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Sinusitis: Mit natürlichen Senfölen Antibiotikaeinnahme vermeiden

In der allgemeinmedizinischen Praxis ist die akute Sinusitis einer der häufigsten Gründe für den Einsatz von Antibiotika, obwohl nachgewiesen wurde, dass diese bei akuter Sinusitis die Dauer der Erkrankung nicht verkürzen.

Sinusitis: Pflanzenstoffe statt Antibiotika

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Antibiotika-Resistenzen plädiert Prof. Uwe Frank vom Universitätsklinikum Heidelberg bei unkomplizierten Nasennebenhöhlen-Entzündungen für den Verzicht auf Antibiotika, da sich bei den meisten Patienten die akute Sinusitis auch ohne Antibiotika-Therapie bessere.

„Eine sinnvolle Mögichkeit ist hier zunächst der Einsatz von Pflanzenstoffen mit antibakterieller Wirkung, so genannten pflanzlichen Antibiotika“, erklärt Frank.

Studien zufolge sind z. B. die Senföle aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel wie in ANGOCIN® Anti-Infekt N bei akuter Sinusitis vergleichbar wirksam wie Standard-Antibiotika. Im Gegensatz zu diesen ist jedoch für das pflanzliche Arzneimittel auch nach Langzeit-Therapie bisher keine Resistenz-Entwicklung bekannt.

Im Verlauf von einfachen Erkältungen muss jeder 5. Erkrankte wegen zusätzlicher Beschwerden durch eine Entzündung der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen behandelt werden. Bei nicht-eitriger akuter Sinusitis sind zunächst abschwellende Nasentropfen ratsam, um die Belüftung der erkrankten Nasennebenhöhlen zu verbessern.

Antibiotika nur sporadisch und gezielt einsetzen

„Erst bei schweren, anhaltenden Beschwerden (länger als 1 Woche) wie Austritt von Eiter aus den Nasennebenhöhlen, Gesichtsschmerz oder Schwellung besteht eine Indikation für ein Antibiotikum“, erklärt Frank. Denn eine Placebo-kontrollierte Studie aus England mit 240 Patienten hat gezeigt, dass Antibiotika die Dauer einer akuten Nasennebenhöhlen-Entzündung nicht verkürzen.

Obwohl die akute Sinusitis durch Bakterien hervorgerufen werden könne, dürfe man nicht vergessen, dass gewöhnliche Erkältungen, Allergien und irritierende Umweltfaktoren noch häufiger als Bakterien Sinus-Probleme verursachen könnten, so der Experte.

Frank plädiert daher dafür, Antibiotika nur gezielt einzusetzen und bei unkomplizierten Infektionen auf pflanzliche Arzneimittel in Kombination mit abschwellenden Nasentropfen auszuweichen.

Bei leichteren Atemwegs-Infekten immer besser auf Pflanzenstoffe setzen

Gerade bei leichten Atemwegs-Infektionen wie Sinusitis, Bronchitis, Pharyngitis, Tonsillitis lohne sich ein Therapie-Versuch mit pflanzlichen Keimkillern auf jeden Fall. Senföle sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Pflanzen zu ihrem eigenen Schutz, z. B. vor Fraßschäden oder als Abwehr gegen pathogene Mikroorganismen, produzieren.

Verschiedene Studien zeigen außerdem, dass die Senföle gegen 13 klinisch relevante Erreger von Atemwegs-, Rachen- und Harnwegsinfektionen eine ausgeprägte keimhemmende Wirkung besitzen, sogar gegen den gefährlichen Krankenhaus-Problemkeim MRSA wirksam sind.

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Alte Kommentare
  • Schmelzer Brigitte österreich schrieb am 13.09.2011, 09:23 Uhr

    Der Bericht ist hoch intressant, nur frage ich mich wie man die Senöle anwendet, außerlich innerlich , eintropfen, auflegen.Und wie sind sie in Apotheken erhältlich. MfG

    • Dr Helga von Schaewen antwortete am 15.09.2011, 13:58 Uhr

      Die Filmtabletten Angocin Anti- Infekt N aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel der Firma Repha bekommen Sie in der Apotheke. Sie sollten nicht auf nüchternen Magen genommen werden! Eine interessante Veröffentlichung zu dem Thema finden Sie u.a. in Naturheilpraxis 12/1977 von Marion von Schönaich-Carolath-Karl, Alpenstr.25 in 82377 Penzberg. Ich weiß allerdings nicht genau, ob diese Anschrift noch aktuell ist. Arbeiten zu dem Thema finden sich auch von Prof.Dr.Gerhard Franz, Lehrstuhl für pharmazeutische Biologie der Universität, Universitätsstr.31, 93040 Regensburg - in der Zeitschrift für Phytotherapie. Vielleicht hilft das weiter- viel Erfolg!!

  • Schaefer schrieb am 13.09.2011, 10:41 Uhr

    Natürlich sollte der Einsatz von Antibiotika so erfolgen wie beschrieben. Das Kriterium des Einsatzes sollte jedoch nicht die Krankheitsdauer sein. Die Ergebnisse der zitierten Studie mögen stimmen sind jedoch medizinisch irrelevant, da die kausale Bekämpfung der Entzündung nicht wegen der Erkrankungsdauer sondern wegen möglicher Gewebeschäden erfolgt. Die symptomatische Behandlung, die eben oft ausreicht, zielt auf Beschwerdelinderung und auf die Dauer der Beschwerden

  • Josef Schilk schrieb am 13.09.2011, 15:12 Uhr

    ich hatte Jahrzehnte lang (bin jetzt 62) jedes Jahr mindestens einmal eine heftige Sinusitis mit zum Teil sehr hohen Fieber. Über die Jahre lernte ich damit umzugehen und kann nur bestätigen das der Einsatz von Antibiotika de facto nichts bringt, außer dass man danach seine Darmflora wieder aufbauen muss. Ich erinnerte mich daran das ich als Kind eine braune Flüssigkeit in der Nase bekommen hatte und fand heraus das es sich um kolloidales Silber handelte und verwendete dies zusammen mit zum Teil extrem hohen Dosen Vitamin C. Dies funktionierte ausgezeichnet und über einen Zeitraum von ca. zehn Jahren reduzierte sich die Heftigkeit mehr und mehr (von fasst bis zu zwei Wochen total k.o. bis 2, 3 Tage verschnupft). Mittlerweile habe ich seit zehn Jahren keinerlei Sinusitis. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit der Vitamin C Einnahme im allgemeinen und der Dosierung im Falle einer fiebrigen Sinusitis im speziellen sprechen. Ich hatte von einem alten Hausarzt folgende Faustregel bekommen; Lebensalter in Gramm Vitamin C pro Tag. Dies klingt natürlich unglaublich viel, aber ich habe es unter den obigen Umständen sehr oft an mir selbst angewendet und konnte beobachten,dass sich keinerlei (wie im normalen Zustand als total sicher anzunehmen) Durchfall oder Ähnliches durch die sehr großen Mengen an Vitamin C (bis zu 40 g pro Tag) beobachten konnte. Im Gegenteil ich hatte das Gefühl das der Körper es aufnimmt wie ein Schwamm. Ich hatte allerdings auch Fieber. Ich hoffe das meine Erfahrungen mit den einen oder anderen helfen damit besser umzugehen. Weiters möchte ich erwähnen das man durch zu viele Einnahme von Vitamin C keinerlei Schaden erleiden kann außer vielleicht Durchfall. Dies kann aber durch zum Beispiel alle Stunde einen Teelöffel in einem Glas Wasser aufgelöst zu sich genommen leicht aus getestet werden. Noch eine sehr interessante Sache die ich von einem Psychosomatiker gehört habe. Er sagt das er die Theorie hat das eine Sinusitis und ähnlich ablaufende Symptome auf eine Dramatisation der eigenen Geburt zurückzuführen ist. Er begründete es folgendermaßen: man kommt vom Dunklen, Warmen, plötzlich ins Helle, Kalte und hat immer die Nase (Sinus) und ihre Nebenhöhlen komplett mit Flüssigkeit verstopft. Finde ich extrem interessant, da man ja regelmäßig beobachten kann das ein kleiner Temperatursturz zu einem plötzlichen Ausbruch von Schnupfen und ähnlichen führt und dass obwohl es bekanntes ist das die Bakterienzahl (denen die Ursache zugeschrieben wird) dramatisch abnimmt sinkenden Temperaturen. Es geschieht also etwas was genau dem zu Erwartenden entgegengesetzt ist. Mit freundlichen Grüßen Josef Schilk

    • Schaefer antwortete am 13.09.2011, 15:44 Uhr

      Oh je!

    • Dr Helga von Schaewen antwortete am 15.09.2011, 14:09 Uhr

      Guten Tag, Herr Schilk, ich habe die Frage: bereiten Sie sich das kolloidale Silber selbst und wie wenden Sie es dann genau an. Meine Tochter hat ein ähnlich großes Problem und ist mit 3 Kindern oft völlig verzweifelt. Ich hatte selbst schon mal an so einen Apparat zur Aufbereitung kolloidalen Silbers gedacht, war dann aber doch wieder davon abgekommen. Die hohen Dosen Vit C sind mir bekannt, man sollte allerdings Vit C in natürlichem Verbund, nicht isolierte Ascorbinsäure zu sich nehmen. Mit frdl.Gruß H.von Schaewen

    • Josef Schik antwortete am 16.09.2011, 12:19 Uhr

      Antwort auf die Antwort von Frau Dr Helga von Schaewen (15.09. 2011 14:09 Uhr) Liebe Frau Dr von Schaewen Ich habe immer fertig gemachtes kolloidales Silber verwenden und mit Pipette in die Nase, Nasenhöhle getropft. Ob kaufen oder Selbermachen hab ich keine Erfahrung. Bezüglich Vit C habe keine Unterschiede mit reiner Ascorbinsäure (am billigsten) gegenüber anderen Formen bemerkt. mfG Josef Schilk

    • Clang antwortete am 11.02.2013, 14:47 Uhr

      An Herrn Schilk: Die hohe Infektanfälligkeit bei Kälte hat absolut nichts mit der Geburt zu tun. Bei niedrigen Temperaturen verändert sich in erster Linie die Stellung der Gefäße. Das unser Körper auf Infektionen mit einer Rötung also einer Weitstellung von Gefäßen reagiert passiert nicht ohne Grund. Mit der Gefäßerweiterung verringert sich die Fließgeschwindigkeit, und das ist Vorraussetzung dass sich die weißen Blutkörperchen an der Gefäßwand anhafte und in das Gewebe wandern können. Außerdem verbessert sich die Versorgung mit Nährstoffen für die Reparatur und den Stoffwechsel. Bei Kälte ziehen sich die Gefäße soweit zusammen dass dieser Prozess nicht mehr effizient funktioniert. Die Krankheitserreger können sich ungehindert festsetzen und sind dann nicht mehr so leicht zu bekämpfen. Außerdem sorgt die trockene Luft für eine Veränderung der Schleimhäute, so dass diese nicht mehr so gut geschützt sind. Die Inhaltsstoffe der Sekrete verhindern teilweise dass Bakterien und Viren an der Schleimhaut andocken können. Und das Defizit an Vitamin D spielt auch eine Rolle. Alles Faktoren die bis auf molekulare Ebene geklärt sind. Bei Kälte verringert sich die Temperatur nie so stark dass ein Wachstum von Bakterien auf Dauer gesenkt wird, oder diese sogar absterben, sonst würde auch die Zellfunktion des Trägers versagen.