Ihr Frühlings-Fitnessprogramm: Radeln auf die bequeme Tour
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 10. März 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
wieso muss ein Rad denn überhaupt sportlich sein? - Diese interessante Frage stellte mir ein Leser gestern. Er schrieb: „Nach gesundheitlichen Aspekten wäre ein Rennrad am sportlichsten, aber auch rappelhart. Ich habe mir vor einem halbem Jahr ein Elektrorad zugelegt mit 2.0 x 26er Reifen, Vorderradfederung, Sattelfederung und 8-Gang-Nabenschaltung, wobei ich mir das hintere Zahnrad von 16 Zähnen auswechseln ließ in eines mit 24 Zähnen. Der 8. Gang ist immer noch schnell genug, damit ich möglichst lange ohne Akku fahren kann und nur bei Steilstrecken elektrisch - meist nur die unterste Stufe - mit 2/3 Muskelkraft und 1/3 elektrischer Unterstützung fahre. Zum Schluss noch der Hinweis, dass ich nur zwischendurch mal im Straßenverkehr fahre - meist jedoch auf Feld- und Waldwegen!"
Die Fans des Pedelec-Fahrrads mehren sich unablässig. So fahren Sie mühelos, schnell und bequem. Gerade weniger Sportliche, Gelegenheitssportler, Senioren und chronisch Kranke begrüßen die neuen Räder, deren Geheimnis ein kleiner Elektromotor ist. Gute Pedelecs - auch Flyer genannt - sind allerdings nicht ganz billig, sie kosten in ihren verschiedenen Varianten ab 2.000 Euro aufwärts. Doch der Einsatz lohnt sich. Sie bekommen inzwischen Damen- oder Herrenfahrräder, bequeme Stadträder, Tourenräder und sogar Mountainbikes mit elektrischem Antrieb. Pedelecs sorgen vor allem dafür, dass schweißtreibende Steigungen ihren Schrecken verlieren.
Trotzdem nimmt Ihnen das Elektrorad die Arbeit nicht ab: Sie müssen immer selbst noch mit in die Pedale treten. Der Elektromotor unterstützt Ihre Tretarbeit nur: Treten Sie nur zaghaft, hält sich auch der Motor zurück. Treten Sie kräftig in die Pedale, kommt der Motor ebenfalls mehr „in die Hufe". Sie kommen dann damit locker auf eine Geschwindigkeit von rund 20 bis 25 Stundenkilometer.
Achten Sie beim Kauf auf diese Details: Der Akku beziehungsweise die Batterie muss ausdauernd sein. Mindestens 200 Watt-Stunden und standfeste Lithium-Ionen-Technologie sollten Standard sein. Wer weite Strecken zurücklegen will, sollte einen voll geladenen Ersatz-Akku dabei haben (etwa 600 Euro). Die Schaltung sollte mindestes 7 Gänge haben. Wichtig ist auch: Mindestens 120 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht (inklusive Ihrer Person und Ihres Gepäcks). Sie können auch Ihr bisheriges Fahrrad zum Pedelec umrüsten. Das ist allerdings fast so teuer wie ein neues Rad und lohnt sich nur, wenn Ihr „altes" Rad ein besonders gutes ist. Erlaubt ist das Pedelec-Fahren ab 16 Jahre.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb