Blasenkrebs: Behandlung
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Wenn der Blasenkrebs diagnostiziert und klassifiziert ist, können Sie mit Ihrem Arzt diskutieren, welche Behandlung für Sie infrage kommt. Zu den Behandlungsmöglichkeiten kommen in Betracht:
Entfernung des Tumors (Transurethrale Resektion, TUR) – Unter Verwendung eines Blasenspiegels führt Ihr Arzt Instrumente in die Blase ein, mit deren Hilfe er den Tumor rausschneidet, verbrennt oder durch Laserstrahlen zerstört. Diese Methode wird üblicherweise als Anfangsbehandlung bei oberflächlichen Tumoren angewandt.
Intravesikale Therapie (Lokale Chemotherapie innerhalb der Harnblase) – Mittels eines Katheters wird eine Flüssigkeit mit Wirkstoffen, die die Krebszellen bekämpfen, in die Blase geleitet. Normalerweise müssen die Patienten diese Flüssigkeit für 1 oder 2 Stunden in der Blase behalten. Die intravesikale Therapie kann bei einigen Formen von Blasenkrebs als alleinige Therapie eingesetzt werden.
Am häufigsten wird sie allerdings nach einer TUR als zusätzliche Maßnahme verwendet, um Krebszellen zu zerstören. Ein gängiges Behandlungs-schema der intravesikalen Therapie ist ein Zyklus von 6 Wochen, mit einer Behandlung pro Woche.
Die Lösung enthält normalerweise Chemotherapeutika oder eine Lebendkultur von vorher geschwächten Bakterien, die das Immunsystem anregen sollen, die Krebszellen abzutöten (Immuntherapie).
Die Wirkstoffe der Chemotherapie – gängig sind Mitomycin oder Thiotepa – und die immuntherapeutische Bakterienkultur – hier wird normalerweise mit Bacillus Calmette-Guerin (BCG) gearbeitet – können die Blase reizen. Das kann Schmerzen beim Urinlassen oder Blut im Urin verursachen. Manchen Patienten wird auch übel oder sie bekommen Fieber.
Die Wahl der für Sie effektivsten intravesikalen Flüssigkeit hängt von Ihrer medizinischen Situation ab.
Die effektivste Behandlungsform hat auch das größte Risiko für Nebenwirkungen
Im Allgemeinen wird die BCG-Therapie, die effektivste intravesikale Behandlungsform, auch am häufigsten angewendet. Allerdings beinhaltet diese Behandlungsform auch das größte Risiko für mögliche vorübergehende Nebenwirkungen.
Wenn sowohl die intravesikale Chemotherapie als auch die Immuntherapie nicht vertragen werden oder wirkungslos sind, gibt es die Möglichkeit, mit dem Wirkstoff Interferon alpha-2b (Intron A) intravesikal zu behandeln. Das Interferon kann alleine oder in Kombination mit anderen Substanzen verabreicht werden.
Interferon alpha-2b wirkt normalerweise nicht so effektiv wie eine Chemo-oder Immuntherapie, es hat aber in der Regel weniger Nebenwirkungen.
Systemische Chemotherapie (den ganzen Körper betreffend) – Wenn der Krebs tief in die Blasenwand eingedrungen ist oder über die Blase hinaus gestreut hat, werden die Chemotherapeutika ins Blut injiziert, sodass sie nahezu jeden Teil des Körpers erreichen. Die systemisch wirkende Chemotherapie kann vor oder nach der Blasenentfernung verordnet werden. Sie trägt dazu bei, die verbliebenen Krebszellen, wohin auch immer sie gestreut sind, abzutöten.
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