Arteriosklerose: Bakterien-Hypothese als Irrweg entlarvt
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Vor nunmehr 18 Jahren hatten Forscher erstmals den Verdacht geäußert, dass Arteriosklerose durch ein Bakterium (Chlamydia pneumoniae) ausgelöst werden könnte. Viele Patienten erhofften sich daher durch die Einnahme von Antibiotika, die gegen das Bakterium gerichtet sind, auch ihr Risiko für diese Folgen der Arteriosklerose verringern zu können.
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Auf dem Europäischen Kardiologen-Kongress im November 2004 in München wurden jedoch zwei große und von Experten mit immenser Spannung erwartete Studien vorgestellt, die für diese „Bakterien-Hypothese“ wohl das endgültige Aus bedeuten. Insgesamt wurden an den US-Universitäten in Seattle und Boston mehr als 8.000 herzkranke Patienten über ein Jahr lang entweder mit Antibiotika behandelt, oder sie erhielten zur Kontrolle ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Placebo). Doch in beiden Gruppen traten innerhalb von vier Jahren etwa gleich viele Herzinfarkte auf. Damit haben sich die Antibiotika als wirkungslos entpuppt.
Um sich vor Herzkrankheiten zu schützen, sollten Sie daher auf altbewährte Methoden zurückgreifen. Sie selbst können durch regelmäßigen Sport, eine fettarme Ernährung und eine ruhige, entspannte Lebensweise viel dazu beitragen.