Angina Pectoris: Behandlungsmöglichkeiten
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Angina Pectoris
GNL5356
Medikamente ´ Diese helfen dabei den Sauerstoffbedarf Ihres Herzens zu reduzieren oder Ihre Gefäße zu entspannen, wodurch der Blutfluss verstärkt werden kann. Zu der medikamentösen Behandlung können folgende Mittel gehören: Beta Blocker (z. B. Atenolol, Bisoprolol, Metoprolol), nitratartige Verbindungen (z. B. Isosorbid, Nitroglycerin), und Calcium-Kanal-Blocker (z. B. Amplodipin, Diltiazem, Nifedipin, Verapamil).
Zusätzlich werden häufig Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) oder andere Mittel empfohlen, die vor Blutgerinnseln schützen können. Statine und ACE-Hemmer vermindern Herzinfarkt und Tod.
Angioplastie – Bei diesem Verfahren führen die Ärzte ein langes, dünnes Röhrchen (Katheter) in eine Arterie Ihres Armes oder der Leiste ein. Mit der Hilfe eines Röntgengerätes wird der Katheter bis zu den verengten Herzkranzgefäßen geführt. Dann wird ein zweiter, kleinerer Katheter in den ersten geschoben. An der Spitzen des zweiten Katheters befindet sich ein winziger entspannter Ballon der durch den Engpass in der Arterie geschoben wird. Durch kurzzeitiges Aufpumpen des Ballons werden die Plaques verdrängt und die Gefäße gedehnt, so dass das Blut wieder leichter fließen kann.
Bei vielen Angioplastien wird eine kleine sprungfederförmige Spirale (Stent) eingesetzt. Wenn der Ballon darin aufgepumpt ist, fixiert sich der Stent an die erweiterte Stelle der Arterie und verhindert eine unmittelbare Wiederverengung des Gefäßes nach der Entspannung des Ballons. Aus diesem wird dann die Luft abgelassen und der Ballon entfernt, während der Stent an Ort und Stelle bleibt. Jedoch kommt es in 12% bis 20% der Fälle zu einer Restenose, das heisst die Symptome treten nach einigen Monaten wieder auf.
Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine kurzzeitige Bestrahlung das Risiko einer erneuten Verengung innerhalb eines Stents verhindern kann. Dazu verwenden die Ärzte einen Katheter, der eine radioaktive Substanz enthält. Diese Methode nennt sich „Intrakoronare Brachytherapie“. Gewöhnlich wird sie nur eingesetzt, um eine Restenosis zu behandeln.
Eine Koronar-Angioplastie wird normalerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Je nach Ihrer besonderen Situation, dauert die Behandlung etwa 1 Stunde. Meistens ist eine Übernachtung im Krankenhaus erforderlich.
Bypass-Operationen –Hierbei handelt es sich um eine grössere und langwierige Operation. Ein Blutgefäß von einem anderen Körperteil wird an die verengte Herzarterie angeschlossen. Durch diese Umleitung fließt das Blut an der verengten Stelle vorbei und gelangt zu Ihrem Herzmuskel. Der Krankenhaus-aufenthalt und die Genesungszeit sind erheblich länger als bei der Angioplastie.
Verschiedene Formen der KHK erfordern die Bypass-Operation und manchmal ist dies die bessere Alternative, weil weitere Eingriffe dadurch unwahrscheinlicher werden.