Hohe Ozonwerte - erhöhtes Erkrankungsrisiko fürs Herz-Kreislauf-System

in Täglich Gesund zum Thema Herz
vom


Mit der Hitze steigen auch - untrennbar verbunden - die Ozonwerte. Diese wirken sich nicht nur auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus. Sie können auch zu Atemproblemen führen, Husten verursachen und Erkrankungen der Lunge gravierend verschlechtern.


Aber es hat sich nun gezeigt, dass auch das Herz-Kreislauf-System gefährdet ist. Das haben Wissenschaftler in Amerika nun nachgewiesen. Sie hatten 23 Testpersonen Luft einatmen lassen, die 0,3 ppm (Parts per Million) Ozon enthielt. Soviel Ozon findet sich in Städten wie Peking oder Mexico City. Anschließend mussten die Teilnehmer 15 Minuten auf dem Rad fahren. Danach folgte eine fünfzehnminütige Erholungspause - das ganze zwei Stunden lang.

Es zeigte sich nach dieser Zeit, dass sich bei einer Untersuchung des Körpers deutliche, vorher nicht vorhandene Kranheitsanzeichen ausmachen ließen. So zeigten sich Entzündungen in den Blutgefäßen. Das Risiko für Thrombosen war stark erhöht. Auch hatte sich das autonome Nervensystem verändert. Dies ist dafür zuständig, den Herzschlag im Takt zu halten.

Diese Gesundheitsprobleme klingen zwar nach und nach wieder ab. Dennoch scheinen sie als eine Erklärung dafür zu dienen, warum es mit steigender Ozonbelastung auch zu einer steigenden Todesrate kommt. Auch ist es eine Erklärung dafür, warum sich bei älteren Menschen ein bis zwei Tage nach erhöhter Ozonbelastung die Anzahl der Herzinfarkte deutlich erhöht.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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Kommentar von Johann Niedermayer

Es ist offensichtlich: Es gibt fast nichts, was nicht ein Risiko enthielte, einen Herzinfarkt auszulösen. Über solche Faktoren Bescheid zu wissen, kann ja nicht die gesamte Weisheit umfassen.

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