Hoher Kalium-Wert: Nehmen Sie nicht zu viel zu sich

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Da Sie Diabetiker sind, versuchen Sie stets, Ihrem Herzen etwas Gutes zu tun. So dachten Sie auch, dass es für Ihre Gesundheit von Vorteil wäre, Ihren Salzstreuer mit einem kaliumhaltigen Salzersatzstoff aufzufüllen. Bei der letzten Routine-Blutuntersuchung waren Sie dann erstaunt, als Ihnen Ihr Arzt zu hohe Kaliumwerte attestierte. Daraus kann sich nach Ansicht Ihres Arztes ein ernsthaftes Problem entwickeln, das allerdings durch eine Umstellung von Medikation und Nahrungsmitteln wieder zu beheben ist. Bei Kalium kommt es vor allem auf Ausgewogenheit an. Denn bei gesunden Erwachsenen reguliert der Körper die Kaliummenge in engen Grenzen.


Ursachen für hohen Kaliumwert

Kalium ist ein Elektrolyt, das besonders zur Kontrolle der elektrischen Impulse zum Erhalt eines normalen Herzrhythmus wichtig ist. Folgende Faktoren können zu erhöhten Kaliumwerten führen:

  • Verminderte Nierenfunktion - Oft treten erhöhte Kaliumwerte bei Menschen mit Nierenschäden oder chronischen Nierenleiden auf, besonders wenn zusätzlich Diabetes im Spiel ist. Auch der Umstand einer renalen tubulären Azidose (spezifische Störung der renalen Säureausscheidung der Niere) kann die Ursache für erhöhte Kalium-Werte sein.
  • Nebennierenprobleme, wie Addison-Krankheit (Erkrankung der Nebennierenrinde) - Ein niedriger Nebennierenhormonspiegel kann die Kaliumregulierung beeinträchtigen.
  • Zahlreiche Medikamente - Die bekanntesten Medikamente beinhalten Angiotensin (Gewebshormon)-verändernde Enzymhemmer (ACE) und Angiotensin-Rezeptorenblocker (ARB). Diese zählen zu den blutdruckregulierenden Mitteln und werden auch gegen das Fortschreiten von Nierenkrankheiten eingesetzt.

Auch das Diuretikum Spironolakton (ein kaliumsparendes Diuretikum = harntreibendes Mittel), wie zum Beispiel Aldacton, das oft in Kombination mit ACE-Hemmern oder ARB-Mitteln bei Patienten mit Herzinsuffizienz eingesetzt wird, gehört auf die Liste. Dieses kaliumsparende Diuretikum bewirkt, dass der Körper Kalium zurückhält. Andere kaliumsparende Diuretika sind die Substanzen Amitoride und Triamteren, die in Kombipräparaten wie Dyazid vorhanden sind. Auch Beta-Blocker, die zum Beispiel zur Blutdrucksenkung, zur Behandlung von Glaukomen (Grüner Star) und bei Migräne eingesetzt werden, können Auswirkungen auf die Kaliumwerte haben. Gleiches gilt für nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel wie Ibuprofen (Advil, Motrin u. a.) sowie Naproxen (Naprosyn).

Welche Maßnahmen es gibt

Leicht erhöhte Kaliumwerte verursachen normalerweise keine Beschwerden. Meist treten sie bei einem Bluttest zutage, der aus anderen Gründen durchgeführt wurde. Sollte Ihr Kaliumwert nur leicht erhöht sein, können Sie versuchen, ihn mit folgenden Maßnahmen wieder zu senken:

  • Weniger Kalium über die Nahrung aufnehmen - Auf diese Weise wird oft versucht, den Kaliumwert zu senken. Denn das Absetzen oder Ändern der Medikation, die für die erhöhten Werte verantwortlich ist, stellt oft keine Lösung dar. Verwenden Sie keinen Salzersatz, der hochkonzentrierte Kaliummengen enthält. Meiden Sie kaliumhaltige Lebensmittel wie Süßkartoffeln, Eichelkürbis, weiße Kartoffeln, Spinat, Tomatensaft, Cantaloup-Melone, Bananen und Orangensaft.
  • Änderung der Medikation - Wenn ein bestimmtes Medikament für Ihren erhöhten Kaliumwert verantwortlich ist, sollte ein Ersatzmittel mit ähnlicher Wirkung, das keinen Anstieg des Kaliumwertes hervorruft, ausprobiert werden. Können Sie jedoch nicht ohne Ihr Medikament auskommen, könnte Ihr Arzt die einzunehmende Dosis herabsetzen oder Ihnen ein Diuretikum (harntreibendes Mittel) verordnen. Dazu gehört zum Beispiel Furosemid (Lasix o. ä.), mit dessen Hilfe überschüssiges Kalium aus dem Körper geschwemmt wird.
  • Auscheidung von überschüssigem Kalium über den Darm - Das Natrium-Polystyrol-Sulfonat (Kayexalat u. ä.) absorbiert Kalium im Darm, sodass es über den Stuhl ausgeschieden werden kann. Dieses oral verabreichte Mittel kann über kurze Zeit eingenommen werden, um leicht erhöhte Kaliumwerte zu senken. Die Medikamenteneinahme sollte neben einer Nahrungsmittelumstellung sowie einer Änderung der Medikation erfolgen.
  • Folgen besonders hoher Werte

Erst bei besonders hohen Kaliumwerten im Blut kann es zu Beschwerden kommen. Dazu gehören Muskelermüdung, Schwäche, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen. Doch selbst wenn keine Symptome auftreten, können Kaliumwerte im mittleren und oberen Bereich lebensbedrohliche Auswirkungen haben. Ein ungewöhnlich hoher Kaliumwert oder ein unregelmäßiger Herzschlag machen stets eine Notfallbehandlung notwendig.


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Kommentar von Klaus Thiel

Hallo Der Artikel ist sehr interesant. Ich vermisse aber die Wert für das Kalium Mit freundlichen Grüßen Klaus Thiel

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Kommentar von gerhard Ehlert

ich nehme täglich von GNC Calcium Plus 1000mg. ist es zuviel calcium oder geht es gerade noch. bin jetzt 68 jahre jung und fühle mich wohl. sonnige caribische grüsse geraldo

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Antwort von Sarah:

Calcium ist was anderes als Kalium -.-

Kommentar von helga sbuell

bin mit ihren beirägen sehr zufrieden, denn diese sind immer für mich hilfreich und ich kann davon sehr viel profitieren. mfg h. sbuell schöne ostern

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