Blut: Wieso "normal" nicht gleich "gesund" ist
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Blut
GNL5356
„Alle Ihre Werte sind normal, Sie sind gesund“, ist der häufig gehörte Satz nach so einer Untersuchung. Und dennoch fühlen Sie sich immer noch schlapp, müde oder gestresst. Woran liegt das? Auch wenn man es kaum glauben kann, schuld daran ist ein Fehler bei der Berechnung der Normwerte. Denn normal heißt noch lange nicht „gesund“.
Die Normwerte werden aus Millionen von Blutproben errechnet, die in den Laboren in Deutschland eingehen und auch bei Blutspenden gewonnen werden. Hierunter ist natürlich auch das Blut von vielen kranken Menschen. Aus den Werten, die aus all diesen Blutuntersuchungen ermittelt werden, wird ein statistischer Mittelwert gebildet. Dieser wird durch die kranken Proben natürlich verschlechtert.
Das Ergebnis: Ihre Blutwerte werden mit diesen „durchschnittlichen“ Werten verglichen. Daher brauchen Sie sich auch nicht zu wundern, wenn Sie sich nicht unbedingt gesund fühlen, auch wenn all Ihre Werte „normal“ sind.
Mit diesen Werten leben Sie besonders gesund
Daher empfehle ich Ihnen ganz spezielle Werte, die Sie in der Sonderausgabe „Blutbild“ nachschlagen können. Hier finden Sie in der Mitte des Heftes eine umfassende Tabelle mit allen Blutwerten, wie ich sie meinen Patienten empfehle. Diese Werte sind um einiges höher als die deutschen „Normalwerte“. Sie orientieren sich eben nicht am Durchschnitt, sondern am Leistungsmaximum. Sie werden merken: Mit Normalwerten sterben Sie zwar nicht – aber orientiert am Leistungsmaximum sieht Ihr Leben ganz anders aus.