In Speisen wirkt Bockshornklee magenstärkend
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 2. Mai 2008, 09:35 Uhr
GNL5356
Wenn Sie den Bockshornklee zur allgemeinen Stärkung einsetzen wollen, nehmen Sie mehrmals täglich einen Teelöffel des gemahlenen Samens oder des fertigen Foenum-graecum-Pulvers aus der Apotheke mit Wasser ein. Aber Achtung: Das regt auch die Tätigkeit Ihres Darms an.
Zur Teezubereitung (gegen Husten und zur Förderung der Milchbildung) wird der ganze Samen verwendet. Nehmen Sie zwei gehäufte Teelöffel gemahlenen Bockshornkleesamen oder fertiges Foenum-graecum-Pulver und übergießen Sie diese mit einem Viertelliter kaltem Wasser. Nach drei Stunden bringen Sie dieses Gemisch zum Sieden, abseihen und lauwarm trinken. Sie können den Tee mit Honig süßen. Ungesüßt eignet er sich für Fuß- und Handbäder, denn er vermindert die Schweißbildung.
Für eine Auflage rühren Sie 100 g Foenum-graecum-Pulver oder 100g grob gemahlene Bockshornkleesamen aus der Apotheke mit ein wenig Wasser an und kochen diese Mischung auf. Den warmen Brei streichen Sie dick auf ein Leinentuch und geben dieses etwas abgekühlt auf die zu behandelnde Stelle. Darauf legen Sie noch ein wärmendes, trockenes Wolltuch. Wenn die Auflage abgekühlt ist, können Sie diese bis zu drei- bis viermal erneuern. Kochen Sie den Brei mit Essig statt mit Wasser auf, erhöhen Sie die Wirkung noch, denn der Essig zieht das Gewebe zusammen. Bewährt hat sich dieser Wickel vor allem auch bei Nagelbettentzündungen.
Hautausschläge können Sie auch mit Bockshornklee-Öl behandeln: Verrühren Sie einen Esslöffel in der Pfanne ohne Fett kurz geröstete, frisch zerstößelte Bockshornklee-Samen mit einen Esslöffel Mandelöl. Tragen Sie diese dicke Masse auf die erkrankte Stelle auf. Nach einer halben Stunde mit lauwarmem Wasser abnehmen. Diese Anwendung sollten Sie täglich machen, bis Ihre Haut eine deutliche Besserung zeigt.
Als Küchengewürz entfaltet Bockshornklee magenstärkende und anregende Kräfte. Verwenden Sie ihn jedoch nur ganz sparsam, denn er riecht sehr stark und Sie können schnell damit überwürzen. In den meisten Currymischungen ist Bockshornklee übrigens ein wichtiger Bestandteil. Auch hier darf er aber nur sparsam eingesetzt werden. Ein besonders empfehlenswerter und vitalstoffreicher Genuss sind Bockshornklee-Keimlinge, die Sie fertig kaufen oder in Keimtöpfen selbst ziehen können.