Holunder wirkt schweißtreibend
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Holunder
vom 16. Juni 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Äußerlich werden Holunderblüten in der Volksmedizin zur Beruhigung von Wunden, Hautinfektionen, Verbrennungen und kleinen Geschwüren verwendet. Innerlich wirken Holunderblüten vor allem schweißtreibend. Aus den frischen Blüten lassen sich auch Getränke und Küchlein herstellen. Blätter und Rinde sollten nicht verzehrt werden, ebenso die grünen, noch nicht roten Holunderbeeren, denn sie können Übelkeit hervorrufen.
Der Farbstoff des Holunders - das Sambucyanin - gehört zu den Flavonioden. Diesen sekundären Pflanzenstoffen wurde inzwischen vielfach ein hoher gesundheitlicher Nutzen nachgewiesen. Es gilt als sicher, dass sie vor Krebs und Herzleiden schützen.
So bereiten Sie sich einen Holunderblütentee zu: Übergießen Sie 2 gehäufte TL getrocknete Holunderblüten aus der Apotheke mit 1/4 L kochendem Wasser und lassen dies vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. Wenn Erkältung oder Grippe im Anmarsch sind, trinken Sie den Tee heiß und schwitzen sich gut zugedeckt im Bett ordentlich aus. Auch heißer Holundersaft hilft in solchen Fällen. Bei Rheuma wird eine Holunderblüten-Tee-Kur empfohlen, bei der Sie drei Wochen lang täglich eine Tasse Tee trinken sollten.