Ihre hauseigene Spezialeinheit „Hautschutz“
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 02.11.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Die Haut arbeitet Tag und Nacht, um aller möglichen Störfaktoren Herr zu werden. Dabei hat sie einige Hautfeinde besonders im Visier:
Sonnenstrahlen: Die Haut befindet sich im Superstress, wenn sie von zu viel Sonnenstrahlen attackiert wird. Und zwar auch im Winter, wenn der Schnee die Strahlen zusätzlich noch reflektiert. Sie treffen und zerstören mit außergewöhnlich hoher Energie die Zellkerne in der Oberhaut und die Bindegewebsfasern in der Lederhaut. Die Haut setzt sofort ihre Reparaturexperten in Bewegung. Doch die sind bald überfordert. Es entstehen bleibende Schäden. Die Haut rächt sich mit Falten und Flecken. Das Risiko für Hautkrebs steigt.
Zigaretten: Mit einem einzigen Zug aus der Zigarette inhalieren Sie über 2.000 schädliche Chemikalien. Statt Sauerstoff wird Kohlenmonoxid zu den Zellen transportiert, die Blutgefäße verengen sich. Es kommt zu einer explosionsartigen Attacke der freien Radikale, den größten Feinden unserer gesunden Haut. Das sind aggressive Zellstücke, die die gesunden Zellen angreifen und sie vernichten, indem sie ihre Erbinformationen umprogrammieren. Die Haut wird durch das Rauchen so geschädigt, dass sie keine Chance auf Reparatur mehr hat. Sie altert vorzeitig. Auch Alkohol schädigt die Haut, indem er entwässert und die Gefäße erweitert.
Umwelteinflüsse: Im Winter ist die Haut von Haus aus trockener, weil sie ihre Talgbildung drosselt. Die Heizungsluft trocknet sie noch weiter aus. Ist sie erst einmal trocken, ist die Haut viel anfälliger für alle anderen schädlichen Einflüsse. Umweltschmutz und Chemikalien setzen ihr jetzt stärker zu und schädigen sie. Rötungen, Pickel und Falten sind die Folge. Was ihnen ebenfalls eine gute Angriffsfläche bietet, ist zu viel Reinigen und Schrubben. Denn dadurch wird der Säureschutzmantel zerstört. Häufen sich solche Pannen, ist die Haut nur noch damit beschäftigt, sie wieder zu beheben. Sie kommt mit dem Zellnachschub ins Schleudern, gibt falsche Informationen weiter und lässt Störenfriede wie die freien Radikale ungehindert ihr zerstörerisches Werk tun. Die Haut macht vorzeitig schlapp.
Wenn die Haut in die Jahre kommt
Zusätzlich zu den Schäden, die der Haut von außen zugefügt werden, kommt es natürlich auch noch zum normalen Alterungsprozess: Die Leistungs- und Reparaturfähigkeit der Haut nimmt ab. Die Zellteilung verlangsamt sich, der Zellnachschub wird weniger. Die Haut verliert an Elastizität und wird dünner. Kollagen und Kittsubstanzen werden weniger. Das Abstoßen von abgestorbenen Zellen verlangsamt sich. Die Haut kann weniger Feuchtigkeit binden und bildet zudem selbst weniger Fett. Die Haut wird trockener, bekommt Fältchen. Auch das Bindegewebe wird schwächer.
Auf diese Antifaltenkiller setzt die Kosmetik
Vitamine haben sich als Feinde der freien Radikale entpuppt. Sie sollen als Wächter zwischen den Zellwänden patrouillieren, wie verdeckte Ermittler die herumvagabundierenden Missetäter abfangen, sich mit ihnen verbinden, sie unschädlich machen und die Zellen so vor dem vorzeitigen Tod bewahren. Den besten Schutz bietet eine Kombination von Vitamin E, A und C. Diese ist in immer mehr Cremes enthalten. Oft sind sie in so genannte Liposome verpackt. Das sind winzige Hohlkügelchen aus Fetttröpfchen, die wie eine Art Taxi wirken. Sie wandern durch die Haut und schleusen dort Feuchtigkeit und andere Wirkstoffe ein, wo herkömmliche Cremes nicht hingelangen. Auch die Mineralien Selen und Zink stehen in dem Ruf, den freien Radikalen den Garaus zu machen.