Arteriosklerose: Aderlass schützt nicht
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Vor 25 Jahren stellte der US-Forscher Dr. Jerome Sullivan die Hypothese auf, dass Frauen vor den Wechseljahren deshalb vor Arteriosklerose geschützt seien, weil sie durch die Menstruation weniger Eisen im Blut haben. Denn freies Eisen trage zur Bildung von gefäßschädigenden freien Radikalen bei. Daher empfahl der Forscher allen Männern und Frauen nach den Wechseljahren regelmäßige Aderlässe, um den Eisengehalt des Blutes zu senken.
So einleuchtend diese Idee auch klingt: Sie bringt bei einer bestehenden Arteriosklerose keine Vorteile, stellte der US-Professors Leo R. Zacharski fest. Sechs Jahre lang ließen sich 636 Frauen und Männer mit Arteriosklerose – alle über 67 Jahre alt – allmonatlich Blut abzapfen, um ihren Bluteisenspiegel auf 25 ng/ml zu senken. Die Kontrollgruppe umfasste 641 Patienten. Doch die Aderlasstherapie erbrachte keinen Vorteil, schreibt der Wissenschaftler in der Märzausgabe 2007 des Journal of the American Medical Association (JAMA).
Tipp: Der beste Weg, um eine Arteriosklerose zu verhüten, sind die Mittelmeerdiät sowie regelmäßige Gefäßkuren mit Vitalstoffen und Heilpflanzen, Abbau von Übergewicht und tägliche Bewegung.