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Grundlagenwissen zum Thema Otosklerose

Vorzeitiger Hörverlust ist behandelbar

Seit kurzem haben Sie Probleme, andere Menschen am Telefon zu verstehen. Und jetzt, wo Sie darüber nachdenken, fällt Ihnen ein, dass sich Ihr Ehepartner häufiger darüber beschwert, dass Sie den Fernseher zu laut eingestellt hätten.

Hörverlust ist ein weitverbreitetes Problem, das viele Ursachen haben kann. Eine davon kann eine Otosklerose sein – das ist ein abnormales Wachstum des Knochengewebes im Mittelohr. Es führt dazu, dass bestimmte Strukturen im Ohr unbeweglich werden; es kommt zum Hörverlust.

Ein kompletter Hörverlust ist selten

Normalerweise schreitet dieser Prozess über Jahre hinweg fort, bis Sie den Hörverlust bemerken. Otosklerose ist behandelbar und führt nur in seltenen Fällen zu einem kompletten Hörverlust.

Die Vibrationen, die die ankommenden Schallwellen auf dem Trommelfell erzeugen, werden von den 3 kleinen Gehörknöchelchen des Mittelohrs aufgenommen: Hammer (Malleus), Amboss (Uncus) und Steigbügel (Stapes) transportieren das Schallsignal weiter ins Innenohr.

Gehörspezialisten unterscheiden 2 verschiedene Arten von Hörverlust. Der eine betrifft die Schallempfindung (sensoneuralen Hörverlust) und der andere die Schallleitung. Der sensoneurale Hörverlust, zu dem auch beispielsweise alters- oder lärmbedingter Hörverlust zählen, kommt häufiger bei Erwachsenen vor. Dabei sind die Haarzellen oder die Nerven des Innenohrs geschädigt.

Die Reise des Schalls durchs Ohr

Dieser Schaden ist irreversibel, das heißt, er kann weder durch Medikamente noch durch eine Operation behoben werden.

Ein die Schallleitung betreffender Hörschaden liegt dann vor, wenn die winzigen Gehörknöchelchen des Mittelohrs nicht mehr frei beweglich sind. Diese Störung ist behebbar. Durch die Einnahme von Medikamenten oder eine Operation können die Betroffenen ihre Hörfähigkeit wieder erlangen.

Störung schon im jungen Erwachsenenalter

Die Otosklerose ist auf eine Störung der Schallleitung zurückzuführen. Mediziner gehen davon aus, dass es sich um eine genetisch bedingte Störung handelt. Sie tritt normalerweise im jungen Erwachsenenalter auf, obwohl sie auch bei älteren Erwachsenen vorkommen kann. Bei weniger als 1% der Bevölkerung treten diese Symptome auf.

Über die Ursache der Otosklerose wissen die Hörspezialisten wenig. Tritt die Krankheit auf, so kommt es zu einem schnellen Knochenauf- oder -umbau der winzigen Gehörknöchelchen. Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf werden die Knochen dicker als normal.

Dieses anormale Knochenwachstum legt den Steigbügel lahm, der an den Eingang des Inneren Ohrs (das so genannte ovale Fenster) angrenzt. Folglich können die Schallwellen das Innere Ohr nicht mehr erreichen. Meist sind beide Ohren betroffen.

Ein langsam fortschreitender Hörverlust ist das markanteste Symptom der Otosklerose. Einige Betroffene hören ein Klingeln im Ohr (Tinnitus). Gelegentlich verspüren sie auch Schwindel oder sie haben Gleichgewichtsprobleme.

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