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Grippe: Verbreitung und Ansteckung

Das Grippevirus (Influenza) gelangt durch die Schleimhäute der Atemwege, des Mundes oder über die Bindehaut der Augen in den Körper. Die Übertragung der Grippe erfolgt in den meisten Fällen durch Tröpfcheninfektion, Kontaktinfektion oder Viren auf Hautschuppen, Haaren und Staub.

Die Tröpfcheninfektion erfolgt über die Exspirationströpfchen eines Erkrankten. Niest, hustet, spricht oder atmet der Erkrankte, kommen diese Tröpfchen unter Umständen in Kontakt mit der Schleimhaut noch gesunder Personen. Eine Kontaktinfektion erfolgt über den Kontakt mit Gegenständen, auf denen sich die Viren zum Beispiel durch Berührung eines Patienten befinden.

Symptome und Dauer

Eine Grippe kündigt sich nicht im Voraus an: Sie kommt plötzlich und erfasst den ganzen Körper. Beginnend mit hohem Fieber zwischen 38 und 40 Grad Celcius, führt sie zu Muskel- und Gliederschmerzen sowie zu starken Kopfschmerzen. Appetitlosigkeit, starke Müdigkeit, Schüttelfrost und ein starkes Krankheitsgefühl lassen den Betroffenen besonders leiden. Grippepatienten sind in der Regel drei bis fünf Tage ansteckend. Je nach Schwere der Symptome fühlen Betroffene sich wochenlang erschöpft.

Im Gegensatz zur Grippe kommt ein grippaler Infekt langsam. In den meisten Fällen kündigt sich eine Erkältung mit Kratzen im Hals oder Halsschmerzen an. Wenige Tage darauf kommen eine verstopfte Nase, Husten oder Kopfschmerzen hinzu. Nach ein oder zwei, höchstens drei Wochen hat der Betroffene das Schlimmste überstanden.

Warum das Virus so gefährlich ist

Es existieren drei Typen des Influenzavirus: Typ A, B und C. Von Bedeutung für den Menschen sind lediglich Typ A und B. Der erste ist verantwortlich für die tödliche Variante, der alle 10 bis 40 Jahre zuschlagenden Epi- bzw. Pandemien. Der häufigere Typ B verursacht kleine, örtlich begrenzte Grippewellen. Beide Typen mutieren ständig. Das erlaubt dem Virus, Sie immer wieder nach einer Ersterkrankung zu infizieren.

Aus diesen Gründen ist eine jährliche Grippeimpfung wichtig. Darüber hinaus können Sie selbst die Wahrscheinlichkeit einer Infektion reduzieren. Infizierte Menschen gelten von Anfang an als Überträger des Virus. Aus diesem Grund genügt es nicht, niesenden und hustenden Personen aus dem Weg zu gehen.

7 Tipps, wie Sie gezielt Grippe-Viren abwehren

Für das bloße Auge bleiben sie unsichtbar und dennoch gehören sie zu unseren ständigen Begleitern. Sie kleben an Händen, Gegenständen, Türklinken, Wasserhähnen und an unseren Lippen. Sogar in der Luft begegnen wir ihnen in jedem Atemzug: den Viren. Die meisten sind harmlos, aber einige von ihnen lösen gefährliche Krankheiten aus. Wie zum Beispiel die Influenza, an der in Deutschland mehrere Tausend Menschen erkranken und sterben. Es gibt keinen 100%-igen Schutz. Es gibt lediglich Möglichkeiten, mit einfachen Hygienetechniken sich und Ihre Mitmenschen zu schützen.

  1. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und halten Sie Ihre Finger vom Gesicht fern. Als besonders aufnahmebereit gelten Ihre Mundschleimhäute sowie Ihre Augen und Nase. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Hände bewusst aus dem Gesicht zu halten.
  2. Husten Sie hygienisch. Das klingt fremd, aber gehen Sie bei Hustenreiz auf Abstand zu anderen Menschen. Wenn Sie die Hände vor den Mund nehmen, desinfizieren Sie diese im Anschluss. Husten Sie nach Möglichkeit in Taschentücher. Diese können Sie hygienisch entsorgen.
  3. Wenn Sie sich fiebrig und krank fühlen, bleiben Sie zu Hause. Falscher Ehrgeiz schadet Ihnen und Ihren Mitmenschen.
  4. Achten Sie auf die ersten Anzeichen. Auf diese Weise bleibt Ihnen die größte Chance, die Krankheit früh zu bekämpfen. Fieber, Schüttelfrost, Heiserkeit, Halsschmerzen, Nasenausfluss, Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen – gehen Sie lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig.
  5. Wenn Sie beim Arzt waren, bleiben Sie zu Hause und stimmen Sie das weitere Vorgehen telefonisch mit Ihrem Arzt ab.
  6. Schützen Sie Ihre Familienmitglieder. Körperkontakt ist gefährlich und der sicherste Weg der Ansteckung. Suchen Sie nach Möglichkeit einen separaten Raum auf und desinfizieren Sie die von Ihnen benutzen Gegenstände in Bad und Küche.
  7. Lassen Sie frische Luft in das Zimmer! Lüften ist wichtig: Ihre Mund- und Nasenschleimhäute danken es Ihnen.

Richtiges Verhalten zur Vermeidung von Infektionen

  • Achten Sie auf gute hygienische Verhältnisse: Waschen der Hände nach der Toilettenbenutzung oder wenn Sie ein Haustier angefasst haben, dürfte selbstverständlich sein. Bei einer Erkältung mit Auswurf oder Schnupfen sollten Sie sich öfter die Hände waschen.
  • Nehmen Sie kein rohes Fleisch oder Geflügel, ungekochte Meeresfrüchte, Eier oder Milch zu sich. Kochen Sie Ihre Nahrung lange genug, um die Bakterien abzutöten.
  • Vorsicht bei Zecken, Nagetieren und anderen Krankheitsüberträgern.
  • Trinken Sie kein Wasser aus Flüssen oder Seen in der Nähe von Campingplätzen oder Wanderwegen.
  • Halten Sie die Hände von Mund und Augen fern, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden.
  • Erwarten Sie nicht, dass Ihr Arzt Ihnen bei jeder Erkrankung ein Antibiotikum verschreibt. Übermäßiger Gebrauch führt zu resistenten Mikroorganismen, die auf Medikamente nicht mehr ansprechen.
  • Achten Sie auf ausreichenden Impfschutz. Durch die Impfung erwerben Sie Schutz vor lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten.
  • Benutzen Sie nicht Essbesteck und Trinkgläser gemeinsam mit anderen.
  • Achten Sie auf die Symptome allgemeiner Infektionskrankheiten wie eine erhöhte Körpertemperatur über 37 Grad Celsius, Schweißausbrüche und Frösteln. Als Anzeichen für Hautinfektionen gelten eine lokale Erwärmung und gerötete Haut.
  • Zögern Sie nicht, im Krankheitsfall Ihren Arzt aufzusuchen. Viele ernsthafte Infektionskrankheiten lassen sich im Frühstadium erfolgreich behandeln.

Extra-Vorsorge-Maßnahmen für Unterwegs

Reisen sind in manchen Fällen unvermeidbar. Das Gleiche gilt für Veranstaltungen, Treffen oder Verabredungen in einem Restaurant. Doch manchmal sind die bereisten Länder weniger hygienisch oder es gehen gerade besondere Viren um. Mit diesen beiden Exra-Vorsorge-Maßnahmen schützen Sie sich noch besser:

  1. Wenn Sie Menschenmengen nicht vermeiden können, dann halten Sie Abstand. Zwei Meter ist die empfohlene Entfernung und verzichten Sie auf das Händeschütteln und den Freundschaftskuss. Im Falle aktueller Warnungen, meiden Sie Menschenansammlungen.
  2. Es existieren keine ausreichenden Daten über die Wirksamkeit von Hygienemasken und Mundschutz. ABER: Wenn Sie sich damit vor allen Dingen auf Reisen besser geschützt fühlen, sollten Sie eine Hygienemaske tragen.
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