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Wie können Sie Nasenbluten am besten stoppen?

Am häufigsten tritt Nasenbluten im vorderen Teil der Nasenscheidewand auf. Der medizinische Fachbegriff dafür lautet Epistaxis bzw. anteriores Nasenbluten. Dies stammt von einem der dünnen Blutgefäße, die direkt unterhalb der Schleimhaut verlaufen. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente nehmen wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin® sowie zahlreiche Generika) oder Warfarin (z. B. Coumadin®) können Sie anfälliger für Nasenbluten sein.

Nasenbluten können Sie durch einfache Maßnahmen stoppen: Stehen oder sitzen Sie aufrecht, beugen Sie Ihren Oberkörper leicht nach vorn und pressen Sie mit Daumen und Zeigefinger Ihre Nasenflügel zusammen. Nach 5 bis 10 Minuten sollte die Blutung gestoppt sein.

Wenn trotz fortgesetztem Zusammendrücken der Nasenflügel die Blutung nach 20 bis 30 Minuten immer noch anhält, ist eventuell eine Behandlung in einer Notfallambulanz erforderlich.

Wann Ihr Nasenbluten ein Notfall ist

Wenn bei Ihnen wiederholt Nasenbluten im vorderen Teil der Nasenscheidewand auftritt, dann verwenden Sie einen Luftbefeuchter bei trockenem Raumklima oder pflegen Sie Ihre trockene Nasenschleimhaut regelmäßig mit einem salzhaltigen Nasenspray bzw. einer vaselinehaltigen Salbe.

Wenden Sie sich bei wiederkehrendem Nasenbluten auch an Ihren Arzt. Eventuell muss beim betroffenen Blutgefäß eine Ätzung bzw. Verödung vorgenommen werden. Bei diesem Verfahren wird das Blutgefäß durch eine Silbernitrat-Ätzung oder Elektrobzw. Laserbehandlung versiegelt.

Bei einer weniger häufigen Form des Nasenblutens kommt es zu einer schweren Blutung, die zurück in den Rachen fließt und manchmal auch aus nur einem Nasenloch austritt. Dieses Nasenbluten im hinteren Bereich (posteriore Epistaxis) tritt eher bei älteren Erwachsenen mit Vorerkrankungen wie hohem Blutdruck auf, was zu Schäden an den Blutgefäßen führen kann.

Posteriores Nasenbluten erfordert eine Behandlung in der Notfallambulanz. Die Ärzte können versuchen die Nasenblutung zu stoppen, indem sie eine Tamponade tief in Ihr Nasenloch einführen. Wenn diese Sofortmaßnahme nicht hilft, kann eine Operation erforderlich sein, bei der das Blutgefäß verschlossen wird.

Bei posteriorem und wiederkehrendem anteriorem Nasenbluten ist es eventuell erforderlich, weitere Untersuchungen durchzuführen, um nach einer zugrundliegenden Erkrankung wie zum Beispiel Bluthochdruck, einer Blutgerinnungsstörung oder einem Tumor zu suchen.

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Alte Kommentare
  • ingeborg grundmann schrieb am 16.08.2011, 16:45 Uhr

    JEDE FORM VON INNERER BLUTUNG STOPPT SOFORT: cayennepfeffer unter die zunge geben.AUESSERE WUNDE: