Aneurysma: Operationsverfahren
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Zwei operative Verfahren werden angewendet:
Offene Operation – Dieser Eingriff erfolgt meist über einen langen Einschnitt am Bauch. Der beschädigte Teil der Aorta wird durch einen Schlauch aus Kunststoff (Prothese) ersetzt, der fest an die benachbarten Gefäßenden angenäht wird. Die Abheilung im Krankenhaus dauert etwa 10 Tage. Eine vollständige Heilung dauert bis zu 2 Monate, wobei langfristige Probleme selten sind.
Eine endovaskuläre Operation bedeutet die Einführung eines Katheters durch die Beinarterie bis zur Aorta. Eine Prothese wird dann abgesetzt und befestigt.
In jüngster Zeit wird an einigen Kliniken dasselbe Verfahren mit einem kleinen Einschnitt durchgeführt (Minimaleinschnitt-Aortenoperation). Die Vorteile dieser Variante sind der kürzere Krankenhausaufenthalt und die schnellere Abheilung.
Endovaskuläre Reparatur – Bei diesem Verfahren wird die Ausweitung von innen operiert. Der Zugang erfolgt über eine Beinarterie in der Leistengegend. Ein Schlauch (Katheter) wird durch Ihre Arterie bis zur Aorta geführt. Eine kleine Prothese wird dann vom Katheter abgesetzt und fest an der Aorta verankert.
Die endovaskuläre Reparatur wird von vielen Kliniken angeboten. Für ältere Patienten und solche mit hohem Risiko kann sich diese Methode besser eignen. Die Abheilung ist deutlich schneller, mit 1 bis 3 Tagen im Krankenhaus und einer Rückkehr in den normalen Alltag nach 2 Wochen. Etwa 10% der Patienten mit dieser Methode müssen später weitere Eingriffe vornehmen lassen.
Bei Brustaneurysmen (thorakaische Aortenaneurysmen) wurde das endovaskuläre Verfahren erst vor kurzem eingesetzt. Verglichen mit der Operation in der Bauchhöhle ist die Standardoperation einer Aussackung im Brustbereich mit einem viel höheren Sterberisiko und einem Lähmungsrisiko behaftet. Eine Reihe von Geräten, die diese Risiken minimieren sollen, wird zurzeit untersucht.