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10 Maßnahmen für Ihren akuten Husten

Der nächste Herbst und Winter kommen bestimmt – und damit die Wahrscheinlichkeit, mal wieder an „Husten, Schnupfen und Heiserkeit“ zu erkranken. Diese meist viral bedingte saisonale Krankheit ist gewiss auch Ihnen sehr lästig. Insbesondere der Husten kann Sie tagsüber und nachts ärgern. Doch: Nehmen Sie gerade das Symptom Husten nicht auf die leichte Schulter, da kann viel mehr dahinterstecken als eine harmlose Erkältung. Welche Krankheiten das sind, wie Ihr Arzt sie unterscheidet und wie Sie sich bei Husten verhalten sollten, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Husten gehört zu den Problemen, die am häufigsten zu einem Besuch in der hausärztlichen Praxis führen. Gewiss werden auch Sie schon einmal deshalb Ihren Arzt aufgesucht haben. Und das ist richtig so. Denn: Husten ist nicht gleich Husten!

Diese zwei AHustenarten gibt es

Husten ist ein heftiger plötzlicher Ausstoß der Atemluft zu dem Zweck, vermehrten Schleim oder auch einen Fremdkörper aus den Bronchien, der Luftröhre oder dem Kehlkopfbereich zu treiben. Dieser plötzliche Atemstoß wird durch eine Reizung der Schleimhaut ausgelöst. Sie erkennen: Husten ist eine durchaus erwünschte Reaktion des Körpers, um die Luftwege von Fremdkörpern oder Schleim zu reinigen. Es gibt den akuten Husten, der nicht länger als drei Wochen dauert. Von einem chronischen Husten spricht Ihr Arzt, wenn Ihre Beschwerden über drei Wochen hinausgehen.

Was macht Ihr Arzt beim akuten Husten?

Ihr Arzt wird Sie zunächst befragen, welcher Art Ihr Husten ist, wann er auftritt und ob noch weitere Symptome zusätzlich von Ihnen bemerkt wurden. Er wird sich nach bereits vergenommenen Maßnahmen erkundigen. Sie müssen ihn auch über dauerhaft eingenommene Medikamente informieren. Handelt es sich wirklich „nur“ um einen akuten Husten, kann Ihr Arzt Ihnen, bezogen auf die Fortdauer der Beschwerden, nur wenig mit Medikamenten helfen. Arzneien können aber helfen, die Heftigkeit des Hustens zu lindern. Ein Antibiotikum ist in den meisten Fällen nicht notwendig, denn es handelt sich bei einem akuten Husten oft um eine virale Infektion. Mit einem Antibiotikum therapiert man jedoch einen bakteriellen Infekt. Erst wenn dieser zusätzlich, z.B. als eine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung, hinzugekommen ist, müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen Ihr Arzt ein Antibiotikum verschreibt.

Achtung: Nicht immer ist bei akutem Husten im Rahmen einer Erkältungskrankheit eine Krankschreibung notwendig! Das müssen Sie im Einzelfall mit Ihrem Arzt besprechen.

10 Sofortmaßnahmen beim akuten Husten

Hat Ihr Arzt bei Ihnen einen Erkältungsinfekt der oberen Atemwege als Ursache für Ihren akuten Husten festgestellt und leiden Sie zusätzlich unter Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit sowie eventuell auch unter leichtem Fieber, können Sie den Heilungsprozess durch die folgenden Maßnahmen unterstützen:

  1. Hören Sie auf zu rauchen. Denn das Rauchen schädigt Ihre Schleimhäute massiv.
  2. Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, mindestens zwei Liter pro Tag sollten es zu Zeiten eines Erkältungsinfektes mit Husten sein.
  3. Fieber ist eher günstig für den Verlauf einer Erkältung. Deshalb sollten Sie nicht sofort zu einem fiebersenkenden Medikament greifen. Lassen Sie erst das Fieber gegen den Erreger arbeiten.
  4. Steigt Ihr Fieber höher als 38,5 Grad und fühlen Sie sich elend, nutzen Sie lieber erst einmal alte bewährte Hausmittel wie feuchte Wadenwickel.
  5. Leiden Sie unter einer verstopften Nase, spülen Sie die Nasenräume mit einer lauwarmen Salzlösung. Das reinigt die Nase und führt zum Abschwellen der Schleimhäute. Dadurch werden die Nasennebenhöhlen besser belüftet, der Sekret- und Schleimabfluss wird gefördert. Sogenannte Nasenduschen erhalten Sie heute oft schon in Ihrem Supermarkt. Ihr Apotheker hat diese Hilfsmittel auf jeden Fall vorrätig.
  6. Ist insbesondere der Nachtschlaf durch die verstopfte Nase gestört, erhöhen Sie das Kopfteil Ihres Bettes.
  7. Inhalieren Sie vor der Nachtruhe. Das kann durchaus nur mit Wasserdampf sein. Sie können jedoch auch eine entsprechende Kräuterlösung aus der Apotheke beifügen. Durch das Inhalieren wird die Nase befreit, das Einschlafen gelingt Ihnen besser.
  8. Abschwellende Nasentropfen oder -sprays sollten Sie nie länger als eine Woche einnehmen. Die Schleimhäute können durch diese Medikamente zusätzlich geschädigt werden. Besprechen Sie die länger dauernde Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt. Manchmal reicht es auch, eine niedrigere Dosierung eines Nasensprays zu benutzen. Auch so können Sie einer Schleimhautschädigung vorbeugen.
  9. Auch die Anwendung von lokaler Wärme wie zum Beispiel eine Wärmelampe kann Beschwerden wie Kopfdruck lindern.
  10. Leiden Sie unter Kopf- und Gliederschmerzen, kann Ihnen ein leichtes Schmerzmittel wie zum Beispiel Paracetamol helfen. Das erhalten Sie rezeptfrei in jeder Apotheke. Beachten Sie unbedingt die Hinweise auf dem Beipackzettel bezüglich der Dosierung. Auch solche harmlosen Schmerzmittel haben Nebenwirkungen und können zu Komplikationen an anderen Organen führen.
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Alte Kommentare
  • Dr Wolfgang Falb schrieb am 14.09.2010, 18:18 Uhr

    Super! Diese Empfehlungen treffen den berühmten Nagel auf den Kopf. Gratulation!