MenüMenü

Hintergründe zum Thema Angina Pectoris

Die Angina Pectoris ist eine Herzkrankheit. Es handelt sich um eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die durch verengte Koronararterien (Herzkranzgefäße) entsteht. Durch die mangelnde Versorgung des Herzens mit Sauerstoff stellen sich bei den Betroffenen Schmerzen in der Brust ein, die in der Regel innerhalb weniger Minuten von selbst wieder verschwinden.

Auch das Einnehmen eines Nitro-Präparats kann nötig und hilfreich sein. Ursache der Angina pectoris ist meistens die Verkalkung der Herzkranzgefäße.

Symptome

Typische Angina pectoris Beschwerden sind unter anderem Schmerzen und Brennen hinter dem Brustbein, die bis in die Arme oder den Hals ausstrahlen können. Auch Schwitzen und Atemprobleme zählen zu den Beschwerden der koronaren Herzerkrankung. Meistens werden die typischen Symptome durch körperliche oder seelische Belastung oder zu üppige Mahlzeiten ausgelöst.

Um den akuten Angina pectoris-Anfall zu beenden, ist ein so genanntes Nitro-Präparat nötig, das in den Mundraum gesprayt wird, wo es von der Mundschleimhaut sehr schnell aufgenommen wird. Bleiben die Schmerzen trotz Nitro gleich, kann das ein Hinweis auf einen Herzinfarkt sein und es sollte umgehend ein Notarzt gerufen werden. Nitro-Spray ist nur dazu gedacht, einen akuten Anfall zu beenden. Als alleinige Angina pectoris Therapie ist es keinesfalls ausreichend. Stattdessen muss durch eine Intervalltherapie die Verkalkung der Herzkranzgefäße aufgehalten werden.

Die vier Stadien einer Angina Pectoris

  1. Schweregrad: Keine Herzanfälle bei normaler Belastung. Gartenarbeit, Schneeschaufeln oder leichter Sport sind möglich.
  2. Schweregrad: Geringe Einschränkungen bei normaler Tätigkeit. Herzanfälle typischerweise bei schnellem Treppensteigen, Bergaufgehen oder nach dem Aufstehen.
  3. Schweregrad: Deutliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Herzattacken bereits beim An- und Ausziehen, bei längerem Spazierengehen oder leichter Hausarbeit.
  4. Schweregrad: Sehr starke Einschränkung. Bei jeder kleinen Belastung oder sogar in Ruhe sind Attacken möglich.

Eine Angina pectoris lässt sich im Normalfall einer von drei Kategorien zuordnen

Die stabile Form gilt als Ergebnis einer weitgehend fixiert verengenden Herzkranzarterie. Dadurch reduziert sich der Blutfluss zum Herzmuskel. Brustschmerzen (häufig kombiniert mit einem Druckgefühl hinter dem Brustbein) treten bei körperlicher Belastung auf.

In den meisten Fällen folgt die stabile Angina pectoris einem vorhersagbaren Muster. Patienten spüren zum Beispiel immer dann ein Engegefühl und Druck in der Brust, wenn sie eine bestimmte Zeit oder Entfernung gelaufen sind. Taucht eine stabile Angina pectoris im Zusammenhang mit körperlicher Bewegung auf, verschwindet sie innerhalb von Minuten nach Beendigung der Anstrengung.

Die ersten Angina pectoris Anzeichen können unvorhersehbare Brustschmerzen während Ruhephasen oder während des Schlafs sein. Sie deuten auf den Beginn einer instabilen Angina pectoris hin. Lief man früher 20 Minuten oder länger vor dem Engegefühl in der Brust, so überkommt einen jetzt nach fünf Minuten dasselbe Gefühl: Dann entwickelt sich unter Umständen diese ernstere Form einer Angina pectoris. Als Ursache hierfür gilt das plötzliche Ablösen eines Fettdepots in einer Herzkranzarterie. Ein kleines Blutgerinnsel entsteht an der Verletzungsstelle, sodass sich die Arterie schneller verengt oder vollständig blockiert.

Eine instabile Angina pectoris erfordert in vielen Fällen einen Krankenhausaufenthalt, denn das Herzinfarkt-Risiko beträgt etwa 25%. Diese Form der Brustschmerzen geht eventuell in einen kleineren oder größeren Herzinfarkt über.

Die dritte Form ist die variable Angina pectoris. Hier krampfen die Muskelfasern, welche die Herzkranzarterien umgeben, unkontrolliert. Im Falle einer variablen Angina verengt sich unter Umständen der Hohlraum des Gefäßes (Lumen) oder verschließt sich sogar kurzzeitig ganz.

Diese Form tritt meist bei Menschen auf, die nicht unter Arterienverkalkung (Arteriosklerose) leiden. Die Krämpfe treten ohne offensichtliche Ursache auf oder stellen das Ergebnis von emotionalem Stress, Unterkühlung oder Tabakrauch dar. Als typische Symptome gelten starke, kurz anhaltende Brustschmerzen. Krämpfe treten häufig nachts auf und reißen die Betroffenen aus dem Schlaf. Herzrhythmusstörungen gelten als häufige Begleiterscheinung während der Perioden ungleichmäßiger Durchblutung des Herzens. Dabei können Patienten sogar ohnmächtig werden.

Druckluft fördert die Herzdurchblutung

Es gibt eine alternative Behandlung der Brustschmerzen für Menschen, die auf die anderen Therapien nicht richtig ansprechen oder die nicht die richtigen Voraussetzungen mitbringen. Die Pneumatische Externe Gegenpulsation (PECP) stellt ein nichtinvasives Verfahren zur Linderung einer Angina pectoris dar.

In manchen Fällen verbessert es die Durchblutung des Herzmuskels. Während der PECP-Behandlung befördern aufblasbare Druckkammern das Blut von den Beinen zum Herzen. In der Mayo Clinic dauert die Behandlung jeweils eine Stunde und wiederholt sich sieben Wochen lang an jeden Werktag.

Wie sinnvoll ist die Entfernung der Mandeln?

Bei einer häufig wiederkehrenden Angina raten manche Ärzte immer noch sehr schnell zu einer Mandeloperation. Doch die Gaumen- und Rachenmandeln sind kleine Bollwerke Ihrer Immunabwehr, deshalb sollten Sie nicht vorschnell auf die wehrhaften Drüsen verzichten. Früher war die erste ärztliche Maßnahme bei einer Mandelentzündung – Tonsillitis – die Entfernung der Mandeln. In den 80er Jahren war dies der häufigste chirurgische Eingriff. „Die Mandeln müssen raus, der Doktor baut ein Haus“, war der Slogan jener Tage, so las ich kürzlich schmunzelnd in der „Apotheken Umschau“.

Naturheilkundlich bewanderte Ärzte standen dem von Anfang an sehr kritisch gegenüber. Sie bestanden darauf, dass zunächst alle anderen Behandlungsmaßnahmen ausgeschöpft sein sollten. Denn als erster Wachposten des Immunsystems schützen die Mandeln Sie vor Krankheitserregern, die durch Mund und Nase in Ihren Körper gelangen. Nehmen die Keime überhand, entzünden sich die Mandeln. Doch die Mandeln allein würden nicht krank, sondern der ganze Mensch.

Nehme man die Mandeln weg, so die Kritiker der Operation, erkrankten manchmal andere Teile des Immunsystems und die Abwehr werde weiter geschwächt.

Mandel-Entfernung muss gut abgewogen werden

Bei den Operationen kam es häufig zu Nachblutungen und Abszessen. Zudem endeten rund 6.000 Mandelentzündungen im Jahr tödlich – dieses Risiko wird von Laien auch heute noch meist unterschätzt. Trotz moderner Operationsmethoden lässt sich dieses Risiko nicht ganz ausschließen. Jeder 4. Patient muss mit einer Nachblutung rechnen, so das Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie der deutschen Universitätskliniken.

Und Blutungen im Rachenraum gelten als besonders riskant, weil ein hoher Blutverlust droht. Deswegen halten sich die Ärzte mit diesem Eingriff wesentlich mehr zurück. Treten die Beschwerden jedoch regelmäßig auf, wird auch heute noch eine Entfernung der Tonsillen empfohlen. Bei Kindern führt die Operation häufig zu einer Gewichtszunahme – warum ist bislang ungeklärt. Dennoch wird  die Operation noch heute nach genauer Prüfung befürwortet, sofern die Mandelentzündung chronisch geworden und mit gefährlichen Atemaussetzern im Schlaf verbunden ist.

Als kritische Grenze gelten heute drei bakterielle Mandelentzündungen im Jahr. Denn durch den Dauerbeschuss mit Krankheitserregern wird das Gewebe der Mandeln langsam auf Dauer zerstört.

Angina Pectoris Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Sind Sie ein Kandidat für EECP?

EECP beschreibt eine nichtoperative, ambulante Behandlungsform, die bei Personen mit Angina Pectoris die Blutzufuhr zum Herzen verbessert.

Angina Pectoris FID Gesundheits-Experten Normalerweise ist eine Angina nicht gefährlich

Ihrem Arzt reicht meist ein Blick in Ihren Rachen, um zu wissen, dass Sie an einer Angina leiden. Denn dann sind Ihre Mandeln gerötet, geschwollen und eitrig belegt.

Angina Pectoris FID Gesundheits-Experten Prießnitzwickel lindern Ihre Beschwerden bei einer Mandelentzündung

Prießnitzwickel können Ihnen bei der Linderung der Beschwerden bei einer Mandelentzündung gute Dienste leisten. Lesen Sie hier mehr dazu!