Immobilien: Schlägt Kauf Miete? Rechnen Sie genau!
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 24. August 2010, 10:00 Uhr
GNL5356
Haus kaufen oder mieten und vom gesparten Geld die Miete zahlen? Können Magnete gesund machen? Kann Unkraut Schmerzen vertreiben? Drei interessante Fragen mit drei interessanten Antworten!
Viel Spaß beim Lesen!
Dr. Dietmar Kowertz
Immobilien: Schlägt Kauf Miete? Rechnen Sie genau!
Wer ein Haus kauft, zahlt in die eigene Tasche. Wer jedoch mietet, überweist dem Vermieter im Laufe der Jahre ein kleines Vermögen! So wollen es uns Banken, Bausparkassen und Bauunternehmer glauben machen. Doch haben sie wirklich Recht?
Was Sie beim Kostenvergleich beachten müssen:
1. Als Hausbesitzer zahlen Sie nicht nur das Haus ab, Sie müssen auch für Instandhaltungskosten, Hausversicherungen und Grundsteuern selbst aufkommen.
2. Wer lediglich Mietersparnis gegen Kreditzinsen aufrechnet, betrügt sich selbst. Sie müssen auch einen kalkulatorischen Zins einrechnen, also das, was Ihr eingesetztes Eigenkapital erwirtschaften würde, wenn Sie es auf der Bank gelassen hätten.
3. Der Wertzuwachs einer Immobilie sollte realistischerweise mit 2 Prozent p.a. angesetzt werden - nicht höher.
4. Wenn Sie so viel Eigenkapital besitzen, dass Sie ein Haus oder eine Wohnung bar bezahlen könnten, sollten Sie Ihr Geld vielleicht lieber in Aktienfonds anlegen. Da sind immer noch Nachsteuerrenditen von 6 Prozent möglich, von denen man die Miete bezahlen und noch etwas zurücklegen kann - für einen späteren Hauserwerb zum Beispiel.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Rolf D Karl (24.08. 2010 10:39 Uhr):
Der Beitrag Immobilie schlägt Kauf enthält m.E. Denkfehler: 1.Für Hausversicherungen u. Grundsteuer muss auch ein Mieter i.d.R. aufkommen, lt. den von Haus + Grund empfohlenen Mietverträgen. 2. zu Punkt 4: Wer wirklich das Geld hat, ein Haus zu kaufen sollte dies m.E. sofort tun u. nicht erst über den riskanten Umweg Fondserwerb. Wichtig ist die Lage, Lage u. nocheinmal die Lage. Wenn die Lage stimmt, stimmt auch der Wertzuwachs. 3. Wer das Geld nicht hat, sollte mal die historisch niedrigen Zinssätze f. Immobiliendarlehen bedenken u. sich auch dann sofort ein Haus kaufen, sofern er eines kennt, bei dem 3 x die Lage stimmt. Mit freundlichen Grüssen Rolf D. Karl
Antworten - Kommentar von Monika Bast Sanober (24.08. 2010 10:47 Uhr):
Alles schön und gut! Aber was ist wenn wir wieder mal ein Desaster an der Börse haben? Meine Wohnung oder mein Haus geht dann nicht den Bach runter aber alles andere auf der Bank schon sämtliche Aktien u.s.w.
Antworten - Kommentar von Erika Meyer (24.08. 2010 11:23 Uhr):
Ein wahrlich schlechter Rat das mit den Aktienfonds oder Aktien wie sie es nennen, wir sind auch darauf reingefallen worden. Heute haben wir unser Kapital Verloren die gesammte Alterssicherung, fallen dadurch in die sogenannte Altersarmut, noch verschärt durch den Euro, der unsere Renten klatt halbiert hat, und es soll mir niemand sagen dass das nicht stimmt.
Antworten - Kommentar von Detlef Sander (25.08. 2010 19:05 Uhr):
Hallo, Ihr Artikel ist ein uralter Kalauer, den die Vermietungsmafia erfunden hat. Als Fachmann - Sachverständiger für Wertermittlung IHK DA und immerhin zum Kaufzeitpunkt schon 65 Jahre alt, habe ich mir aus der leidvollen Erfahrung als Mieter eines Reihenhauses - wir bekamen eine fingierte Eigenbedarfskündigung und das Haus steht nach 2 Jahren immer noch leer - ein schickes neues Energiesparhaus gekauft. Deshalb kann ich Ihnen nur sagen, nichts geht über die Sicherheit eines eigenen Hauses. Richtig ist, man sollte nicht um jeden Preis finanzieren und sich dabei überheben! Richtig ist auch, dass man als Eigenheimbesitzer für die Instandhaltung selbst aufkommen muss. Deshalb immer einen Neubau kaufen, da gibt es die gesetzliche Garantie von 5 Jahren und in den ersten 10 Jahren passiert nicht viel außerhalb der Garantie. Schönheitsreparaturen haben Sie auch als Mieter und vorallem: regelmäßige Mietpreissteigerungen. Ihre Belastung bei der Bank bleibt - je nach Finanzierungszeitraum - erst mal fest. Und wenn nach Ablauf der Bindungsfrist nachfinanziert wird, zählt ja der niedrigere Restbetrag. Der Kauf wird also immer günstiger! Die Miete aber steigt stetig! Trotzdem sollte sich jeder Hauskauf-interessent nicht vom Makler sondern von einem unabhängigen Berater informieren lassen! Meine Frau und ich sind jedenfalls mit dem neuen KfW-40 Haus in guter, innenstadtnaher Lage hoch zufrieden! Und bei den Hypotheken-zinsen, die zZ gelten, sollte man eigentlich unbedingt kaufen! Auch dann, wenn die Immobilienpreise nicht mehr ins uferlose steigen! Freundliche und zufriedene Grüße aus Groß-Gerau Ihr Detlef Sander
Antworten - Kommentar von Renè (26.08. 2010 04:06 Uhr):
Hausversicherugnen und Grundsteuern zahlt man i.d.R. auch als Mieter. Ein Aktienfond, der um 50% im Wert sinkt, muss 100% zulegen, nur um auf den selben Stand zu kommen. Ein Haus ist eine sehr sichere Geldanlage!
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