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Prießnitzwickel lindern Ihre Beschwerden bei einer Mandelentzündung

Wenn Ihre Mandeln – medizinisch: Tonsillen – mit der Abwehr von Krankheitskeimen überfordert sind, entzünden sie sich. Dann machen Ihnen starke Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber, Mattigkeit und gelegentlich sogar Gelenkbeschwerden zu schaffen. Eine Angina tonsillaris ist mit einem starken Krankheitsgefühl verbunden.

Vor einigen Jahren noch war diese Infektion besonders gefürchtet, da sie Folgeerkrankungen an Herz und Nieren nach sich ziehen kann. Heute sind solche Komplikationen aufgrund der verbesserten Behandlung eher selten.

Warum sich Ihre Mandeln entzünden

Als Tonsillen werden die Gaumenmandeln rechts und links der Zunge bezeichnet. Sie bilden mit den Rachenmandeln im Nasenrachenraum, den Mandeln unter der Zunge und kleineren Ansammlungen von Abwehrgewebe den „lymphatischen Rachenring“. Seine Aufgabe ist es, alles zu kontrollieren, was beim Atmen, Essen und Trinken durch Ihren Mund und Ihre Nase hereinkommt.

Der Begriff „Angina“ bedeutet wörtlich Enge im Hals. Dieses Gefühl tritt auf, wenn die Gaumenmandeln anschwellen. Hinzu kommen meist ebenfalls angeschwollene Lymphknoten im Hals und am Unterkiefer, die ebenfalls mit Schmerzen verbunden sind.

Die Mandelentzündung wird häufig als Kinderkrankheit genannt. Doch sie ist auch im Erwachsenenalter nicht selten. Die Erreger sind in 70 Prozent aller Fälle Viren. Bakterien einer bestimmte Gruppe der Streptokokken machen den Mandeln ebenfalls häufig zu schaffen. Sie werden für 30 Prozent der Mandelentzündungen verantwortlich gemacht. Hier sind die Symptome Fieber, Ausschlag hauptsächlich an den Leisten und Achseln sowie eine „Himbeerzunge“ vorrangig.

Diese Angina kennen Sie wahrscheinlich eher unter dem Namen Scharlach.  Eine besondere Form der Mandelentzündung ist das Pfeiffersche Drüsenfieber, das durch den Eppstein-Barr-Virus verursacht wird. Eine weitere spezielle Form der Virus-Angina ist die Herp-Angina, die durch Coxsackie-Viren hervorgerufen wird.

Das brauchen Sie für einen Wickel

  • ein Leintuch für innen
  • ein kleines Frotteetuch als Zwischenwickel
  • einen Wollschal für außen
  • eine Schale mit kaltem Wasser

So geht’s: Machen Sie das Leintuch nass, wringen Sie es gut aus und legen Sie es möglich faltenfrei um den kranken Hals. Lassen Sie dabei hinten den Bereich der Halswirbel frei. Nun wickeln Sie das Frotteetuch darüber und danach den Wollschal, den Sie gut feststecken sollten. Nun geht es ab ins Bett zur Ruhepause.

Haben Sie eine akute Entzündung, entfernen Sie den Wickel, sobald er beginnt, sich zu erwärmen. Bei einer chronischen Entzündung können Sie ihn ruhig über Nacht liegen lassen. Wenn Sie den Wickel abgenommen haben, sollten Sie Ihren Hals gut trockenreiben und ein trockenes Handtuch oder einen Schal umwickeln. Bleiben Sie unbedingt noch eine ganze Weile im Warmen.

Sie können den Wickel einmal täglich machen. Bei einer chronischen Mandelentzündung ist die beste Zeit dafür abends vor dem Zubettgehen. Wenn Ihre Schmerzen während der Anwendung schlimmer werden, sollten Sie den Wickel gleich wieder abnehmen und mit Ihrem Arzt sprechen.

Alternativ können Sie Wickel auch mit handwarmen Salzwasser, zerdrückten gekochten Kartoffeln, Arnikatinktur, Zitronensaft, Heilerde oder essigsauer Tonerde tränken beziehungsweise dick mit Quark bestreichen.

Belladonna hat sich als homöopathisches Mittel bei Mandelentzündungen ebenfalls bewährt.

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