Arteriosklerose: Granatäpfel beugen vor
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Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern – so sagen die Engländer. Ob sie dabei auch an Granatäpfel gedacht haben? Bereits seit fünf Jahren ist der israelische Ernährungsmediziner Dr. Michael Aviram vom Rambam Medical Center in Haifa den gefäßschützenden Wirkungen dieser orientalischen Frucht auf der Spur. Mit Erfolg, wie das US-Wissenschaftsmagazin Science im Januar 2005 meldete.
In einer ersten dreijährigen Pilotstudie an 19 Patienten, die an Bluthochdruck und Arteriosklerose mit bereits verengter Halsschlagader litten, erwies sich der Granatapfel als außergewöhnlich wirksam. Zehn Versuchsteilnehmer hatten drei Jahre lang täglich 50 ml Granatapfelsaft zu sich genommen, die neun anderen einen Placebosaft.
Am Ende der Studie war der systolische Blutdruck (1. Wert) der Granatapfel-Konsumenten um durchschnittlich 20 % gesunken. In der Placebogruppe gab es dagegen keinerlei Veränderungen. Auch die Verdickung der Halsschlagader und die schädliche Oxidation des LDL-Cholesterins nahmen nur in der Granatapfelgruppe deutlich ab. In Zellversuchen hatte Dr. Avram zuvor mehrfach belegt, dass Granatäpfel fast dreimal so viel antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe enthalten wie z. B. rote Weintrauben oder grüner Tee.
Unser Rat: Preiswerte Granatäpfel (ca. 1 € pro Stück) erhalten Sie beim türkischen Obsthändler um die Ecke oder auf dem Markt. Zum Entsaften nehmen Sie wegen der vielen Kerne am besten eine Zentrifuge. Bei robuster Verdauung können Sie aber auch das gesamte Fruchtfleisch mit Kernen essen.