Angina Pectoris: Grundwissen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Angina Pectoris
GNL5356
Eine Angina Pectoris lässt sich normalerweise einer von 3 Kategorien zuordnen:
Stabil – Diese Form ist das Ergebnis einer weitgehend fixiert verengenden Herzkranzarterie, wodurch sich der Blutfluss zu Ihrem Herzmuskel reduziert. Brustschmerzen, häufig kombiniert mit einem Druckgefühl hinter dem Brustbein, treten bei körperlicher Belastung auf.
Meistens folgt die stabile Angina Pectoris einem vorhersagbaren Muster. So werden Sie zum Beispiel immer dann ein Engegefühl und Druck in der Brust spüren, wenn Sie eine bestimmte Zeit oder Entfernung gelaufen sind. Wenn eine stabile Angina im Zusammenhang mit körperlicher Bewegung auftaucht, verschwindet sie auch innerhalb von Minuten nach Beendigung der Anstrengung.
Instabil – Neue, unvorhersehbare Brustschmerzen während Ruhephasen oder sogar während des Schlafs deuten auf den Beginn einer instabilen Angina Pectoris hin. Wenn Sie früher 20 Minuten oder länger laufen konnten, bevor Sie eine Enge in der Brust verspürten, und Ihnen jetzt schon nach 5 Minuten dasselbe Gefühl überkommt, dann haben Sie vielleicht diese ernstere Form einer Angina Pectoris entwickelt.
Ursache hierfür ist ein plötzliches Ablösen eines Fettdepots in einer Herzkranzarterie. Ein kleines Blutgerinnsel entsteht an der Verletzungsstelle, so dass die Arterie dadurch schneller verengt oder sogar vollständig blockiert wird.
Ein Krankenhausaufenthalt ist häufig erforderlich bei einer instabilen Angina – das Herzinfarkt-Risiko beträgt etwa 25%. Denn diese Form der Brustschmerzen kann in einen kleineren oder größeren Herzinfarkt übergehen.
Variabel – Bei einigen Patienten können die Muskelfasern, welche die Herzkranzarterien umgeben, unkontrolliert krampfen. Wenn das passiert, kann der Hohlraum des Gefäßes (Lumen) verengt oder sogar kurzzeitig verschlossen werden. Diese Angina-Form kann auch bei Menschen auftreten, die nicht unter Arterienverkalkung (Arteriosklerose) leiden.
Die Krämpfe können ohne offensichtliche Ursache auftreten , können aber auch das Ergebnis von starkem emotionalem Stress, Unterkühlung oder Tabakrauch sein. Typische Symptome sind starke Brustschmerzen, die nur relativ kurz dauern.
Krämpfe treten häufig nachts auf und können Sie aus dem Schlaf rütteln. Herzrhythmusstörungen sind eine häufige Begleiterscheinung während der Perioden ungleichmäßiger Durchblutung des Herzens, so dass Sie sogar ohnmächtig werden können.