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Hörsturz: Blutverdünner helfen

Eine Infusionstherapie mit so genannten Plasmaexpandern (HAES-Infusion) zur Verbesserung der Durchblutung des Innenohrs ist wirksam. Dies ergab eine placebokontrollierte Doppelblindstudie an 210 Patienten mit einem akuten Hörsturz. Über sie berichtete Professor Ralph Mösges von der Universität Köln auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie 2005 in Erfurt.

Laut Mösges kann die HAES-Therapie das Hörvermögen von Patienten nachweisbar bessern. Das gilt für jene, die einenerhöhten systolischen Blutdruck (erster Blutdruckwert) aufweisen oder bei denen der Hörverlust noch am dritten Tag anhält. Dazu erhielten die Patienten an sechs Tagen hintereinander ein Mal täglich eine HAES-Infusion.

Dieses Ergebnis ist wichtig, da sich in jüngster Zeit verschiedene Krankenkassen wegen eines angeblich fehlenden Wirksamkeitsnachweises weigerten, die Kosten für diese stationäre Therapie zu übernehmen. Verweisen Sie auf diese Studie, falls Ihre Krankenkasse die Kostenübernahme für die HAES-Infusionen ablehnt.

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