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Laryngospasmus - hier bekommen Sie alle Infos zu dieser Form der Verkrampfung

Bei Ihnen wurde kürzlich ein Laryngospasmus festgestellt. Wenn er auftritt, können Sie plötzlich für etwa 1 Minute nicht mehr atmen oder sprechen. Das beunruhigt Sie sehr. Doch von Ihrem Arzt erfahren Sie, dass diese Komplikation nicht tödlich ist und Sie versuchen sollten, sich zu entspannen, wenn dieses Ereignis wieder auftritt.

Laryngospasmus ist eine starke Verkrampfung der Stimmritze des Kehlkopfes. Er tritt typischerweise als Schutzreflex auf, um Fremdkörper nicht in die Lunge gelangen zu lassen. Ein Laryngospasmus wird als sehr bedrohlich empfunden – teilweise verbunden mit regelrechter Todesangst –, da es sehr schwierig bzw. unmöglich ist, während der Verkrampfung zu atmen oder zu sprechen.

In der Regel entspannen sich die Stimmbänder jedoch innerhalb von 30 bis 60 Sekunden, ohne dass dabei ein ernsthaftes Problem auftritt. Sie können jedoch den Entspannungsprozess Ihrer Stimmbänder beschleunigen, indem Sie sich bewusst entspannen, versuchen Wasser zu schlucken oder langsam auszuatmen.

Eine mögliche Ursache eines Laryngospasmus ist die Refluxkrankheit (Gastro Esophageale Reflux Disease, kurz GERD), bei der Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Wenn dabei die Stimmritze erreicht wird, kann es zu Reizungen kommen, die dann zu einem Spasmus führen können.

Wenn Sie keine Refluxkrankheit haben oder sich bei Ihnen die GERD-Behandlung als nicht wirksam erwiesen hat, kann ein HNO-Arzt die Ursache des Laryngospasmus feststellen. Es kann auch helfen, bestimmte Reizstoffe zu vermeiden, die einen Laryngospasmus auslösen können.

Zu den möglichen Auslösern gehören zum Beispiel bestimmte Nahrungsmittel, Getränke, starke Gerüche oder die falsche Art zu schlucken, was passieren kann, wenn Sie gleichzeitig essen und sprechen. Allergene können ebenfalls zu einem Laryngospasmus führen. Ihr Arzt kann Sie auch an einen Logopäden überweisen, damit Sie Strategien entwickeln, um die Unterbrechung bei einem leichten Laryngospasmus zu lindern.

Chronische Stimmstörungen

Die Stimme verändert sich naturgemäß im Verlauf des Lebens. Sie sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn Ihre Stimme wie bei einer hartnäckigen Kehlkopfentzündung rauhund geschwächt klingt. Vor etwa zehn Jahren waren die verfügbaren Instrumente zur Diagnostik und Behandlung chronischer Stimmstörungen begrenzt.

Heute existiert ein neuartiges diagnostisches Verfahren in Verbindung mit einer Stimmbandplastik. Es bietet Erleichterung für Patienten, die sich früher mit chronischer Heiserkeit infolge einer Stimmbandlähmung abfanden. Bei der Operation „stimmt“ der Chirurg die Stimmbänder, indem er ihre Spannung oder Stellung operativ optimiert.

Warum die Stimme versagt

Der Kehlkopf (Larynx) besteht aus einem Knorpelgerüst, das die beiden Stimmbänder umschließt. Die Lautbildung durch den Stimmapparat erfolgt durch Schwingungen der Stimmbänder. Überbeanspruchung, emotionale Belastung, Verletzung oder Krankheit gelten als mögliche Ursachen für eine chronische Verkrampfung, Schwäche oder Vernarbung der Stimmbänder sein.

In manchen Fällen stammen die Beschwerden von einer Schädigung der die Stimmbänder versorgenden Nerven. Diese Schädigung beeinträchtigt die Weite der Öffnung der Stimmbänder. Dadurch wird die Lautbildung gehemmt und der erzeugte Klang verändert sich.

Stimmstörungen, die durch Heiserkeit, Schwäche oder sogar Verlust der Stimme gekennzeichnet sind, bezeichnet man als als Dysphonie. Nicht schließende Stimmbänder können Heiserkeit verursachen. Zwischen gesunden Stimmbändern liegt kein auffälliger Zwischenraum.

Chronische Dysphonie tritt bei Personen wie beispielsweise Rednern oder Lehrern auf, die ihre Stimme häufig einsetzen. Darüber hinaus kommt sie bei Personen vor, die ein Trauma erlitten oder eine Operation der Stimmbänder hatten. Eine chronische Dysphonie beginnt des Weiteren eventuell mit einer Virusinfektion, die zu einer Kehlkopfentzündung führt.

Genaue Bestimmung der Beschwerden

Stimmstörungen können auf Krankheiten wie etwa Kehlkopfpolypen, Kehlkopfkrebs oder andere Erkrankungen hindeuten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Ursache der Beschwerden umgehend zu klären. Dazu überweist Ihr Hausarzt Sie an einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen.

Dieser untersucht unter anderem mit Hilfe der sogenannten Video-Laryngoskopie die Stimmbänder. Hierzu führt er ein Endoskop in Mund oder Nase ein und bringt es über den Stimmbändern in eine Position, um den Kehlkopf zu inspizieren.

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