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Chronische Stimmstörungen

Die Stimme verändert sich naturgemäß im Verlauf des Lebens. Sie sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn Ihre Stimme wie bei einer hartnäckigen Kehlkopfentzündung rauhund geschwächt klingt.

Vor etwa zehn Jahren waren die verfügbaren Instrumente zur Diagnostik und Behandlung chronischer Stimmstörungen begrenzt. Heute existiert ein neuartiges diagnostisches Verfahren in Verbindung mit einer Stimmbandplastik. Es bietet Erleichterung für Patienten, die sich früher mit chronischer Heiserkeit infolge einer Stimmbandlähmung abfanden. Bei der Operation „stimmt“ der Chirurg die Stimmbänder, indem er ihre Spannung oder Stellung operativ optimiert.

Warum die Stimme versagt

Der Kehlkopf (Larynx) besteht aus einem Knorpelgerüst, das die beiden Stimmbänder umschließt. Die Lautbildung durch den Stimmapparat erfolgt durch Schwingungen der Stimmbänder. Überbeanspruchung, emotionale Belastung, Verletzung oder Krankheit gelten als mögliche Ursachen für eine chronische Verkrampfung, Schwäche oder Vernarbung der Stimmbänder sein. In manchen Fällen stammen die Beschwerden von einer Schädigung der die Stimmbänder versorgenden Nerven. Diese Schädigung beeinträchtigt die Weite der Öffnung der Stimmbänder. Dadurch wird die Lautbildung gehemmt und der erzeugte Klang verändert sich.

Stimmstörungen, die durch Heiserkeit, Schwäche oder sogar Verlust der Stimme gekennzeichnet sind, bezeichnet man als als Dysphonie. Nicht schließende Stimmbänder können Heiserkeit verursachen. Zwischen gesunden Stimmbändern liegt kein auffälliger Zwischenraum. Chronische Dysphonie tritt bei Personen wie beispielsweise Rednern oder Lehrern auf, die ihre Stimme häufig einsetzen. Darüber hinaus kommt sie bei Personen vor, die ein Trauma erlitten oder eine Operation der Stimmbänder hatten. Eine chronische Dysphonie beginnt des Weiteren eventuell mit einer Virusinfektion, die zu einer Kehlkopfentzündung führt.

Genaue Bestimmung der Beschwerden

Stimmstörungen können auf Krankheiten wie etwa Kehlkopfpolypen, Kehlkopfkrebs oder andere Erkrankungen hindeuten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Ursache der Beschwerden umgehend zu klären. Dazu überweist Ihr Hausarzt Sie an einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen. Dieser untersucht unter anderem mit Hilfe der sogenannten Video-Laryngoskopie die Stimmbänder. Hierzu führt er ein Endoskop in Mund oder Nase ein und bringt es über den Stimmbändern in eine Position, um den Kehlkopf zu inspizieren.

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