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Abszesse: Sie sind das Ergebnis einer Infektion

Furunkel können leichtes Fieber verursachen und sind meist begleitet durch eine schmerzhafte Schwellung der Haut und der Lymphknoten in unmittelbarer Umgebung der Beule. Wenn Sie einen Abszess entdecken, sollten Sie ihn auf keinen Fall ausdrücken, da sich die Infektion so verbreiten kann.

Sie können einen warmen feuchten Umschlag auf die Stelle legen, der die Schmerzen lindert und die Schwellung zurückgehen lässt. Wenn die Schwellung aber nicht innerhalb einiger Tage verschwindet oder Sie Herzklappenprobleme, vor allem künstliche Herzklappen, oder Gelenkimplantate haben, sollten Sie schnell zu einem Arzt gehen. Ein Abszess innerhalb Ihres Körpers kann viele Symptome hervorrufen.

Zu den Hinweisen, die auf einen Abszess oder auch andere Krankheiten deuten, gehören Fieber über 5 Tage oder länger, Schüttelfrost, unerklärbarer Gewichtsverlust und nächtliche Schweißausbrüche.

Abszesse verursachen häufig Beschwerden in ihrer unmittelbaren Umgebung, zum Beispiel Schmerzen in Magen Brust oder Enddarm. Ein Unterleibs- oder Beckenabszess kann zu Veränderungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang führen. Ein Brustabszess kann Hustenreiz oder Kurzatmigkeit verursachen. Gehen Sie umgehend zu Ihrem Arzt, wenn Sie einen internen Abszess vermuten Unbehandelt kann sich dieser vergrößern und die Infektion kann sich ausbreiten. Einige Abszesse können ohne sofortige Behandlung tödlich verlaufen.

Wie Sie die Stelle finden und auslaufen lassen

Wenn Sie einen Hautabszess haben, kann Ihr Arzt den Eiter einfach absaugen. Wahrscheinlich brauchen Sie danach ein Antibiotikum, um den Heilungsprozess zu fördern und einem Wiederauftreten der Infektion vorzubeugen. Um einen internen Abszess abzuklären, kann Ihr Arzt Bild gebende Verfahren einsetzen, wie Röntgen, Computer-Tomographie oder Ultraschall. Wenn der Abszess gefunden ist, kann Ihr Arzt etwas Eiter absaugen, um herauszufinden, welche Erreger die Infektion verursacht haben.

Die nächste Behandlungsphase hängt wahrscheinlich von Anzahl, Größe und Vorkommen der Abszesse sowie deren Ursache ab. Ein bis mehrere Antibiotika können zum Einsatz kommen. Antibiotika alleine sind besonders erfolgreich bei der Bekämpfung vieler kleiner Abszesse, die in einem gut durchbluteten Organ wie der Leber vorkommen. Große Abszesse können für Antibiotika schwer zu durchdringen sein.

Jedoch müssen die meisten inneren Abszesse abgesaugt werden. Mit Hilfe von Bild gebenden Verfahren wie Ultraschall wird ein Katheter in den Abszess eingeführt und der Inhalt abgesaugt. Diese Methode wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert zwischen 10 und 45 Minuten. In seltenen Fällen kann auch eine kleine Operation nötig sein, um den Abszess erfolgreich zu leeren.

Nach der Entleerung werden Sie für weitere 2 bis 4 Wochen ein Antibiotikum einnehmen müssen.

Wie Sie die Hautentzündung natürlich heilen

Einige Heilpflanzen haben eine entzündungshemmende Wirkung, regen den Hautstoffwechsel an und verstärken die Durchblutung. Mit äußerlichen Anwendungen der Extrakte können Sie den Heilungsprozess daher deutlich beschleunigen.

Die folgenden Pflanzenextrakte haben sich bei Furunkeln bewährt:

  • Arnika (z. B. Arnikamill®, Kneipp® Arnika Kühlgel)
  • Kamillenblüten (z. B. in Hewekzem novo® Heilsalbe N, Kamillosan® Salbe)
  • Lärchenterpentin (z. B. in Ilon® Abszess-Salbe)
  • Teebaumöl (z. B. Teebaumöl Salbe Pharma Peter)

Tragen Sie die entsprechende Salbe mehrmals täglich auf den entzündeten Hautbereich auf. Achtung: Drücken Sie auf keinen Fall an einem Furunkel herum, er könnte sich nach innen entleeren und im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen.

Hefe hilft!

Hefen sind einzellige Lebewesen, die zu den Pilzen gezählt werden. Als medizinische Hefe werden die frischen oder getrockneten Zellen aus den Stämmen der Saccharomyces cerevisae bezeichnet, die reich an B-Vitaminen, Aminosäuren und Zuckerverbindungen (Mannane und Glukane) sind. Der Gesamtkomplex dieser Inhaltsstoffe stimuliert die Fresszellen des Immunsystems, aktiviert den Hautstoffwechsel und kann das Anheften der Eiterbakterien an das Gewebe verhindern.

Wenn Sie daher gleich bei den ersten Anzeichen eines sich bildenden Furunkel mit der Einnahme eine Hefepräparats (z. B. Panaktiv®) beginnen, helfen Sie Ihrer Immunabwehr und Ihrer Haut, mit der eitrigen Entzündung besser fertig zu werden. Die kurmäßige Anwendung über drei Monate ist besonders dann zu empfehlen, wenn Sie immer wieder zu Furunkeln neigen. Alternativ zu einem Fertigpräparat können Sie auch einen Versuch mit der wesentlich günstigeren Backhefe starten, die Sie in jedem Supermarkt erhalten. Kauen Sie davon einfach täglich dreimal ein kleines Stückchen.

Mit diesen Umschlägen reifen Furunkel schneller

  • erweichende Leinsamen-Auflage: Verrühren Sie 100 g gemahlenen Leinsamen mit heißem Wasser, bis ein dicker Brei entsteht. Streichen Sie den Brei auf eine Mullkompresse und legen Sie sie dreimal täglich frisch zubereitet 20 Minuten lang auf den Furunkel auf.
  • eiteraustreibender Bockshornklee-Umschlag: Kochen Sie 100 g pulverisierten Bockshornkleesamen (aus der Apotheke) mit 100 ml Wasser auf. Streichen Sie den zähen Brei auf ein Baumwolltuch und legen Sie es dreimal täglich frisch zubereitet auf die entzündete Stelle.
  • eröffnender Salbenumschlag: Bestreichen Sie eine Mullkompresse messerdick mit Zugsalbe (Ichtholan® 20 %, Thiobitum®, Ilon® Abszess-Salbe). Fixieren Sie die Auflage mit einer Mullbinde auf dem Furunkel und lassen Sie sie über Nacht einwirken.
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