Immer wieder Ärger mit Eigenbedarfs-Kündigung

in Verbraucherschutz Vertraulich
vom


Um einen unliebsamen Mieter loszuwerden schieben Vermieter gern den Kündigungsgrund „wegen Eigenbedarf" vor. Das kann bedeuten, dass der Vermieter selbst oder ein nahestehender Verwandter von ihm in die Wohnung einziehen will. Oft ist dieser Grund aber nur vorgeschoben. Da in der Vergangenheit viel Schindluder mir der Eigenbedarfs-Kündigung getrieben wurde, haben die Gerichte die formellen Anforderungen, die an eine solche Kündigung zu richten sind, nach und nach verschärft. Der Vermieter muss in dem Kündigungsschreiben an seinen Mieter zum Beispiel genau angeben, weshalb er die Wohnung benötigt und wer dort einziehen wird. Auf Nachfrage des Mieters muss der Vermieter sogar offenlegen, wie viele Wohnungen er insgesamt vermietet, welche davon zurzeit unvermietet sind und ebenfalls geeignet wären, den Eigenbedarf zu erfüllen. Handelt es sich nachweislich um einen vorgeschobenen Grund, ist die Kündigung unwirksam. Der Vermieter muss dann alle dem Mieter in diesem Zusammenhang entstandenen Kosten erstatten.


Entscheidung des Landgerichts Frankfurt/Main, Aktenzeichen 2-17 S 18/11


von
Dr. Dietmar Kowertz

Erfahren Sie hier mehr zu Dr. Dietmar Kowertz - Chefredakteur von Benefit.

 
Mehr Gesundheits-Tipps gratis per E-Mail
Das könnte Sie auch interessieren: "Benefit"

Artikel bewerten
Durschnittliche Wertung:
0 Sterne
Wertungen:
0 insgesamt
Artikel weiterempfehlen
Kommentar abgeben

* = Pflichtfeld, bitte unbedingt ausfüllen

Kommentare Kommentar abgeben