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Wann bei Zenker-Divertikeln eine Operation infrage kommt

Ihr Arzt hat bei Ihnen ein Zenker-Divertikel festgestellt. Sie haben mit Schluckbeschwerden und nächtlichem Hustenreiz zu kämpfen. Jetzt fragen Sie sich, ob im Alter von über 80 Jahren eine Operation für Sie noch infrage kommt.

Wenn Ihr Gesundheitszustand ansonsten gut ist, kann für Sie eine Operation sinnvoll sein. Die Verfahren zur Behandlung des Zenker-Divertikels sind sehr wirksam und mit wenig Komplikationen verbunden. Das Zenker-Divertikel (auch unter der Bezeichnung Ösophagus-Divertikel bekannt), benannt nach dem deutschen Arzt Friedrich Albert von Zenker, ist eine Ausstülpung. Sie kommt in der Regel am Übergang vom Rachen in die Speiseröhre vor und betrifft Erwachsene über 50 Jahre.

Ursache ist Muskelschwäche

Verursacht wird das Zenker-Divertikel durch eine Muskelschwäche im oberen Teil der Speiseröhre. Mit jedem Schlucken können sich Teile der Nahrung und sogar Tabletten in diesen Ausstülpungen festsetzen. Wenn sich die Ausstülpung füllt, können folgende Beschwerden auftreten: Hustenreiz, Mundgeruch sowie Glucksen beim Sprechen. Wenn sich die beutelförmige Ausstülpung vergrößert, können Nahrungsreste Stunden nach dem Essen wieder in den Hals befördert werden. Das wiederum führt zu Husten und dem Aufstoßen von Speiseresten, besonders, wenn Sie liegen (aus diesem Grund finden sich nachts gelegentlich Speisereste auf dem Kissen).

Speisereste können zurückbefördert werden

Wenn sich die Beschwerden durch das Zenker-Divertikel verschlimmern, ist häufig die Operation zu empfehlen. Dabei wird der geschwächte Muskel operativ durchtrennt und die Ausstülpung möglicherweise entfernt. Die Operation kann entweder durch einen Eingriff von außen oder häufiger durch weniger invasive Verfahren vorgenommen werden. Dabei wird ein bewegliches Endoskop durch den Mund eingeführt. Viele Patienten können nach dieser endoskopischen Operation bereits nach einem Tag das Krankenhaus verlassen. Die Studien zu endoskopischen Operationen in diesem Bereich sind jedoch begrenzt und auch mögliche Komplikationen wurden weniger gut untersucht.

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