Homöopathie: Große Heilkunst oder doch nur Placebo-Effekt?
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 14. Juni 2011, 10:11 Uhr
GNL5356
die Gesundheitsexperten streiten sich nach wie vor heftig über die Homöopathie. Die einen wollen den Krankenkassen verbieten, die Kosten für diese Heilmethode zu tragen. Die anderen verdammen sie gänzlich in Bausch und Bogen. Die sanfte Heilung mit verdünnten Wirkstoffen ohne schädliche Nebenwirkungen wirkt - das beschwören ihre Anhänger. Dafür sprechen die Erfahrungen von 53 Prozent der Bundesbürger. Doch die Homöopathie bewirkt noch viel mehr.
Der Hauptvorwurf, der der Homöopathie immer wieder gemacht wird, ist der fehlende wissenschaftliche Wirkungsnachweis. Die Wirkungen mit dieser Erfahrungsmedizin seien ausschließlich auf einen Placebo-Effekt - also auf eine eingebildete Wirkung - zurückzuführen. Der entscheidende Vorteil der Homöopathie ist aber vor allem, dass der Therapeut sich für seine Patienten viel Zeit nimmt. Und ein offenes Ohr kann den Heilungsprozess oft mehr anstoßen als jede Pille. Homöopathie wirkt übrigens bei Kindern und Tieren besonders gut. Und diese können sich die Wirkung im Gegensatz zu Erwachsenen ja nicht einreden.
Tatsache ist aber auch, dass sich die meisten Anhänger der Homöopathie gar nicht darum scheren, wer die Heilmethode bezahlt. Denn sie sind so überzeugt, dass sie auch gern selbst die Kosten tragen. Ich kenne so viele Frauen und Leserinnen, die nur homöopathische Mittel für ihre Gesundheit einsetzen. Sie schwören darauf, dass ihnen die völlig nebenwirkungsfreie Homöopathie hilft. Nach einer Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach ist diese Methode generell sehr beliebt. Bereits 53 Prozent der Bevölkerung haben gute Erfahrung damit gemacht. Aus Sicht des Zentralvereins homöopathischer Ärzte ist die Homöopathie ganz klar eine Arzneimitteltherapie. Sie werfen den bislang vorhandenen Studien mit negativer Einschätzung der Homöopathie methodische Fehler vor. Unbestritten ist jedoch, dass die langen und intensiven Gespräche mit dem Homöopathen zu dem durchschlagenden Erfolg der Methode beitragen.
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Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Renate Loibl (14.06. 2011 10:28 Uhr):
ich probiere zuerst Hömo-Therapien und dann erst die chem. Keule. Wer heilt hat recht
Antworten - Kommentar von Brigitte Pechtrager (14.06. 2011 10:48 Uhr):
Grüß Gott! Zur Homöopathie kann ich nur sagen, meine Ärztin behandlete eine Brustdrüsenentzündung mit Homöopathie und ich brauchte die Milch nicht entsorgen im Gegensatz zu zwei Jahren vorher, mit Antiobiotika, die Milch mußte entsorgt werden und das Öffnen der verstopften Drüse mußte mit einer Pumpe geschehen, was sehr schmerzhalft ist, aber im Gegensatz zum Kind wenigstens kein Schmerz ist, der umsonst ist. Mit freundlichem Gruß Brigitte Pechtrager ps ich bin MIndestrentnerin und kaufe mir die MIttel selber, gebe aber der Allopathie Raum, wenn diese angebracht ist.
Antworten - Kommentar von Johann Niedermayer (14.06. 2011 12:40 Uhr):
Wissenschaftlicher Wirkungsnachweis: Das Problem mit diesen Burschen ist, dass sie auf dogmatischer Grundlage ausschließen, was nicht mit den Meßmethoden des physikalischen Das eins nachweisbar ist, - aber dennoch existent ist. Das ist nicht wissenschaftlich, sondern ignorant. Diese Burschen verkörpern die Priesterschaft der Gegenwart. Sie sind ein Ärgernis. Vor allem auch deshalb, weil sich Rechtssprechung und Verwaltung an ihrem Urteil orientieren. Wir haben keinen Grund, uns über Länder mit gottesstaatlichen Bedingungen zu mokieren!
Antworten- Antwort von Peter Hörmann (15.06. 2011 10:05 Uhr):
Jedes Wort Ihres Kommentars ist absolut zu unterstreichen! Die selbstgefällige Ignoranz eines fast als inzüchtig zu bezeichnenden Zirkels hemmt vor allem eindeutig auch neue Erkenntnisse und Forschung in neuen Richtungen
- Antwort von Peter Hörmann (15.06. 2011 10:05 Uhr):
- Kommentar von Volker Specht (14.06. 2011 22:11 Uhr):
Placeboeffekt? Ich habe meinen Hund mit Schüssler-Salz behandelt. Das Mittel habe ich ohne sein Wissen in sein Futter gemischt. Er wurde geheilt! Volker Specht
Antworten - Kommentar von Peter Hörmann (15.06. 2011 10:23 Uhr):
Wir erzielen bei unseren Tieren Heilergebnisse durch Homöopathie die manchmal verblüffend sind. Placeboeffekt ist hier ja absolut auszuschließen. Wichtig ist ein guter Homöopath, das Herumdoktern mit irgendwelchen homöopathischen Mittelchen aus der Werbung wird nicht immer zielführend sein. Als absolut nebenwirkungsfrei würde ich Homöopathie nicht bezeichnen. Was wirkt, kann auch falsch wirken. Einige Stoffe beeinflussen etwa auch die Psyche und können schon dadurch unerwünschte Effekte erzielen.
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- Kommentar von Alexander Bors (17.06. 2011 13:39 Uhr):
Ich finde Ihren Beitrag nicht besonders fundiert. Selbstverständlich wirkt Homöopathie und ihre Wirkung hat gar nichts mit Placebo-Effekt oder langen Gesprächen mit dem Arzt zu tun's. Behandlung in der Tiermedizin. Sie können viele homöopathischen Medikamente einnehmen, wirkliche Wirkung wird nur mit dem richtigen erreicht und zwar ganz ohne Gespräche. Und klar, Homöopathie hat auch Nebenwirkungen - wenn der Homöopath ganz stark mit seinem Medikament daneben liegt, kann es zum Beispiel eine Bauchentzündung oder einen Beinausschlag geben, je nach dem. Und was soll das ständig mit dem wissenschaftlichen Nachweis der Wirkung ? Gibt es etwa einen wissenschaftlichen Nachweis dafür, wie die eine oder andere chemische Keule wirkt? Indem man z.B. sagt, Atropin erweitert die Augenpupillen, weiß man noch lange nicht wie es das tut. Das wurde durch Erfahrung festgestellt, genauso wie bei homöopathischen Medikamenten. Es gibt zur Zeit viele Kräfte aus der Pharmalobby, die am liebsten die Homöopathie verbieten würden, sie werden auch von einigen Gesundheitsexperten aus der Politik unterstützt. So etwas steht nicht in der Presse und kommt auch nicht im Fernsehen, genauso wenig wie das geplante oder schon durchgeführte? Verbot von Heilpflanzen. Man muss sich gegen diese Leute wirklich heftig wehren, sonst kommen die noch damit durch. Von den Herstellern homöopathischer Medikamente werden heute Studien für ihre Wirkung beifügen, die Millionen kosten würden, sie sind deshalb gezwungen, die Medikamente beim Direktversand als Badezusatz zu deklarieren. Dadurch wird das Angebot in Deutschland beschränkt, man ist dann gezwungen, das Medikament z.B. in England oder Österreich zu bestellen.
Antworten - Kommentar von Alexander Bors (17.06. 2011 17:06 Uhr):
... übrigens gibt es schon fundierte und beeindruckende wissenschaftliche Arbeiten z.B. über Krebsbehandlung alleine mit Homöopathie bis zur vollständigen Heilung von Dr.med. Jens Wurster, mit dem ich weder verwandt noch verschwägert bin. Zu haben in jeder Buchhandlung. Außerdem gibt es auch eine ganze Menge von Studien, von denen übrigens die positiven, also die die der Homöopathie eine Wirkung zuschreiben, anzahlmäßig überwiegen. Wenn man jedoch die Homöopathie im jemandes Auftrag runtermachen möchte, wie es z.B. der Spiegel getan hat, zitiert man immer die negativen Studien. Jeder der damit arbeitet weiß, dass man eine wissenschaftliche Studie mit solchen oder auch gegenteiligen Ergebnissen erstellen kann, je nach dem wer der Auftraggeber ist.
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