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Grundlagenwissen zum Thema Ohrenschmalz

Bei Ohrenschmalz (Cerumen) handelt es sich um eine fettige, wachsartige Substanz. Ohrenschmalz entsteht im Gehörgang durch viele kleine Drüsen und erfüllt im Ohr eine wichtige Funktion: Es schützt die empfindliche Haut im Gehörgang und reinigt das Ohr von Schmutzpartikeln. Dazu gehören Staub und abgestorbenen Hautzellen.

Darüber hinaus enthält das Cerumen entzündungshemmende Stoffe, die die Gehörgänge vor Bakterien schützen. Experten unterscheiden zwei verschiedene Varianten: Es gibt feuchten Ohrenschmalz mit gelblichem bis bräunlichem Farbton und es gibt trockenen Ohrenschmalz, der weißlich und fest ist. Welche Ohrenschmalzart der Körper bildet, hängt von den Genen ab. Weltweit ist der feuchte Ohrenschmalz am häufigsten vertreten. Die trockene Variante kommt überwiegend bei Asiaten vor. Wenn sich zu viel Ohrenschmalz ansammelt, kann dadurch das Hören beeinträchtigt und das Risiko einer Ohreninfektion oder von Ohrenschmerzen erhöht werden

Wattestäbchen erfordern Fingerspitzengefühl

Mediziner betrachten Ohrenschmalz als wertvolle Substanz. Trotzdem reinigen viele Menschen regelmäßig ihre Gehörgänge. Mediziner raten davon ab. Es besteht eine Verletzungsgefahr. Oft kommen bei der Reinigung ungeeignete Werkzeuge, wie Bleistifte oder Haarnadeln zum Einsatz. Die spitzen Ecken und Kanten beschädigen leicht Gehörgang und Trommelfell. Auch der Gebrauch von Wattestäbchen birgt Risiken und erfordert Fingerspitzengefühl.

Gelangt das Stäbchen zu tief ins Ohr, schiebt der Wattebausch einen Teil der Ohrenschmalzschicht zum Trommelfell. Das Ohrenschmalz kann sich verdichten und einen Pfropfen bilden. Dieser Pfropfen kann den Gehörgang verstopfen, was die Hörleistung erheblich beeinträchtigen kann. Eine Verstopfung kann auch durch eine natürliche Überproduktion von Ohrenschmalz entstehen. Der unsachgemäße Umgang mit Wattestäbchen zählt jedoch zu den häufigsten Ursachen.

Das Ohr reinigt sich selbst

Mediziner bestätigen, dass das Ohr keine zusätzliche Reinigung benötigt. Die Kiefermuskulatur versetzt das Ohr bei jeder Bewegung des Kiefers in Schwingung. Durch diese Bewegung gelangt der Ohrenschmalz von selbst aus dem Ohr. Normales Duschen und abschließendes Abtrocknen mit einem weichen Handtuch reichen für die Reinigung der Ohrmuschel aus.

Wenn es zur Verstopfung des Ohrs durch ein Pfropfen kommt, raten Experten den Gang zum Arzt. Oft löst der Arzt die Verstopfung mit warmem Wasser auf. Führt diese Methode nicht zum Erfolg, verfügt er über das nötige Fachwissen und die nötige Ausrüstung, um die störenden Ablagerungen dauerhaft zu entfernen.

Wie Sie Ohrenschmalz richtig entfernen

Mit Wattestäbchen oder ähnlichen Hilfsmitteln schieben Sie das Ohrenwachs unter Umständen tiefer ins Ohr. Entfernen Sie zudem das Ohrwachs nicht auf eigene Faust, falls Sie eine Operation am Ohr hatten, ein Loch im Trommelfell, Ohrenschmerzen oder eine Drainage haben. Trifft nichts davon auf Sie zu, behelfen Sie sich wie folgt:

  • Träufeln Sie mit einer Pipette einige Tropfen Babyöl oder Speiseöl in den Ohrkanal. Wenn Sie das mehrere Tage lang wiederholen, weicht das Ohrenwachs auf.
  • Wenn Sie so das Wachs über einen oder zwei Tage anweichen, spritzen Sie mit einem kleinen Pileusball (circa 90 ml) vorsichtig lauwarmes (nicht heißes) Wasser ins Ohr. Neigen Sie Ihren Kopf zur Seite und lassen Sie das Wasser wieder rauslaufen. Wiederholen Sie die Prozedur so lange, bis das überschüssige Ohrenwachs herausgespült ist.

Wiederholen Sie die wachslösenden Spülungen so oft wie nötig. Wenn sich Ihre Symptome nach einigen Behandlungen nicht bessern, suchen Sie einen Arzt auf.

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