Blasenschwäche: Behandlung
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Blasenschwäche
GNL5356
Bei Drang-Inkontinenz werden verschiedene Medikamente eingesetzt: Anticholinergika dämpfen die Überaktivität der Blasenmuskulatur und erhöhen die Kapazität der Blase; sie kann dann mehr Urin fassen, bevor ein Harndrang entsteht. Muskelentspannende Präparate beruhigen die überreizte Blase – allerdings entspannen sie auch den Schließmuskel. Es ist also eine Gratwanderung. Für Frauen mit StreßInkontinenz, zumal in und nach den Wechseljahren, bieten sich je nach den Ursachen mehrere Möglichkeiten an. Da nach dem Klimakterium die Östrogenbildung abnimmt, werden die Schleimhäute in Scheide, Blase und Harnröhre nicht mehr so gut durchblutet. Wenn Sie Hormone gut vertragen, könnten Ihnen diese – auch pflanzliche Östrogene – auf diesem Gebiet helfen. Einen Versuch ist es wert.
Bei leichterer Gebärmuttersenkung ist oft auch ein Pessar (ein elastischer Ring) angebracht, das in die Scheide eingeführt wird und von dort aus die Harnröhre abstützt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Viele Frauenärzte verschreiben (auf Rezept) zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur kleine Gewichte, sogenannte Koni. Sie werden in die Scheide eingebracht und müssen dort gehalten werden. Sie bergen allerdings die Gefahr von Verletzungen und Reizung der Schleimhäute. Mit der Zeit wird das Gewicht gesteigert. Aber viele Frauen mit ungeübtem Beckenboden tun sich schwer damit. Sie müssen ihn erst einmal kennenlernen und trainieren. Beherrschen sie ihre Beckenbodenmuskulatur, wird oft eine Behandlung mit Gewichten überflüssig.