. Kalium wirkt entspannend auf die Gefäße und senkt so Ihren Blutdruck. Verzichten Sie daher auf die heute übliche kaliumarme Ernährung bestehend aus Fertigprodukten und tierischen Fetten aus Wurst und Käse. Essen Sie stattdessen mehr Obst und Gemüse sowie viel Fisch. So reduzieren Sie Ihr Infarktrisiko deutlich.
  • Bewegen Sie sich. Sport kann in der Tat die Medikamente gegen Bluthochdruck langfristig ersetzen. Mediziner wissen, dass 30 Minuten Ausdauersport täglich auf Dauer Ihren Blutdruck so effektiv senken können wie ein Medikament
  • Schränken Sie die Aufnahme von Natrium ein. Das Natrium im Salz hält Flüssigkeit im Körper zurück. Das kann den Blutdruck erhöhen. Beschränken Sie die Aufnahme auf 2 bis 3 g täglich. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Frankfurt deckt eine Aufnahme von 6 g Speisesalz (2,4 g Natrium) den täglichen Natriumbedarf.
  • Geben Sie das Rauchen auf. Nikotin erhöht den Blutdruck.

Rotwurzsalbei heilt tatsächlich

Seit Jahrhunderten gilt die Wurzel des Rotwurzsalbei (Salvia miltiorrhiza) in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als probates Mittel gegen Bluthochdruck. Unter der chinesischen Bezeichnung Danshen wird dieses Mittel seit einigen Jahren auch im Westen angeboten und findet vor allem über den Versandhandel reißenden Absatz.

Forscher der Medizinischen Hochschule von Newark im US-Bundesstaat New Jersey haben sich jetzt die Inhaltsstoffe des Rotwurzsalbei genauer angesehen und dabei das Tanshinon IIA, das zur Gruppe der Pflanzenenzyme zählt, als wirksam befunden, zumindest in einer Studie mit hochdruckkranken Hamstern.

Im Dezember 2006 fassten die Forscher ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift American Journal of Physiology zusammen.

Danach senkte das Tanshinon IIA die erhöhten Blutdruckwerte deutlich von 161 (erster Wert) auf durchschnittlich 139 mmHg. Dabei erweiterte der Wirkstoff den Durchmesser der Blutgefäße um bis zu 20 Prozent.

Auch wenn diese Tierstudie die uralten praktischen Erfahrungen der TCM bestätigt: TCM-Mittel eignen sich nicht für die Selbstmedikation, da die Präparate genau auf Ihren individuellen Gesundheitszustand zugeschnitten sein müssen. Wenden Sie sich daher immer an einen TCM-Spezialisten.

Blutdruckmedikamente: Gesunder Lebensstil nötig

Blutdruckmedikamente helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten. So sollen sie dazu beitragen, dass es nicht zu Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall kommt. Allerdings sind es keine Alleskönner.

Das haben Forscher der Northwestern University in den USA untersucht. Sie betrachteten die Gesundheitsdaten von rund 9.000 Teilnehmern, die Medikamente gegen den hohen Blutdruck einnahmen. Dabei stellten sie fest, dass Bluthochdruckmittel einen gesunden Lebensstil nicht überflüssig machen.

Alle Studienbeteiligten hatten ein fast doppelt so hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Menschen, die nicht unter einem hohen Blutdruck litten. Und das, obwohl sie mit den Präparaten die Ideal-Blutdruckwerte erreicht hatten.

Dennoch, so die Forscher, ist es nicht möglich, mit den Mitteln einen Idealzustand herzustellen. Daher sollten Betroffene sich nicht allein auf die Medikamente verlassen. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung sind dringend nötig, um das Risiko für Herzerkrankungen zusätzlich zu senken.

Hoher Blutdruck als Warnzeichen für Diabetes

Hoher Blutdruck sollte aber nicht immer sofort mit Medikamenten behandelt werden. Vielmehr wäre es besser, würde erstmal eine Langzeitmessung erfolgen. Denn erhöhte Blutdruckwerte können unter einer ganz bestimmten Voraussetzung ein deutliches Warnzeichen für eine ganz andere Erkrankung sein.

Normalerweise sinkt der obere (systolische) Blutdruckwert um rund zehn Prozent ab, wenn Sie schlafen. Allerdings passiert das nicht bei jedem Menschen und das kann dann ein Zeichen für eine Diabetes-Erkrankung sein.

Das haben Forscher der Universität Vigo in Spanien herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten die Gesundheitsdaten von über 2.600 Menschen untersucht. Bei allen war im Verlauf von sechs Jahren mindestens einmal jährlich eine 48-Stunden-Blutdruck-Langzeitmessung erfolgt.

Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie im Durchschnitt 50 Jahre alt und hatten normale bis erhöhte Blutdruckwerte. Auch andere Risikofaktoren für erhöhten Blutdruck wurden berücksichtigt. 190 Teilnehmer entwickelten während des Untersuchungszeitraums einen Typ-II-Diabetes.

Die Auswertung der Gesundheitsdaten zeigte eines ganz deutlich: Bei den Teilnehmern, bei denen der systolische Blutdruckwert nachts deutlich absank, war auch das Diabetes-Risiko um 30 Prozent geringer.

Messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig

Bis diese Alternativrezepte greifen, werden Sie Medikamente nehmen müssen. Nur haben diese Tabletten leider keine Wirkzeit von 24 Stunden. Kontrollieren Sie daher regelmäßig, ob Ihre Arznei noch wirkt.

Kaufen Sie sich ein Blutdruckmessgerät und messen Sie ruhig dreimal am Tag: morgens, mittags und abends. So erhalten Sie Vergleichswerte Ihres Blutdrucks. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt sagen, bei welchem Wert Ihr Blutdruck liegen sollte.

Ist er zu hoch, reagieren Sie. Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er muss dann Ihre Medikation neu einstellen.

Wenn Sie zusätzlich alternative Methoden einsetzen, werden Sie merken, wie Ihr Blutdruck nach und nach immer weiter sinkt. Aber auch dann dürfen Sie Ihre Medikamente nicht auf eigene Faust absetzen.

Blutdruckgeräte zur Selbstmessung

Für den medizinischen Laien kamen in den letzten Jahren einfach zu bedienende Blutdruckmeßgeräte auf den Markt. Damit messen Sie Ihren Blutdruck zwischen den ärztlichen Untersuchungsterminen selbst.

Um den für Sie geeigneten Gerätetyp zu finden, wägen Sie Bequemlichkeit gegen Genauigkeit des Gerätes ab.

  • Machen Sie sich mit allen Alternativen vertraut – Eine Anzeige mittels Quecksilbersäule misst am genauesten. Dieser Gerätetypus erfordert jedoch, ebenso wie die Anzeige mit Eichmaß auf der Basis einer Feder, dass Sie ein Stethoskop benutzen. Bei elektronischen Anzeigen ist kein Stethoskop nötig. Mit Hilfe eines Mikrofons misst das Gerät den Blutdruck. Die Anzeige gibt das Ergebnis an (oft auch Ihren Herzschlag). Geräte mit Digitalanzeige sind einfacher in der Anwendung, jedoch weniger verlässlich.
  • Achten Sie auf gute Passform – Die meisten Geräte erhalten Sie mit einer aufblasbaren Standardmanschette. Ist Ihr Arm zu dick oder zu dünn für die Manschette, verlangen Sie die passende Größe. Ein schlechter Sitz führt zu einem ungenauen Messergebnis.
  • Berücksichtigen Sie Ihre Fähigkeiten – Ist die Anzeige groß genug, um sie gut abzulesen? Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es beispielsweise Blutdruckmessgeräte mit extra großen Displayanzeigen. Können Sie mit einem Stethoskop richtig abhören? Können Sie die aufblasbare Manschette gut selbst aufpumpen?
  • Erst testen, dann kaufen – Bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden, holen Sie sich von Ihrem Arzt, einem Apotheker oder einer geschulten Fachkraft eine ausführliche Gebrauchsanweisung. Dann bekommen Sie bei der Selbstmessung zu Hause keine Schwierigkeiten.
  • Überprüfen Sie die Messgenauigkeit – Testen Sie alle sechs bis zwölf Monate Ihr Blutdruckmessgerät an einer geeichten Quecksilbersäule in der Praxis Ihres Arztes oder bei einer anderen geeigneten Stelle.

Ein älterer Mann misst seinen Blutdruck© Peter Maszlen – Fotolia

Elektronische Modelle

Es gibt verschiedene Arten solcher „Heimgeräte“ mit unterschiedlicher Ausstattung. Sie sind mehr oder weniger leicht anzuwenden und unterscheiden sich des Weiteren in ihrer Verlässlichkeit. Elektronische Modelle nennt man auch digitale Blutdruckgeräte.

Derartige Geräte sind am leichtesten zu bedienen. Je nach Ausstattung sind sie ab etwa 50 Euro im Fachhandel erhältlich. Beim Gebrauch ist es wichtig, dass man die Manschette richtig um den Arm anlegt.

Bei manchen Geräten muss man anschließend einen Knopf zum automatischen Aufblasen der Manschette drücken. Bei anderen wiederum bläst man die Manschette per Hand auf, indem Sie eine Ballonpumpe zusammendrücken.

Danach lässt das Gerät die Luft aus der Manschette langsam ab. Eingebaute Sensoren registrieren den Blutdruck. Die Messwerte erscheinen auf einem Display. Digitale Messgeräte sollten Sie einmal jährlich auf ihre Genauigkeit überprüfen.

Benutzen Sie keine digitalen Messgeräte, wenn Sie an unregelmäßigem Herzschlag (Arrhythmie) leiden. Es könnten dabei falsche Werte auftauchen.

Mechanische Modelle

Mechanische Modelle nennt man auch Aneroidmessgeräte. Diese Geräte haben ein rundes Anzeigefeld mit einer drehbaren Nadel, die auf einer Skala die Blutdruckwerte anzeigt. Die Standardmodelle benötigen ein Stethoskop und eine Ballonpumpe.

Daher ist ein gutes Hörvermögen und eine gewisse Geschicklichkeit der Hände notwendig. Aneroidgeräte sind leicht transportabel.

Sie sind ab etwa 50 Euro erhältlich. Jedoch sollte man auch sie einmal jährlich auf ihre Genauigkeit überprüfen.

Modelle mit Quecksilbersäule

Modelle mit Quecksilbersäule haben Sie mit Sicherheit in einer Arztpraxis oder einer Klinik gesehen. Sie sehen wie übergroße Thermometer aus. Sie sind am genauesten von allen Messgeräten und benötigen keine Überprüfung und Eichung.

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