Geschichte der Homöopathie: Heftige Kritik
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Der offensichtliche Widerspruch der Hahnemannschen Entdeckungen zur damaligen pharmakologischen Lehrmeinung sorgte für sofortige Anfeindungen durch Ärzte und Apotheker. Diese wurden umso heftiger, als Hahnemann, der nunmehr als homöopathischer Arzt wieder eine Praxis führte, erstaunliche Heilerfolge bei seinen Patienten erzielte. Zum Glück fand er jedoch immer wieder namhafte Persönlichkeiten, die ihn vor der Verfolgung durch Neid und Missgunst seiner Kollegen schützten. So ernannte ihn der Kurfürst von Sachsen zu seinem Leibarzt.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte Hahnemann zusammen mit seiner zweiten Frau Melanie, einer gebürtigen Französin, in Paris. Seine dortige Arztpraxis erfreute sich großen Zulaufs; zahllose Kollegen ließen sich von ihm in der Homöopathie unterweisen und machten das neue Heilverfahren im ganzen Land bekannt. So fand Hahnemann schließlich doch noch zu Lebzeiten die Anerkennung, die ihm in seiner Heimat oft versagt geblieben war. Wenige Wochen nach seinem 88. Geburtstag starb der Vater der Homöopathie am 2l. Juli 1843 in Paris.
Auch einer seiner Schüler, der Arzt Constantin Hering (1800 bis 1880), wanderte wegen der Anfeindungen in die USA aus. Dort forschte er weiter, entdeckte z. B. das nach ihm als Hering’sches Gesetz benannte Prinzip des Verlaufs der homöopathischen Heilung und verschaffte der Homöopathie in den USA eine ungeahnte Anerkennung, die bis zum heutigen Tag fortdauert.