Honig übernimmt Antibiotika-Aufgaben
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Honig
vom 31.07.2006 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
immer wieder erfahren wir, teilweise sogar direkt am eigenen Leib, dass Großmutters Hausmittel sehr gut wirken. Mediziner aus Bonn haben sich ebenfalls mit einer alten Behandlungsweise befasst – und empfehlen nun, chronische Wunden mit Honig zu behandeln. Diese Behandlungsform stammt schon aus dem alten Ägypten; im ersten und zweiten Weltkrieg wurden Umschläge aus Honig aufgelegt, die dafür sorgten, dass die Verletzungen der Soldaten besser heilten. Erst die Antibiotika, die nach und nach auf den Markt kamen, verdrängten den Honig.
Im Laufe der Jahrzehnte, in denen mit Antibiotika behandelt wurde, entwickelten sich dann Keime, die gegen viele, teilweise sogar gegen fast alle Antibiotika resistent sind. Das veranlasste die Kinderärzte der Universitäts-Kinderklinik in Bonn vor einigen Jahren, mit Honig zu behandeln. Der Erfolg ist nach Angaben der Mediziner erstaunlich. Der Honig veranlasst, dass die Wunder schneller heilen, aber auch, dass der Verbandswechsel besser und schmerzloser funktioniert. Die Verbände lassen sich lösen, ohne die oberen, neuen Hautschichten zu verletzen.
Es handelt sich bei dem verwendeten Honig aber nicht um normalen Haushaltshonig, wie Sie ihn im Schrank stehen haben. Vielmehr greifen die Bonner auf Medihoney zurück, der als Medizinprodukt ausgezeichnet ist und ständig überprüft wird. Dieser Honig besteht aus zwei verschiedenen Sorten, von denen eine nur in Australien und Neuseeland vorkommt. Sie wirkt besonders antibakteriell; auch wenn es noch so stark verdünnt wird.
Mit etwas anderem befasst sich dagegen heute mein Kollege Dr. Michael Spitzbart, Chefredakteur von "Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis", Ihrem unabhängiger Gesundheitsberater für bewusste Ernährung, mentale Stärke und körperliche Fitness. Er schildert, wie Sie richtig trainieren, was passiert, wenn Sie zu langsam Sport treiben – und warum dies auch keine Alternative zu überaus schneller Bewegung ist.
Zuvor aber habe ich etwas ganz Neues für Sie. Ab heute finden Sie in regelmäßigen Abständen einen Kommentar in "täglich gesund". Dr. med. Michael Prang, Chefredakteur vom Beratungsdienst "Die zweite Meinung", der Ihnen persönliche Sicherheit in allen Gesundheitsfragen bietet, befasst sich für Sie mit aktuellen Gesundheitsfragen – und mit Fragen der Gesundheitspolitik. Er gibt Tipps zum Umgang mit Ärzten und macht Sie mit Patientenrechten bekannt.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
P. S.: Auch heute können Sie sich, da der Monat Juli vorbei ist, wieder für unseren kostenlosen Mondkalender registrieren lassen. Schicken Sie mir einfach eine Mail an
Ich sende Ihnen dann morgen den Mondkalender per E-Mail zu.