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Grundlagenwissen zum Thema Innere Medizin

Der Begriff Innere Medizin (Internistik) beschreibt die Lehre von den inneren Krankheiten. Hierbei handelt es sich um das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten der inneren Organe befasst – eben Innere Medizin.

Innere Medizin: Teilgebiete

  • Pneumologie: Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Kardiologie: Herz und Kreislauf
  • Nephrologie: Nieren
  • Rheumatologie: Erkrankungen der Stütz- und Bindegewebe
  • Infektiologie: Infektionskrankheiten
  • Hämatologie: Blut und blutbildende Organe
  • Angiologie: Gefäßkrankheiten
  • Endokrinologie: Stoffwechsel
  • Onkologie: Krebs
  • Gastroenterologie: Magen und Darmtrakt
  • Toxikologie: Gifte und ihre Wirkung auf den Organismus

Nach erfolgreichem Medizinstudium darf sich Internist oder Facharzt für Innere Medizin nennen, wer die mehrjährige Facharztausbildung zum Internisten erfolgreich abgeschlossen hat. Dabei besteht die Möglichkeit, sich innerhalb des Fachgebiets Innere Medizin auf eines der Teilgebiete zu spezialisieren.

Wenn es um Ihre Gesundheit geht, sollten Sie mehr verlangen als Routine-Checks. Hier finden Sie eine Auflistung der Untersuchungsmethoden, mit denen Sie auf Nummer Sicher gehen.

Check beim Augenarzt

Routine: Der Arzt bestimmt Ihre Sehschärfe und verschreibt Ihnen eine neue Brille.

Die bessere Strategie: Bitten Sie darum, dass man darüber hinaus Ihre Netzhaut spiegelt und Ihr Gesichtsfeld bestimmt, wenn Sie stärker kurzsichtig sind. In diesen Fällen löst sich mit den Jahren die Netzhaut am Rand ab. Des Weiteren erkennt man durch die Spiegelung Veränderungen an Ihrem Sehnerv und mögliche Schäden durch Bluthochdruck frühzeitig. Wenn Sie älter als 40 sind, sollte Ihr Augenarzt Ihren Augeninnendruck messen. So kann er einen Grünen Star (Glaukom) rechtzeitig feststellen.

Tinnitus

Routine: Ihr Hals-Nasen-Ohrenarzt führt mit Ihnen einen Hörtest durch, analysiert Ihre Trommelfell-Schwingungen und verschreibt Ihnen durchblutungsfördernde Medikamente. „Mit Ihren Ohrgeräuschen müssen Sie leben!“

Die bessere Strategie: Tritt bei Ihnen zum ersten Mal ein Tinnitus auf, sollte der Arzt eine Kernspintomographie Ihres Schädels verordnen. So kann er ausschließen, dass ein langsam wachsendes Akustikusneurinom Ihren Tinnitus verursacht. Dieser Tumor bildet sich in den Hörnerven und führt unter Umständen trotz seiner Gutartigkeit zu Tinnitus und Taubheit. Darüber hinaus kann Ihr Arzt die „Eigengeräusche“ Ihrer Ohren (ein Ohr schafft 10 Dezibel) und akustisch evozierte Potenziale messen. Dabei zeichnet er auf, was von dem Gehörten im Hörzentrum Ihres Gehirns ankommt und wie dieses es verarbeitet. Aus dem Untersuchungsergebnis kann man Schlüsse auf Störungen am gemeinsamen Hör-Gleichgewichts-Nerv ziehen, die eventuell einen Tinnitus verursachen.

Lang anhaltende Heiserkeit

Routine: Der Hausarzt schaut in Ihren Hals und rät zu Lutschpastillen und Rachenspülungen.

Die bessere Strategie: Spätestens nach zwei Wochen (bei Rauchern nach einer Woche) müssen Sie der Ursache Ihrer Heiserkeit auf den Grund gehen. Die erweist sich unter Umständen als bösartiger Stimmband-Tumor. Ein solcher Tumor bringt im Anfangsstadium eine Heilungschance von 95 Prozent mit sich. Ist das Ergebnis der Untersuchung per Endoskop beim Hals-Nasen-Ohrenarzt nicht aufschlussreich, macht dieser eine Video-Stroboskopie Ihrer Stimmbänder. Die Schwingungen der Stimmbänder zeichnet er unter Einsatz einer Stroboskop-Lampe per Video auf und analysiert sie in einzelnen Standbildern. Mit dieser Methode erkennen Sie krebsartige Veränderungen der Stimmbänder sehr früh.

Haarausfall

Routine: Ein Blick auf Ihre kahlen Stellen und der ärztliche Spruch: „Damit müssen Sie leben!“

Die bessere Strategie: Bitten Sie Ihren Hautarzt um eine Haarwurzeluntersuchung, denn ein Grund für Haarausfall stellt eine Entzündung der Haarwurzeln dar. Darüber hinaus bestimmt der Arzt Ihre Schilddrüsenwerte sowie die Konzentration von Eisen, Zink und Magnesium in Ihrem Blut. Zu niedrige Werte gelten ebenfalls als Ursache für Haarausfall. Die Bestimmung von Mineralien in Ihren Haaren nützt nichts. Bringen diese Tests keine Ursache für Ihren Haarausfall zu Tage, ist er aller Vermutung nach erblich. Damit müssten Sie in der Tat leben. Übrigens scheidet zu viel Testosteron im Blut als Ursache für Haarausfall bei Männern aus. Das kommt lediglich bei Frauen vor.

Blutabnahme

Routine: Bei der jährlichen Blutuntersuchung bestimmt Ihr Hausarzt bei Ihnen Cholesterin und Triglyceride.

Die bessere Strategie: Im Zweifelsfall sagen diese beiden Werte zu wenig über Ihren Fettstoffwechsel aus. Bitten Sie neben dem Cholesterin um eine Bestimmung der Transport-Proteine HDL und LDL, selbst wenn Ihre Cholesterin-Werte normal sind. Das LDL ist für den Transport des Cholesterins und der Triglyceride von der Leber ins Gewebe sowie in die Wände der Blutgefäße zuständig. Das HDL regelt den Transport zur Leber hin. Je weniger LDL und je mehr HDL im Blut schwimmen, desto geringer ist Ihr Risiko für eine Arteriosklerose.

Brustschmerzen

Routine: Der Hausarzt hört Herz und Lunge ab und führt ein EKG durch.

Die bessere Strategie: Fördert das normale EKG nicht die Ursache Ihrer Brustschmerzen zu Tage, wiederholen Sie die Untersuchung auf dem Fahrrad-Ergometer. Möglicherweise müssen Sie dafür zu einem Internisten gehen. Nach einem solchen Belastungs-EKG kann dieser mit bis zu 75-prozentiger Sicherheit, ob Sie ein Problem mit Ihren Herzkranzgefäßen haben. Bringt dieser Test keine Klarheit, macht Ihr Arzt eine Ultraschalluntersuchung Ihres Herzens. Das führt er gegebenenfalls als Stress-Echo durch, bei dem er eine adrenalinähnliche Substanz injiziert und so das Herz künstlich belastet. Herrscht im Anschluss noch keine Klarheit über die Ursache Ihrer Brustschmerzen, kommt unter Umständen eine Herzkatheter-Untersuchung in Frage.

Magenschmerzen

Routine: Der Arzt tastet Ihren Bauch ab und schickt Sie mit Magentabletten sowie guten Ratschlägen nach Hause.

Die bessere Strategie: Der Grund Ihrer Magenschmerzen ist unter Umständen ein Geschwür. Eine gründliche Befragung durch Ihren Arzt, wann und wo die Schmerzen auftreten und welcher Art sie sind, steuert viel zur Diagnose bei. Nach der körperlichen Untersuchung erfolgt eine Ultraschall-Aufnahme Ihrer Gallenblase. Schließt diese Gallensteine aus, nehmen Sie eine Woche lang Magensäure neutralisierende Medikamente. Sind Ihre Beschwerden im Anschluss nicht verschwunden, steht eine Magenspiegelung an. Dabei sollte Gewebe man entnehmen, um mögliche Veränderungen in Ihrer Magenschleimhaut genau zu untersuchen. Des Weiteren weist man so Helicobacter-Bakterien mit Sicherheit nach. Diese lösen in vielen Fällen Magengeschwüre aus.

Bluthochdruck

Routine: Der Arzt misst Ihren Blutdruck. Er rät zu weniger Stress und mehr Sport.

Die bessere Strategie: Bei Bluthochdruck ist zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der linken Herzkammer durch einen Kardiologen sinnvoll. Im Normalfall ist die linke Herzkammer nicht dicker als etwa 10 bis 11 Millimeter. Bei Bluthochdruck pumpt die linke Herzkammer Blut jedoch mit viel Kraft in den Körper, sodass die Herzkammerwand mit der Zeit an Umfang zulegt. So tut das ebenfalls der Bizeps nach täglichen Hantelübungen.

Nach der gründlichen Befragung durch Ihren Arzt steht des Weiteren eine 24-Stunden-Blutdruckmessung auf dem Programm. Ist Ihr Blutdruck tagsüber wie nachts gleich hoch, fahndet Ihr Arzt weiter nach den Ursachen. Relativ häufig steckt die Schilddrüse dahinter, seltener eine Erkrankung der Nieren beziehungsweise Nierengefäße. Gibt es dafür konkrete Hinweise, bringt eine Doppler-Ultraschall-Untersuchung unter Umständen Licht ins Dunkel. Bei einem Verdacht auf einen länger bestehenden Bluthochdruck schickt Sie Ihr Arzt zu einem Augenarzt. Die Untersuchung der Augenhintergründe gibt wichtige Hinweise über das Ausmaß und die Dauer Ihres Bluthochdruckes.

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