Anämie: Eisenmangelanämie
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Diese Form der Anämie entsteht, wenn dem Knochenmark zur Bildung des Hämoglobins nicht genügend Eisen zur Verfügung steht. Dies ergibt sich hauptsächlich aus zwei Gründen:
Erhöhter Eisenverlust – Bei älteren Menschen ergibt sich meist ein Eisenmangel infolge von chronischen Blutungen. Blutverlust tritt oft bei einer Schädigung im Verdauungs- bzw. Darmtrakt auf, wie etwa bei einem Geschwür, einem Polyp oder bei Krebs. Die häufige oder übertriebene Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS, z. B. Aspirin®) oder nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR, z. B. Voltaren®) kann zu Reizungen der Magenschleimhaut führen und Blutungen hervorufen.
Normalerweise sind die Blutungen langsam („Sickerblutungen“) und unauffällig. Bei starken Blutungen setzt der Patient meist schwarze, teerige oder blutige Stühle ab.
Bei Frauen, die noch nicht in den Wechseljahren sind, ist die Eisenmangelanämie eine typische Folge von starken Menstruationsblutungen.
Bei der Behandlung einer Anämie muß die Blutung lokalisiert und gestoppt werden. Wenn die Quelle nicht auffindbar ist oder eine menstruationsbedingte Ursache vorliegt, sind über einen längeren Zeitraum verabreichte Eisenpräparate hilfreich, um die erschöpften Speicher wieder aufzufüllen.
Zu wenig Eisen – Eine weniger verbreitete Ursache der Eisenmangelanämie ist eine eisenarme Ernährung. Untersuchungen in den Wohlstandsländern haben gezeigt, daß ältere Menschen den empfohlenen Mindesttagesbedarf an Eisen oder sogar mehr aufnehmen. Ferner gibt es bisher keine Hinweise, daß die Eisenresorption mit zunehmendem Alter abnimmt.
In seltenen Fällen kann eine operative Entfernung des Magens oder eine Störung im Darmtrakt, wie dies etwa bei der Zöliakie (einer Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, die überwiegend im Säuglings- u. Kindesalter auftritt) der Fall ist, die Ursache dafür sein, daß der Organismus nicht genügend Eisen aufnimmt.