Holunderblüten gegen Erkältung

in Täglich Gesund zum Thema Holunder
vom


Herr Andreas F. hatte diese Frage: "Holunder oder Holler, wie wir in Bayern sagen, war für meine Großmutter ein wichtiges Hausmittel bei Erkältungen. Leider habe ich das Rezept vergessen. Wie viel brauche ich, wie wende ich es an und wie wirkt die Heilpflanze?"


Lieber "täglich gesund" Leser,

Holunderblüten werden für bei Schwitzkuren notwendige Teeaufgüsse verwendet, die bei Fieber und Erkältung helfen können. Soweit nicht anders verordnet, sollten Sie mehrmals täglich – besonders gegen Abend, ein bis zwei Tassen frischen Teeaufgußss möglichst heiß trinken.

Apotheken und Kräuterhandlungen führen Fertigpräparate und auch getrocknete Holunderblüten. Die Zubereitung ist einfach: Zwei Esslöffel mit zehn bis fünfzehn Gramm Blüten mit siedendem Wasser (etwa 150 Milliliter) übergießen, fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

In den Blüten der Holunder-Sträucher (lateinischer Name: Sambucus nigra L.), die in Süddeutschland als "Hollerkücherl" in Schmalz gebacken als eine beliebte Speise gelten, sind ätherische Öle, Glykoside wie Rutin, Isoquercitrin und Hyperosid sowie Gerbstoffe und Schleim enthalten.

In den Beeren finden sich Zucker und viele Vitamine. Rinde und Blätter enthalten Glykoside, Alkaloide, Bitterstoffe, Gerbstoffe. Blüten wirken schweißtreibend, die Beeren verdauungsanregend.

In der modernen Pharmaindustrie sind Holunder-Inhaltsstoffe Bestandteil schweißtreibender, harntreibender und abführender Mittel. Aus Blättern und Blüten werden homöopatische Präparate gewonnen, die gegen Gelenkentzündungen und Fieber helfen sollen.


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