Arteriosklerose: Cheladtherapie unwirksam
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Eine neue Untersuchung bestätigt einmal mehr, dass eine Cheladtherapie bei koronarer Arteriosklerose, einer Verengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen, unwirksam ist. Verschiedene Cheladtherapien eignen sich bei Vergiftungen mit Schwermetallen (Blei, Eisen oder Quecksilber). Eine dieser Cheladtherapien wurde von einigen Ärzten zur Behandlung der Arteriosklerose empfohlen.
Bei diesem Verfahrens wird die Substanz Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat (EDTA) in Ihre Venen gespritzt. Theoretisch soll dadurch das Kalzium aus den Gefäßablagerungen entfernt werden, sodass letztere sich auflösen können. Jedoch konnte noch kein hinreichender wissenschaftlicher Beweis dafür geliefert werden, dass die Cheladtherapie das Risiko für Herzinfarkte herabsetzt.
Die aktuellste Studie wurde im Januar 2002 veröffentlicht und schloss 78 Patienten ein. Über 15 Wochen erhielten die Teilnehmer zweimal wöchentlich entweder eine Cheladtherapie oder ein Placebo - während der darauffolgenden 3 Monate wurden die Patienten nur noch einmal im Monat behandelt.
An Hand von Belastungstests und Fragebögen zur Lebensqualität konnten die Wissenschaftler keinerlei Unterschied zwischen den beiden Gruppen ausmachen. Bei einer einjährigen Nachfolgeuntersuchung fanden sich ebenso viele Patienten aus der Cheladtherapie-Gruppe, die mittlerweile wegen der KHK im Krankenhaus lagen, wie dies bei der Placebo-Gruppe der Fall war.