Blut: Hämolytische Anämie
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Hämolytische Anämien treten selten auf. Bei ihnen werden die roten Blutzellen schneller abgebaut als neu gebildet. Zu den Ursachen können gehören:
Genetische Defekte – Eine erbliche Störung bei der physikalischen oder chemischen Zusammensetzung der roten Blutzellen kann dazu führen, dass sie besonders starr oder verformt sind. In der Milz, die das Blut filtert, bleiben sie folglich hängen und werden vorzeitig zerstört.
Ein häufiger Defekt im Hämoglobinmolekül verursacht eine halbmondförmige (sichelförmige) Verformung der roten Blutzellen und wird Sichelzellenanämie genannt. Die Sichelzellen bleiben in den kleinen Arterien stecken und verursachen Schmerzen und Blutgerinnsel. Medikamente und Bluttransfusionen können die Symptome lindern helfen.
Erworbene Störungen – Bestimmte Infektionen, Antibiotika oder entzündungshemmende Medikamente können den Körper veranlassen, die roten Blutzellen abzubauen. Auch einige künstliche Herzklappen erhöhen ebenfalls das Risiko der Zerstörung von roten Blutzellen.
Autoimmunerkrankungen – Krankheiten wie Lupus erythematodes können eine Zerstörung von roten Blutzellen zur Folge haben.
Zur Behandlung von hämolytischen Anämien wird ihr Arzt die in Verdacht stehenden Medikamenten absetzen, damit verbundene Infektionen bekämpfen und Medikamente verordnen, die das Immunsystem unterdrücken. Manchmal ist die Entfernung der Milz notwendig.