Honig, Pollen & Co. helfen bei vielen Krankheiten
Täglich Gesund
vom 18.07.2005 16:00 Uhr
GNL5356
Wir streichen ihn auf unser Frühstücksbrot – die alten Ägypter mischten ihn in den Balsam, mit dem sie ihre Pharaonen mumifizierten, und Kleopatra nutzte ihn zur Hautpflege in ihrem Badewasser. Honig ist nicht nur etwas für Süßschnäbel, er ist ein Multitalent in Sachen Schönheit und Gesundheit. Aber auch Pollen, Propolis und Gelée Royale können Ihnen bei vielen Krankheiten wie Infektionen, Verstopfung oder Arteriosklerose helfen.
Honig, das flüssige Gold der Bienen (althochdeutsch honang = der Goldfarbene) enthält immerhin 180 Wirkstoffe. Neben Wasser besteht er zu 70 bis 80 % aus Invertzucker. Dies ist eine hochkarätige Mischung aus Trauben- und Fruchtzucker sowie weiteren Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel anders als beim normalen Haushaltszucker nur langsam ansteigen lassen. Doch diese Mischung hat es in sich.
Dank des Bienenfleißes stecken im Honig:
- antibiotische Verbindungen (Inhibine und Bakterizide), die desinfizierend und antibakteriell wirken;
- Enzyme wie Invertase und Katalase, die den Stoffwechsel steuern;
- Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Eisen und Phosphor;
- B-Vitamine;
- Hormone wie das Azetylcholin, das Nerven und Darmperistaltik beeinflusst;
- eine Fülle von Aromastoffen und
- Antioxidanzien, Bioflavonoide, die gefährliche freie Radikale binden und das Immunsystem stärken.
Die Honigsorte bestimmt die heilenden Eigenschaften
Die genaue Zusammensetzung ist von den jeweiligen Witterungsverhältnissen, den produzierenden Insekten, den enthaltenen Pflanzenarten und Erntegebieten abhängig. Um als spezielle Sorte Tracht) ins Glas zu kommen, müssen mindestens 51 % des Nektars von einer Pflanzensorte stammen. Je nach Herkunft des Honigs sind Farbe, Konsistenz Aroma und vor allem seine heilende Wirkung sehr unterschiedlich.
Achten Sie beim Einkauf unbedingt auf erstklassige Qualität
Wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest im Frühjahr 2004 gezeigt hat, enthält Honig, vor allem aus dem Ausland, häufig Rückstände aus gefährlichen Antibiotika und Pflanzenschutzmitteln. Bienenvertreibungsmittel, die der Imker benutzt, um die Tierchen aus ihren Waben hinauszubefördern, verderben den Geschmack. Und nicht selten wird eine einfache Blütenmischung als teurer Akazien-, Tannen- oder Rapshonig verkauft. Mein Tipp: Kaufen Sie nur Honig aus deutscher Herkunft. Nach der neuen Honigverordnung muss dies jetzt auf dem Glas stehen. Am besten suchen Sie sich einen Imker in Ihrer Nähe. Deutscher Imkerhonig ist am Einheitsglas und am Echtheitssiegel des Deutschen Imkerbundes zu erkennen. Oder Sie kaufen Produkte von Biofirmen oder Bio-Imkern.
Nutzen Sie die Kraft der Biene ganzheitlich mit der Apitherapie
Doch Honig ist nicht nur ein gesundes Nahrungs- und Hausmittel – in der ganzheitlich orientierten Medizin wird er auch zunehmend zur Zusatztherapie von schweren Erkrankungen eingesetzt. "Apitherapie" (von lateinisch apis = Biene) heißt diese Fachrichtung. Sie nutzt neben Honig auch andere Bienenprodukte wie
- Pollen,
- den Bienenkleber Propolis,
- das Bienenköniginnenfutter Gelée Royale und sogar
- Bienengift.
Was in der Antike reines Erfahrungswissen war, ist dank moderner Labortechnik und wissenschaftlicher Studien inzwischen nachgewiesen: Die Apitherapie ist zwar kein Wunder- und Allheilmittel. In Kombination mit anderen (Natur-)Heilverfahren kann sie jedoch bei vielen Leiden helfen. Experten schätzen, dass Bienenprodukte bei mindestens 500 Krankheiten vorbeugen, lindern und heilen.
Pollen sind ein wunderbarer Energiespender
Blütenpollen sind ein wahres Kraftpaket, ein überaus nährstoffreicher Eiweißlieferant. Apitherapeuten setzen sie vor allem ein bei Mangelerscheinungen, Prostataleiden und Libidoschwäche, zur Verbesserung der Gedächtnisleistung, bei Verstopfung und Durchfall und zur Senkung zu hoher Blutfettwerte. Sportler schätzen Pollen, weil sie den Aufbau von Körpersubstanz und Muskeln fördern. Um Nebenwirkungen wie Völlegefühl, Durchfall und Blähungen zu vermeiden, sollte die Dosis anfangs klein sein und nur langsam gesteigert werden. Sind Sie Diabetiker oder ist Ihr Magen übersäuert, sollten Sie auf Pollen ganz verzichten. Tipp: Sie können Pollen in Imkereien oder über Versender von Gesundheitsprodukten (schauen Sie mal ins Internet) kaufen. Ein Kilo kostet je nach Herkunft 15 bis 25 €. Nehmen Sie auf keinen Fall mehr als 30 g Pollen pro Tag zu sich.
Apitherapie nur nach Allergietest!
Bevor ein Experte Ihnen Bienenprodukte verordnet, muss in jedem Fall eine mögliche gefährliche, eventuell sogar lebensbedrohliche Allergie ausgeschlossen werden. Greifen Sie deshalb nicht ohne Allergietest zu Blütenpollen.
Propolis gilt als Spezialist bei Entzündungen
Das Kittharz, das im Bienenstock Infektionen und Seuchen durch Bakterien, Viren und Pilze verhindert, ist ein erstklassiges Antibiotikum. Sein Spezialgebiete sind durch Viren ausgelöste Infektionskrankheiten, Atemwegsleiden wie Asthma und Bronchitis und Entzündungen jeder Art.
Tipp: Propolis gibt es granuliert, als Pulver (10 g ca. 3 bis 5 €) oder als 20 %- ige Lösung in Alkohol (20 ml ca. 10 bis 14 €). Fragen Sie Ihren Imker danach. Cremes und andere Produkte mit Propolis-Zusatz erhalten Sie auch in Bioläden und Reformhäusern. Propolis ist kein Mittel zur Selbstmedikation! Wenden Sie ihn grundsätzlich nur unter ärztlicher Überwachung an.
Gelée Royale regeneriert und vitalisiert
Der Futtersaft der Königinnen ist rar und ein wahres Anti-Aging-Produkt: Das geheimnisvolle, aber hochwirksame Gemisch aus Aminosäuren, Vitaminen, Kohlenhydraten, Fetten und Mineralstoffen vitalisiert, regeneriert, baut auf, stärkt und wirkt dem Alterungsprozess entgegen. Die Apitherapie erzielte damit Heilerfolge bei Störungen der Blutfettwerte, bei Diabetes, Arteriosklerose und klimakterischen Beschwerden. Tipp: Gelée Royale in Dragees, Kapseln und Ampullen gibt es in Reformhäusern, Apotheken und bei Versendern (z. B. 30 g naturbelassen ca. 50 €). Nach frischem Gelée Royale fragen Sie Ihren Imker.
Bienengift "reizt" den Körper gezielt
Die Ägypter bekämpften mit ihm bereits Gelenkleiden und Rheuma. Bienengift wirkt entzündungshemmend. Es senkt den Blutdruck, verdünnt das Blut und fördert den Aufbau roter Blutkörperchen. Die Apitherapie setzt Injektionen mit Bienengift verbeugend gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle ein.
Möchten Sie mehr dieser wichtigen Hausmittel kennen lernen? Interessiert Sie darüber hinaus, wie Körper, Geist und Seele zusammenwirken? Dann ist das hier vielleicht etwas für Sie: